15. April 2021

Swiss-Moto zieht von Zürich nach Bern und heisst neu Moto-Festival

«Moto-Festival» statt Swiss-Moto, Bern statt Zürich – Jetzt ist es offiziell: Die jährliche, nationale Motorrad-Messe wird ab 2022 nicht mehr in Zürich sondern in Bern stattfinden. Und sie wird nicht mehr «Swiss-Moto» heissen.

Swiss-Moto zieht von Zürich nach Bern und heisst neu Moto-Festival

Der Verband der Schweizer Motorrad- und Rollerimporteure «motosuisse» wird ab 2022 vom Messestandort Zürich nach Bern und damit vom Veranstaltungsdienstleister Messe CH zu BernExpo umschwenken. Entscheidungsträger von motosuisse und der BernExpo Groupe haben die entsprechenden Verträge am 7. April unterzeichnet.

Wenn es in der Schweiz künftig also eine nationale Motorradmesse geben wird, dann nicht mehr in Zürich, sondern in Bern. Und sie wird auch nicht «Swiss-Moto» heissen, weil die Namensrechte dieser «Marke» im Besitz der Messe CH Group sind.

Aktuell hört man für Bern hier und dort den Arbeitstitel «Moto-Festival». Wobei «Festival» keine leere Worthülse sein dürfte: Geplant ist neben dem klassischen Ausstellungsbereich für Töff, Roller, Bekleidung und Zubehör eine neuartige Festival-Komponente mit breitem Rahmenprogramm inklusive Spektakel und fahrdynamischen Präsentationen. Im Visier des Veranstalter-Konsortiums stehen mit dieser Strategie freilich auch jüngere Zielgruppen. Auch der Elektromobilität soll mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Das für die neue «Leitveranstaltung der Töffbranche» vorgesehene Messegelände direkt an der Grossen Allmend dürfte insofern ideal passen, als es über eine gute Verkehrsanbindung, eine grosszügige Parkplatzsituation und ein weitläufiges Freigelände verfügt. Zudem liegt Bern zentral, was speziell den Besuchern aus der Romandie entgegenkommen wird.

Auch die Berner Messe soll im Jahresrhythmus ausgetragen werden. Wobei für 2022 das Zeitfenster Februar/März kommuniziert wurde. Man darf davon aus, dass die Verantwortlichen die Daten des Auto-Salons Genf abwarten, ehe sie ein konkretes Terminfenster für Bern kommunizieren.

Ein unterzeichnetes Vertragswerk ist aber noch lange kein Garant für eine auch wirklich stattfindende Messe im Jahr 2022. Tatsächlich haben der Importeursverband und BernExpo enorm viel Arbeit vor sich. Denn mit «Copy-Paste» ist nichts. Messekonzept, Stand-Philosophie, Rahmenprogramm mit Festivalcharakter, Kommunikation… praktisch alles muss neu kreiert werden. Und auch die Aussteller – Stichwort Logistik, Standbau, Übernachtungen usw. – werden (auch monetär) gefordert sein. Die grösste Hürde ist jetzt aber die Überzeugungsarbeit des Importeursverbands gegenüber seinen Mitgliedern. Denn nur wenn das Gros der Aussteller für Bern mobilisiert werden kann, wird die Messe auch tatsächlich (rentabel) zustande kommen.

Positiv sind aus der Sicht der Veranstalter aktuell zwei Punkte: Erstens gehen die Veranstalter davon aus, dass die Standflächenmieten in Bern günstiger sind als in Zürich. Ein essenzielles Argument für die Geschäftsführer der Importeure, um bei den Herstellern bzw. den Europa-Zentralen das erforderliche Budget gesprochen zu bekommen. Und zweitens dürfte der Wechsel nach Bern in Kombination mit der Bewältigung der Pandemie, die bis dann hoffentlich eingetreten ist, eine Art Aufbruchstimmung mit sich bringen, welche die Aussteller dazu bewegen könnte, in puncto Messe wieder am gleichen Strick zu ziehen.

Egal, ob Bern oder Zürich: Die Schweiz braucht eine nationale Töffmesse. Die Veranstalter hoffen, dass sie zustande kommt, und werden ihren Teil dazu beitragen. (pd/ir)

 

 www.motosuisse.ch

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