Verein zur Förderung der Carrosserieberufe richtet sich neu aus
Posted by: Mario Borri
Unterstützung für die Carrosserieberufe inmitten von Oldtimern, Klassikern und Werkstattfeeling - der VFCB lud seine Mitglieder am 12. Mai im «The Valley»-Areal in Kemptthal zur jährlichen Versammlung. Dabei stellten die Mitglieder auch die Weichen für die Neuausrichtung des Vereins zur Förderung der Carrosserieberufe.
Es roch förmlich nach Carrosserie, nach Fahrzeugnostalgie und Rennstrecke. In Kemptthal, auf dem ehemaligen Maggi-Areal, befindet sich heute das sogenannte «The Valley», unter anderem mit der Motorworld. Einen Schritt hinein findet man sich direkt umringt von Autos der Sonderklasse - von Oldtimern bis hin zu moderneren Bolliden. Abrundend laden zu Stehtischen umfunktionierte Ölfässer zum Apéro ein, Vitrinen präsentieren Mini-Oldtimer und ebenso Hingucker sind ausgestellte Renn-Motorräder der grossen Stars in diesem Sport. Eine «tolle und würdige Kulisse für eine Versammlung des VFCB», staunte Vereinspräsident Felix Wyss über die Location.
Wo der Verein mitwirkt
An der formellen Mitgliederversammlung blickte Vereinssekretär Daniel Röschli kurz zurück auf vergangene Projekte - heraus stachen die Swiss Skills, die Schweizer Berufsmeisterschaften, wo «die Unterstützung des VFCB sehr wichtig und gefragt ist. Die Swiss Skills sind eines der ganz grossen Highlights in der Schweizer Berufsbildung.»
Im Rahmen der Meisterschaften sei überdies ein neues Konzept in Erarbeitung, wie der Event in Zukunft daherkommen würde. «Allfällige Neuerungen gelten jedoch erst ab rund 2029.»
Ebenso erwähnte er die WorldSkills im kommenden September, an welchen die beiden Schweizermeister «Carrosserielackierer Davide Manieri und Carrosseriespengler Gilles Glauser um internationalen Erfolg mitkämpfen. Wir wünsche ihnen dabei viel Erfolg!».
Neuausrichtung findet Anklang
Bestehende Mitglieder halten und vor allem aber auch neue Mitglieder gewinnen, um die Carrosserieberufe noch stärker und breiter unterstützen zu können. Dies das aktuell ausgesprochene Ziel des VFCB. An der Mitgliederversammlung genehmigten die Stimmberechtigten entsprechende Anpassungen in den Statuten sowie im Beitragsreglement.
In den Statuten ist neu präzisiert, dass Mittel des Vereins unter anderem für die Unterstützung von Projekten in den Bereichen Berufsbildung, Berufsmarketing, üK-Zenter-Ausstattung, Aktivitäten der Sektionen sowie Meisterschaften zu verwenden sind. Ausserdem muss der Vorstand neu aus mindestens fünf statt bisher vier Personen bestehen und die Mehrheit der Personen im Vorstand neu den Reihen der Lieferanten stammen. Zuvor galt eine paritätische Besetzung je zur Hälfte aus Lieferanten- und Carrosserie-Suisse-Vertretern.
Neue Marketingmassnahmen frischen auf
Im neuen Look präsentieren sich gleich mehrere Dinge des Vereins. Eine extra geschaffene Marketing-Arbeitsgruppe forcierte ein neues Logo, eine sich im Aufbau befindende Website sowie Flyer für Interessierte an einer Mitgliedschaft. Auch die Doppelseite in der Verbandsfachzeitschrift «carrossier» des Branchenverbandes Carrosserie Suisse soll künftig neben der Logoseite Platz für Mitgliederbetriebe des Vereins finden. Laut Vorstandmitglied Mathias Dufaux sei die Idee, dass «in jeder Ausgabe pro Mitgliedskategorie ein Mitglied und dessen Überzeugung für die Mitgliedschaft näher vorgestellt» werde. So wolle man potenziellen Mitgliedern die Zugehörigkeit zum VFCB auf spannende Weise schmackhaft machen.
Vereinsgrösse nimmt bereits zu
Der neue Elan rund um das Wachstum und die Attraktivität des Verein zeigt sich bereits. Die Versammlung durfte in Kemptthal die Firmen Ticino Ricambi, BS Parts sowie Weinmann Technologies neu willkommen heissen, allesamt aus dem Bereich der Materialzulieferer für die Carrosseriebranche. «Sie sind von unserem gemeinsamen Engagement für die Carrosserieberufe überzeugt und möchten sich aktiv mit einbringen», freute sich Felix Wyss über die Neuen im Kreis des VFCB. Die Firmen stiessen per 1. Januar 2026 offiziell zum Verein hinzu.
Forum Carrosserie: Ein Highlight im November
Eine eigene Plattform, um sich im besten Licht zu präsentieren. Mit dem Forum Carrosserie am 4. November in Zürich Oerlikon schuf Carrosserie Suisse genau das. Das Forum soll an frühere Branchenevents anknüpfen und insbesondere Mitglieder, Zulieferer sowie Versicherungen im lockeren Rahmen zusammenführen - goldenes Stichwort: Netzwerkpflege. Denn alle wissen: Wer nicht vernetzt ist, der existiert tendenziell nicht wirklich. «Seid hier mit dabei und präsentiert euch vor Ort. Das Forum Carrosserie ist speziell für euch», richtete auch Philipp Zimmermann vom Presenting Partner auto-i-dat den Appell an die Versammlung.
Bereits ab Sommer lanciert die Berufsbildung von Carrosserie Suisse mit «Hazu» ebenso ein Highlight - eine neue digitale Plattform, welche sämtliche an der Bildung beteiligte Akteure «an einem Ort und ein Leben lang» zusammenbringen soll, so Peter Elsasser, Leiter Berufsbildung bei Carrosserie Suisse. Mit «Hazu» könne man die Qualität der Lehrmittel in der Bildung steigern, alles sei zentral und flexibel, effizienter und der administrative Aufwand für Betriebe kleiner als zuvor, um nur einige Vorteile zu nennen.
Die nächste Mitgliederversammlung wurde für den 13. Mai 2027 festgelegt.
https://www.carrosseriesuisse.ch/de/ueber-uns/organisation/partner/vfcb



