E-Auto-Markt: Europa wächst gegen den globalen Trend
Posted by: Mario Borri
Der weltweite Absatz von Elektroautos und Plug-in-Hybriden ist im ersten Quartal leicht gesunken. Europa stemmt sich jedoch mit kräftigem Wachstum gegen den Trend, wie autohaus.de berichtet.
Der globale Markt für Elektroautos und Plug-in-Hybride hat im ersten Quartal 2026 leicht nachgegeben. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens SNE Research wurden weltweit rund 4,11 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert – ein Minus von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Europa legt deutlich zu
Während China und Nordamerika zweistellige Rückgänge verzeichneten, entwickelte sich Europa deutlich positiv. In Europa stieg der Absatz um 26,7 Prozent auf 1,15 Millionen Fahrzeuge. Der Anteil Europas am Weltmarkt erhöhte sich damit von 21,6 auf 28 Prozent.
China blieb mit 2,09 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen zwar der grösste Einzelmarkt, verlor jedoch 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Weltmarktanteil sank von 60,8 auf 50,8 Prozent. Als Hintergrund nennt SNE Research gemäss autohaus.de das Auslaufen staatlicher Förderungen.
In Nordamerika ging der Absatz um 28 Prozent auf 297’000 Fahrzeuge zurück. Starkes Wachstum verzeichneten dagegen die asiatischen Märkte ausserhalb Chinas mit einem Plus von 68 Prozent.
BYD bleibt Marktführer
Grösster Hersteller blieb BYD mit 584’000 ausgelieferten Fahrzeugen – trotz eines Rückgangs um 28 Prozent. Dahinter folgen Geely mit 417’000 und Tesla mit 337’000 Fahrzeugen. Volkswagen erreichte mit 306’000 Einheiten Rang vier und legte gegen den Markttrend um 2,3 Prozent zu.
Das stärkste Wachstum unter den zehn grössten Herstellern erzielte die Hyundai Motor Group. Der Konzern, zu dem Hyundai und Kia gehörten, steigerte seine Auslieferungen um 21,7 Prozent auf 170’000 Fahrzeuge.
Die zehn grössten E-Auto-Hersteller im Überblick
1. BYD – 584’000 Fahrzeuge (- 27,8%)
2. Geely – 417’000 Fahrzeuge (- 8,2%)
3. Tesla – 337’000 Fahrzeuge (+ 4,5%)
4. Volkswagen – 306’000 Fahrzeuge (+ 2,3%)
5. SAIC – 222’000 Fahrzeuge (- 8,8%)
6. Hyundai/Kia – 170’000 Fahrzeuge (+ 21,7%)
7. Changan – 157’000 Fahrzeuge (- 9,1%)
8. Chery – 151’000 Fahrzeuge (+ 8,5%)
9. BMW – 127’000 Fahrzeuge (- 11%)
10. Stellantis – 122’000 Fahrzeuge (- 1,6%)



