22. März 2021

Die Akzeptanz der Schutzkleidung führt zum optimalen Schutz

Kein Eishockeyspieler möchte freiwillig ohne Kopf- und Körperschutz auf dem Spielfeld stehen. In der beruflichen Praxis wird die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) von Beschäftigten dagegen oft nicht konsequent eingesetzt. Arbeitgeber und Führungskräfte können einiges dazu beitragen, dass die Akzeptanz der Schutzkleidung im Betrieb steigt.

Die Akzeptanz der Schutzkleidung führt zum optimalen Schutz

Wird vorhandene PSA von den Beschäftigten nicht genutzt, sind oft Zeitdruck, fehlendes Gefahrenbewusstsein oder mangelnder Tragekomfort verantwortlich. Auch die Psychologie spielt eine Rolle: Finden die Teamkollegen die PSA «uncool», wird der sonst verantwortungsbewusste Mitarbeiter seine Ausstattung ebenfalls nicht mehr gern anziehen.

Worauf bei der Auswahl zu achten ist
Schutzkleidung muss nach den geltenden Normen zertifiziert sein. In Bezug auf Tragekomfort und Design bestehen teilweise grosse Unterschiede. Michael Ballermann, Leiter Arbeitsschutz bei MEWA: «Durch den Einsatz moderner Hightech-Gewebe sowie durch ergonomische Schnitte und veränderten Kleidungsaufbau haben sich die Trageeigenschaften von Schutzkleidung erheblich verbessert. Darüber hinaus kann die Schutzausstattung dem Team-Look des Betriebes angepasst werden.» Diese neue Generation von PSA werde von den Beschäftigten viel besser angenommen. Ausserdem habe sich gezeigt, dass Mitarbeitende eine Schutzkleidung eher akzeptieren, wenn sie bei der Auswahl einbezogen werden. Ballermann: «Dann sehen sie: Es geht hier um mich!»

Wo PSA vorgeschrieben ist, muss sie getragen werden
Das Tragen von Schutzkleidung ist Pflicht, sobald die Gefährdungsbeurteilung dies vorsieht. Im betrieblichen Alltag ist es allerdings kaum möglich, den fachgerechten Einsatz zu überwachen. Ein verhaltensorientierter Arbeitsschutz zielt deshalb auf Motivation. Und die Schutzaufgabe der PSA muss für alle verständlich erklärt werden. Das Tragen von Schutzkleidung sollte ein Teil der im Betrieb verankerten Sicherheitskultur sein. «Vorgesetzte und Führungskräfte können dabei als glaubwürdige Vorbilder viel bewirken, so der Leiter Arbeitsschutz.» (pd/ir)

www.mewa.ch

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