14. Dezember 2009

Porsche bietet als Erster Lithiumionen-Starterbatterien

Als erster Automobilhersteller bietet die Porsche eine Starterbatterie in Lithiumionen-Technik an. Mit weniger als sechs Kilogramm ist der Stromspeicher über zehn Kilogramm leichter als eine herkömmliche Blei-Säure-Batterie mit 60 Ah. Die Lithiumionen-Batterie ist ab Januar für die Modelle 911 GT3, 911 GT 3 RS und Boxster Spyder als Sonderausstattung zum lieferbar.

Porsche bietet als Erster Lithiumionen-Starterbatterien

Besteht aus vier Zellen und einer integrierten Steuerungselektronik: die Lithiumionen-Starterbatterie von Porsche.

Die Batterie wird dem Fahrzeug beigelegt und kann alternativ zur serienmäßigen, konventionellen Starter-Batterie montiert werden. Durch die Auslieferung mit beiden Batterien sind die Fahrzeuge ganzjährig einsatzbereit, denn obwohl die Leichtbau-Batterie eine sehr hohe Alltagstauglichkeit besitzt, ist die Startfähigkeit -- bedingt durch ihre spezifischen Eigenschaften - bei Außentemperaturen unter null Grad Celsius eingeschränkt.

 

Ausschlaggebend für Entwicklung und Einführung der neuen Batterie war ihr Gewichtsvorteil. Bei konsequent auf Fahrdynamik ausgelegten Sportwagen wie den beiden 911 GT3-Varianten und dem Boxster Spyder zahlt sich weniger Gewicht unmittelbar in gesteigerter Agilität aus. Die Lithiumionen-Batterie entspricht in Länge und Breite dem Serien-Akku, ist jedoch rund 70 Millimeter flacher. Auch Befestigung, elektrische Anschlüsse und Spannungsbereich sind voll fahrzeugkompatibel. Dadurch kann die Leichtbau-Batterie, beispielsweise nach dem Rundstreckeneinsatz, schnell gegen die serienmäßige Bleibatterie ausgetauscht werden.

 

Durch ihre spezifischen Eigenschaften besitzt die Lithiumionen-Batterie mit einer Nennkapazität von 18 Ah darüber hinaus eine nutzbare Leistungsfähigkeit, die mit der einer Bleibatterie mit 60 Ah nicht nur vergleichbar ist, sondern diese in vielen Bereichen sogar übertrifft. Bei konventionellen Fahrzeugbatterien können nur rund 30 Prozent der gesamten Kapazität genutzt werden. Eine Lithiumionen-Batterie kann dagegen nahezu 100 Prozent ihrer Kapazität liefern.

 

Auch die Leistungsabgabe der Lithiumionen-Batterie ist deutlich besser. Sie liefert beispielsweise beim Motorstart ihre volle Leistung nahezu unabhängig vom Ladezustand. Nach dem Start zeigt die neue Porsche-Batterie weitere Vorteile beim Ladevorgang. Sie kann durch ihren geringeren Innenwiderstand schneller Strom als der konventionelle Akku aufnehmen. Auch die Anzahl der möglichen Auf- und Entladungen ist bei der Lithium-Ionen-Batterie deutlich höher als bei Bleibatterien. Weitere Vorteile sind die geringere Selbstentladung und die längere Haltbarkeit.

 

Die von Porsche eingeführte Lithiumionen-Batterie besteht aus gewickelten Kohlenstoff- und Eisenphosphatfolien sowie einer dazwischen liegenden Keramikfolie, die mit einem Elektrolyt getränkt ist, als Separator. Gegenüber anderen Konstruktionen von Lithiumionen-Batterien mit einer Kombination aus Manganoxid, Kobaldoxid oder Nickel bietet diese sogenannte Lithium-Eisenphosphat-Batterie Vorteile beim Einsatz als Starterbatterie: Sie ist robust und gewährleistet die übliche Nennspannung von zwölf Volt im Bordnetz.

 

Die Leichtbau-Batterie besteht aus vier Zellen und einer integrierten Steuerungselektronik. Dieses Batteriemanagementsystem schützt die Batterie vor einer Tiefentladung und gewährleistet einen gleichmäßigen Ladezustand der einzelnen Zellen. Sinkt die Batteriespannung unter eine definierte Schwelle, ertönt ein Warnton. Dann muss die Batterie nachgeladen werden, entweder im Fahrbetrieb über den laufenden Motor oder mit einem handelsüblichen Ladegerät.

Die neue Lithium-Ionen-Batterie wird ab Februar 2010 für die drei genannten Modelle auch zur Nachrüstung über Porsche Tequipment angeboten. Der Preis beträgt 2499 Euro. (Quelle: auto-medienportal)

 

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