13. April 2021

Nutzfahrzeugmarkt spürt Coronakrise kaum

Der Nutzfahrzeugmarkt der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein ist im ersten Quartal 2021 um 13,1 Prozent gewachsen. Nach 9462 Neuimmatrikulationen im Vorjahreszeitraum, stehen per Ende März 10'702 zu Buche – und damit sogar 228 mehr als in den ersten drei Monaten des Vor-Krisen-Jahres 2019.

Nutzfahrzeugmarkt spürt Coronakrise kaum

Quelle: Nissan

Das wirtschaftliche Umfeld für eine steigende Nachfrage nach Transportfahrzeugen ist definitiv gegeben. Die neuesten Konjunkturprognosen der Expertengruppe des Bundes und der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) sehen für 2021 ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes zwischen 3,2 und 4,7 Prozent vorher. Nachdem es den Schweizer Nutzfahrzeugmarkt mit einem Minus von 13,5 Prozent im Corona-Jahr 2020 deutlich stärker getroffen hat als die Gesamtwirtschaft, könnte jetzt auch die Erholung nach der Krise kräftiger ausfallen. Denn bei den Investitionen der Unternehmen in neue Fahrzeuge ist ein Nachholeffekt absehbar.

Dementsprechend sind im ersten Quartal 7772 neue leichte Nutzfahrzeuge auf die Strasse gekommen, nach 6944 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs von 11,9 Prozent entfällt dabei besonders auf die schwereren Fahrzeuggruppen zwischen 2,6 und 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Auf das Vor-Krisen-Niveau aus dem ersten Quartal 2019 von 8088 neuen Lieferwagen und Co. fehlen lediglich 3,9 Prozent.

Bei den Gewichtsklassen darüber, den schweren Sachentransportfahrzeugen, konnte das Vorjahresniveau von 976 Inverkehrsetzungen nicht ganz erreicht werden. Der Rückgang um 7,7 Prozent auf 901 neue Lastwagen und Sattelschlepper ist im volatilen Truck-Markt jedoch überschaubar und könnte sich im zweiten Quartal bereits in ein Plus verwandeln. Die ersten drei Monate 2019 liefen mit 1093 Neuzulassungen exzeptionell gut, der Rückstand auf dieses Vor-Corona-Quartal ist mit 17,6 Prozent entsprechend hoch. Eine vierstellige Zahl an neuen schweren Nutzfahrzeugen in einem Quartal scheint aber im weiteren Jahresverlauf bereits wieder in Reichweite zu sein.

Unterdessen geht die Rekordjagd bei den Wohnmobilen und damit auch bei den Personentransportfahrzeugen ungebremst weiter. Zwischen Januar und März waren in dieser Kategorie 2'029 Neuimmatrikulationen zu verzeichnen, ein Wachstum von 31,9 Prozent im Vergleich zu den 1542 Registrierungen im ersten Quartal 2020. Darunter waren allein 1839 Wohnmobile, ein Drittel mehr als die 1376 Inverkehrsetzungen vor Jahresfrist.

«Der Camper-Boom bleibt uns weiterhin erhalten, trotz der anlaufenden Impfkampagne gegen Covid-19», fasst auto-schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik die Marktlage zusammen. «Wir sind gespannt, ob sich daraus ein langfristiger Trend zu mehr Camping-Ferien entwickeln kann.»

Zusammen mit den 56'497 Personenwagen sind im ersten Quartal 2021 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 67'199 neue Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden. Im Vergleich zur Vorjahreszahl von 64'914 stellt dies ein Plus von 2285 Neuimmatrikulationen oder 3,5 Prozent dar. (pd/mb)

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