10. Februar 2021

Garagen-Blues: Autos werden immer breiter

Beim Bau von Garagen und Tiefgaragen gelten seit Jahrzehnten entsprechende Normen. Doch die Autos sind über die Jahre immer breiter geworden. Das führt beim Parken zu grossen Problemen.

Garagen-Blues: Autos werden immer breiter

Der VW Golf ist über die Jahre in die Breite gegangen. (Foto: ADAC)

Viele Stellplätze und Garagen wurden zu Zeiten geplant, als Autos noch wesentlich schmaler waren. Mit einem neuen Personenfahrzeug kann das zum Problem werden. Wie der ADAC bei der Auswertung seiner Autodatenbank festgestellt hat, finden sich aktuell nur noch wenige Neuwagen auf dem Markt, die in der Breite unter 1,90 Meter messen. Selbst auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Auswahl schmaler Typen überschaubar geworden.

Wie sehr die Autos in die Breite gewachsen sind, zeigt sich am Beispiel des VW Golf. In den 70er-Jahren blieb dieser mit dem einen serienmässigen Aussenspiegel noch unter 1,80 Meter, während es der neue Golf VIII auf 2,07 Meter bringt – allerdings mit zwei Spiegeln. Angesichts einer um rund 15 Prozent gewachsenen Breite fordert der Verkehrsclub die Hersteller dazu auf, beim Grössenzuwachs eine Umkehr einzuleiten. Selbst als Zweitfahrzeug gedachte Kleinwagen sind heute so gross, dass sie erstwagentauglich sind.

Traditionelle Senkrechtparkfelder für Personenwagen in der Schweiz sind in der Regel 5 Meter lang und 2,35 Meter breit. Mit einem VW Golf VIII wird es darauf als ziemlich eng. Dann man darf nicht vergessen: Auf dem Parkfeld sollte man ja auch noch die Türen öffnen können.

Beim wem es aufgrund einer engen Garage auf jeden Zentimeter ankommt, sollte beim Kauf jedenfalls genau auf die Fahrzeugbreite achten und, sofern sich Alternativen anbieten, zum Auto greifen, welches die geringere Breite aufweist. Nicht immer lässt sich diese inklusive der Spiegel aus den technischen Daten entnehmen. Fehlt der Wert, sollte man am besten selber nachmessen.

Autobreiten unter 1,90 Meter haben mittlerweile Seltenheitswert. Vornehmlich Elektroautos wie der Fiat 500 3+1, der Smart Fortwo, der e.Go Life, der Renault Twizy oder der voraussichtlich ab Herbst verfügbare Dacia Spring bleiben noch darunter. Auch die Suzuki-Modelle Swift und Jimny halten sich knapp unterhalb dieser Grenze. Zu den rückblickend schmalsten ab 2010 oder später angebotenen Neuwagen gehören Daihatsu Copen (1,64 Meter) und Chevrolet Spark (1,72 Meter). Beide findet man nur aber wenn dann nur noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt in einem zudem fortgeschrittenen Alter. (pd/ir)

www.adac.de

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