21. Februar 2020

W Series: Die Formel-Meisterschaft der Frauen darf 2020 bei der Formel 1 mitfahren

Zwölf bekannte und sechs neue Namen zählen zum Feld der 18 Fahrerinnen, die 2020 in der zweiten Saison der Frauen-Rennserie W-Series an den Start gehen werden. Neu dürfen die Fahrerinnen heuer auch Superlizenzpunkte sammeln und im Vorfeld der Formel 1 an den Start gehen.

W Series: Die Formel-Meisterschaft der Frauen darf 2020 bei der Formel 1 mitfahren

Nach einem dreitägigen Auswahltest im spanischen Almeria haben die Organisatoren der Frauen-Rennserie W-Series ein Feld von 18 Pilotinnen bekannt gegeben, die einen festen Startplatz für die Saison 2020 bekommen. Neben den Top 12 der Gesamtwertung der Saison 2019, die sich automatisch für die nächste Saison qualifiziert hatten, kommen sechs neue Damen ins Starterfeld. Zwei weitere Teilnehmerinnen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

 

Bei den sechs Fahrerinnen, die sich bei der Sichtung in Almeria durchsetzen konnten, handelte es sich um: Die 25-jährige Norweger Ayla Agren, die 27-jährige Britin Abbie Eaton, die 20-jährige Spaniern Belen Garcia, die 21-jährige Brasilianerin Bruna Tomaselli, die 17-jährige Spanierin Nerea Marti und die 16-jährige Russin Irina Sidorkowa, die damit zur jüngsten Teilnehmerin der W-Series wird.

 

Aus dem Kreise der Neuzugänge dürfte Abbie Eaton zumindest Zuschauern der Sendung «The Grand Tour» bekannt sein. Mit der unter anderem aus der DTM bekannten Katherine Legge schaffte eine sehr erfahrene Pilotin den Sprung ins Starterfeld nicht. Mit dabei ist auch die 22-jährige Liechtensteinerin Fabienne Wohlwend, die letztes Jahr die W Series auf dem sechsten Rang beendete.

 

«Ich war generell beeindruckt von den 14 Fahrerinnen, die wir vergangenen Monat in Almeria getestet und bewertet haben, und unsere Auswahl war entsprechend schwierig», sagt Dave Ryan, der Renndirektor der W-Series. «Aber wir haben alle Daten nach bestem Wissen und Gewissen verarbeitet, und ich bin daher zuversichtlich, dass die 18 Fahrerinnen, die wir bisher ausgewählt haben, eine ausgezeichnete Besetzung darstellen.»

 

Im Gegensatz zu den meisten anderen Rennserien kann man sich in der W-Series nicht einschreiben, sondern muss von den Organisatoren als Starterin zugelassen werden. Die Serie fährt mit einheitlichen Formel-3-Fahrzeugen, welche vor jedem Rennwochenende nach dem Zufallsprinzip an die Fahrerinnen verteilt werden.

 

Ab dieser Saison können die Fahrerinnen der W-Series zudem Punkte für die Superlizenz sammeln. Um diesen Status zu behalten, muss die Serie dafür sorgen, dass die Meisterin ihren Titel im Folgejahr nicht verteidigen darf. Deshalb wird die Gesamtsiegerin der Saison 2020 im Jahr 2021 nicht mehr in der Formelserie exklusiv für Frauen starten.

 

 

Dave Ryan erklärt: «Ab der Saison 2020 können in der W-Series Punkte für die Superlizenz gesammelt werden. Ein Kriterium ist, dass die Gesamtsiegerin im Jahr darauf nicht mehr in der Serie antreten darf. Diese Restriktion werden wird ab sofort einhalten. Da im Jahr 2019 keine Lizenzpunkte vergeben wurden, darf die aktuelle Meisterin Jamie Chadwick noch einmal in der W-Series starten.»

 

Neu ist auch, dass die zwei abschliessenden Rennen der W Series im Herbst im Rahmen der Formel 1 durchgeführt werden. Zum einen auf dem Circuit of the Americas in Austin und im Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexico City. Die ersten sechs Läufe der W Series für Frauen gehen im Rahmenprogramm der DTM in St. Petersburg (RUS), Anderstorp (S), Monza, Norisring, Brands Hatch und Assen über die Bühne.

 

Schon vor der Entscheidung seitens des Automobil-Verbandes (FIA) wurde eine solche Regel innerhalb der Serienorganisation diskutiert. Das Preisgeld in Höhe von rund 450’000 Euro ist aber kein Garant für ein Cockpit in einer höheren Formelserie, weshalb die W-Series auf die Einschränkung in der ersten Saison verzichtet hat. Jetzt ist sie gezwungen, die Regel durchzusetzen. (pd/ir)

 

www.wseries.com

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