Chinesische Marken gewinnen an Bedeutung
Posted by: Mario Borri
Die Neuwagenzulassungen in der Schweiz liegen nach dem ersten Halbjahr 2026 leicht über dem Niveau des Vorjahres. Auto-i-Dat hat einen Blick in die Statistik geworfen und gesehen: Vor allem die chinesischen Marken nehmen Schwung auf.
Die aktuellen Zahlen von Auto-Schweiz zeigen, dass leicht mehr Autos zugelassen wurden im ersten Halbjahr 2026 als im gleichen Zeitraum 2025. Dennoch bleibt das Niveau insgesamt tief. Besonders auffällig ist das Wachstum chinesischer Marken. Hersteller wie BYD, Leapmotor, MG und Zeekr konnten deutlich mehr Fahrzeuge zulassen. «Ohne die chinesischen Hersteller würden die Gesamtzahlen noch weniger erfreulich aussehen», so René Mitteregger, Leiter Produktmanagement bei der Auto-i-Dat AG.
Etablierte Marken unter Druck
Während die jungen, chinesischen Marken in den europäischen Markt eindringen, sind die Zahlen von etablierten Herstellern wenig erfreulich. Besonders im Premiumsegment zeigen sich rückläufige Zulassungszahlen. Beispielsweise bei Audi, BMW oder Porsche sanken die Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2026 weiter. Auch andere Hersteller stehen vor grossen Herausforderungen. Nissan zum Beispiel erreichte weniger als die Hälfte der Vorjahreszahlen. Dennoch bleiben etablierte Marken weiterhin die Spitzenreiter. Volkswagen führt die Zulassungsstatistik mit über 15’000 zugelassenen Fahrzeugen weiterhin an. Einen der Gründe für den Aufschwung der chinesischen Marken sieht Mitteregger in der Preissensibilität der Kundinnen und Kunden: «Höhere Lebenskosten sorgen dafür, dass viele Menschen zu günstigen Neuwagen oder Occasionsfahrzeugen greifen.»
Gekommen, um zu bleiben
Für Mitteregger ist die aktuelle Entwicklung alles andere als ein kurzfristiger Trend. Rund 30 chinesische Marken haben angekündigt, dass sie ihre Fahrzeuge auch in Europa verkaufen möchten. «Viele der chinesischen Hersteller verfügen über viel Know-how im Fahrzeugbau und kommen nach Europa, um zu bleiben», so Mitteregger. Und weiter: «Einzelne grosse Händler haben bereits reagiert und chinesische Marken in ihr Sortiment aufgenommen.» Die Veränderungen in der Branche scheinen anzuhalten.



