14. Oktober 2020

Konjunkturentwicklung bei den Garagenzulieferern: Optimismus ist angesagt

Die Corona-Krise führte zu einem starken Einbruch in der Schweizer Wirtschaft unter welchem auch die Garagenzulieferbranche leidet. Doch die Wirtschaft erholt sich nach Ende des Lockdowns zügiger als prognostiziert.

Konjunkturentwicklung bei den Garagenzulieferern: Optimismus ist angesagt

Medienmitteilungen zufolge begann die Krise im März, erreichte den Tiefpunkt in der ersten Aprilhälfte und die Erholung setzte ab Mai ein. Diese konjunkturelle Entwicklung deckt sich auch mit den Ergebnissen aus den SAA Konjunkturbarometern.

 

Gemäss SAA-Konjunkturbarometer hat sich die aktuelle Situation gegenüber dem Vorquartal deutlich verbessert. Für das kommende Quartal wird zwar aufgrund der dämpfenden Effekte der Corona-Krise nach wie vor ein schwacher Konjunkturverlauf prognostiziert, allerdings auf höherem Niveau als heute.

 

 

Beurteilung der heutigen Situation der befragten Unternehmen

Die Lockerung der Eindämmungsmassnahmen seit Mitte Mai und die beschlossenen Unterstützungsprogramme führen bereits aktuell zu einem kräftigen Aufholprozess. Rund ein Drittel (Vorquartal 11%) aller befragten Firmen gaben an, dass das aktuelle Beschäftigungsniveau gut sei. Die Erholung ist im Gange, zwar noch verlangsamt, jedoch dürfte sie auch in den kommenden Quartalen voranschreiten.

 

 

In Bezug auf den Umsatz zeigt sich ein deutlicher Anstieg von «befriedigend/schlecht» auf «gut». Neu beurteilen knapp 20 Prozent mehr Unternehmen Ihren Gesamtumsatz als gut. Rund 65 Prozent (Vorquartal 75%) aller gemeldeten Firmen empfinden Ihren Umsatz zurzeit als befriedigend. Auch eine gute Entwicklung zeichnet sich in der Ertragslage der Unternehmen ab. 27 Prozent der Meldenden bewerten ihr Ertragsniveau als «gut», was ein Plus von 20 Prozent ist.

 

 

Prognose für das 4. Quartal 2020

Im Zuge der wieder anziehenden Nachfrage gehen 22 Prozent der Befragten von einem Anstieg der Beschäftigungslage (Vorquartal 7%) für das 4. Quartal aus. Knapp zwei Drittel prognostizieren ein gleichbleibendes Niveau, was im Vergleich zum Vorquartal ein Plus von 10 Prozent ist. Die Mehrheit der Meldenden (73%/Vorquartal 50%) erwarten eine gleichbleibende bis bessere Ertragslage, während 27 Prozent (Vorquartal 50%) von einer schlechteren ausgehen. Rund 54 Prozent (Vorquartal 41%) aller teilnehmenden Unternehmen rechnen mit einem gleichbleibenden Umsatz und 22 Prozent (Vorquartal 9%) erwarten einen Anstieg ihres Gesamtumsatzes.

 

 

Zwar erwarten 8 Prozent (Vorquartal 18%) der Unternehmen im Saldo immer noch einen Rückgang des Personalbestands, jedoch deutlich weniger ausgeprägt als noch während bzw. kurz nach dem Lockdown. Die Mehrheit (81%/Vorquartal 77%) geht auch für das nächste Quartal von einem gleichbleibenden Mitarbeiterbestand aus. Grund hierfür dürfte sein, dass die Unternehmen in der konjunkturellen Erholungsphase des zweiten Halbjahres 2020 zunächst die Arbeitspensen ihrer derzeit weniger ausgelasteten Beschäftigten erhöhen und dementsprechend zurückhaltend bei Neueinstellungen sind.

 

 

86 Prozent (Vorquartal 52%) der gemeldeten Firmen haben für das nächste Quartal keine Kurzarbeit geplant. Verglichen zum Vorquartal reduziert sich der Umfang der Kurzarbeit insgesamt um 30 Prozent. Praktisch identisch wie im Vorquartal ist die Erwartung in Bezug auf die Kostenentwicklung des Materialbereichs. 78 Prozent (Vorquartal 75%) der befragten Firmen rechnen auch im 4. Quartal mit gleichbleibenden Kosten.

 

 

Im Bereich Kostentrend Personal zeichnet sich ab, dass der Grossteil der Meldenden (89%/Vorquartal 80%) von einem gleichbleibenden Kostenniveau ausgehen. Somit hat sich die Prognose seit der letzten Erhebung um 10 Prozent von sinkend auf gleichbleibend verschoben. Vor allem die Abmeldung von der Kurzarbeit lässt die Lohnkosten im eigenen Betrieb wieder ansteigen. (pd/mb)

 

 

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