Auf dem Weg nach Shanghai: Im Gespräch mit Davide Manieri
Posted by: Mario Borri
In wenigen Tagen reist Davide Manieri nach Shanghai, um die Schweiz an den WorldSkills 2026 im Car Painting zu vertreten. Kurz vor seiner Abreise spricht er mit Glasurit Schweiz über intensive Trainingsmonate, prägende Erfahrungen, persönliche Highlights und seine Vorfreude auf China.
Davide, wenn du auf die vergangenen Monate zurückblickst: Hättest du dir vor einem Jahr (im September 2025 waren die SwissSkills) vorstellen können, was da alles auf dich zukommt?
Als ich mich auf dieses Abenteuer eingelassen habe, hätte ich nie erwartet, wie gross und intensiv die WorldSkills tatsächlich sind. Zu Beginn wurde oft von einer 20/80-Aufteilung gesprochen, also rund 20 Prozent zusätzlichem Aufwand neben dem Alltagsgeschäft. Natürlich wusste ich, dass viel Training auf mich zukommen würde, doch ehrlich gesagt war es mehr. Neben der fachlichen Vorbereitung spielen auch die mentale Belastung, organisatorische Aufgaben, Sponsoring und internationale Trainings eine wichtige Rolle. Rückblickend würde ich an meiner Vorbereitung jedoch nichts ändern. Ich bin überzeugt, dass ich alles gegeben und das Maximum aus dieser Zeit herausgeholt habe. Die Erfahrungen haben mich persönlich geprägt und mir gezeigt, wie viel möglich ist, wenn man sich einem Ziel voll verschreibt.
Welche Erlebnisse und Begegnungen werden dir besonders in Erinnerung bleiben?
Die WorldSkills haben mir die Möglichkeit gegeben, viele spannende Menschen kennenzulernen und mein Netzwerk enorm zu erweitern. Ein besonderer Moment war eine Veranstaltung, bei der ich die Gelegenheit hatte, mit dem ehemaligen Bundesrat Ueli Maurer ins Gespräch zu kommen. Beeindruckt hat mich dabei vor allem seine Bodenständigkeit und der offene Austausch. Doch es sind nicht nur die Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten, die Eindruck hinterlassen haben. Aus vielen Kontakten sind echte Freundschaften entstanden. Gerade die gemeinsame Zeit mit dem Nationalteam, mit Pascal, Dani, Lara Kaufmann, Aurélie Fawer und vielen weiteren Wegbegleitern hat diese Erfahrung besonders gemacht. Die Gespräche, gemeinsamen Erlebnisse und Freundschaften sind für mich ein ebenso grosser Gewinn wie die fachliche und persönliche Entwicklung. Einige dieser Menschen sind in dieser Zeit zu echten Freunden geworden und werden mich auch nach den WorldSkills weiter begleiten.
Welche Bedeutung hat das SwissSkills Nationalteam sowie die Kollegen von Glasurit für dich?
Das Umfeld im Nationalteam ist etwas ganz Besonderes. Plötzlich ist man von rund 50 Menschen umgeben, die alle das gleiche Ziel verfolgen, ehrgeizig sind und bereit sind, viel für ihren Erfolg zu investieren. Dieser Austausch motiviert enorm. Man lernt voneinander, spricht über unterschiedliche Trainingsansätze und unterstützt sich gegenseitig. Besonders wertvoll ist dabei der Austausch auf Augenhöhe, das gegenseitige Pushen sowie das Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein. Auch die Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben, haben mich stark geprägt. Daniel und Pascal standen mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Ihre Geduld, ihre Erfahrung und ihr grosses persönliches Engagement waren für mich alles andere als selbstverständlich. Aus den vielen gemeinsamen Trainings, Reisen und Gesprächen sind inzwischen Freundschaften entstanden, die ich sehr schätze.
Was hast du in dieser Zeit über dich selbst und deinen Beruf gelernt?
Die Vorbereitung hat mir gezeigt, wie viel man erreichen kann, wenn man bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen. In den vergangenen Monaten bin ich immer wieder an meine mentalen und körperlichen Grenzen gekommen und habe dabei gelernt, über mich hinauszuwachsen. Gleichzeitig hat sich auch meine Begeisterung für den Beruf weiter verstärkt. Mich fasziniert nach wie vor das Handwerkliche: etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen und das Ergebnis direkt zu sehen. Im WorldSkills-Umfeld kommt zusätzlich der Anspruch hinzu, nach Perfektion zu streben. Genau diese Kombination aus handwerklicher Leidenschaft, persönlicher Weiterentwicklung und dem ständigen Streben nach Verbesserung motiviert mich jeden Tag aufs Neue.
In wenigen Tagen geht es nach Shanghai. Worauf freust du dich am meisten?
Natürlich steht der Wettkampf im Mittelpunkt. Gleichzeitig möchte ich aber die gesamte Erfahrung bewusst geniessen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team nach Shanghai zu reisen, eine neue Kultur kennenzulernen und diese besondere Atmosphäre vor Ort zu erleben. Shanghai wird für mich eine neue Erfahrung sein, denn ich war noch nie dort. Umso schöner ist es, dass mich dabei auch Menschen begleiten, die auf meinem bisherigen Weg eine wichtige Rolle gespielt haben. Neben meinem Vater und dem Team wird auch mein ehemaliger Lehrmeister und aktueller Werkstattleiter bei Huggel Carrosserie, Vittorio Gualtieri, mit dabei sein. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit, auf die Begegnungen vor Ort und darauf, jeden einzelnen Moment bewusst wahrzunehmen. Denn eine solche Gelegenheit bekommt man nicht oft im Leben.
Als Partner und Unterstützer freut sich Glasurit Schweiz, Davide auf diesem aussergewöhnlichen Weg begleiten zu dürfen. Im Vorfeld der 48. WorldSkills-Meisterschaft in Shanghai, China, die vom 22. bis 27. September 2026 stattfindet, trainieren Teilnehmende aus mehr als 20 Ländern mit der Glasurit 100 Line, dem hochmodernen wasserbasierten Lacksystem von Glasurit. Unterstützt durch digitale Lerntools und praxisorientierte Programme unter Anleitung von Experten sammeln sie wertvolle Erfahrungen mit effizienten und nachhaltigen Reparaturprozessen. Industriepartner wie SATA und 3M ergänzen das Vorbereitungsprogramm mit zusätzlichen Technologien und Einblicken aus der Branche.
Glasurit Schweiz drückt Davide für die WorldSkills in Shanghai die Daumen und wünscht ihm viel Erfolg, unvergessliche Erfahrungen und vor allem die Möglichkeit, diese einzigartige Reise in vollen Zügen zu geniessen.
https://www.glasurit.com/de-ch



