23. März 2018

Ab sofort erhältlich: Die neuen, sparsamen Turboaggregate von Renault

Nach der Weltpremiere am Automobilsalon Genf 2018 bringt Renault die Benziner-Motorengeneration 1.3 TCe auf den Markt. Die Einführung in der Schweiz erfolgt ab sofort in den Modellen Scénic und Grand Scénic.

Ab sofort erhältlich:  Die neuen, sparsamen Turboaggregate von Renault

Sie zeichnen bei Renault für die Entwicklung des neuen, sparsamen Turboaggregats 1.3 TCe verantwortlich (v.l.): Pierre Trochet, Product Validation Leader, Xavier Durand, Projekt Manager, Sébastien Larnaud, Tuning Leader.

Die neuen Motoren bieten eine höhere Leistung, mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen, rund 8 Prozent weniger CO2-Emissionen und einen äusserst moderaten Verbrauch. Die höhere Effizienz wirkt sich in einem elastischen, agilen Laufverhalten aus. Die Einführung der neuen Motorengeneration erfolgt vorab im Renault Scénic und Grand Scénic, jeweils mit 140 und 160 PS.

 

Erstmals mit Automatik

In Verbindung mit dem neuen 1.3 TCe steht für den Scénic und Grand Scénic neu die Kombination von Benzinmotor und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung. «Ich bin sehr froh, dass wir den 1,3-Liter nun mit Automatik anbieten können», erklärt Projektmanager Xavier Durand, «denn dies entspricht einer deutlichen und stetig zunehmenden Nachfrage.»

 

Fruchtbare Kooperation mit Daimler

Die Entwicklung des komplett neuen, hochmodernen Turbo-Benzinmotors 1.3 TCe hat vier Jahre gedauert. Bis der Motor seinen finalen Entwicklungsstand erreichte, durchlief er Tests während mehr als 40’000 Stunden (das sind mehr als viereinhalb Jahre) und wurde allein im Scénic unter härtesten Bedingungen (u.a. extreme Temperaturen) geprüft.

 

Die jüngste Motorengeneration vereint auf höchstem Niveau das Knowhow und das Entwicklungspotenzial von Renault (Renault-Nissan-Allianz) mit Daimler. Das Resultat der Wissens- und Erfahrungsverschmelzung zwischen Frankreich und Deutschland stellt eine neue Entwicklungsstufe des Turbo-Benzinmotors mit zahlreichen technischen Details und Raffinessen dar, die sich in einem höheren Wirkungsgrad und einer dementsprechend besseren Effizienz auswirken. «Wir sind sehr stolz auf den Motor!» sagt Xavier Durand: «Einerseits, weil er eine grössere Leistungsspanne bietet als sein Vorgänger, vor allem aber wegen seiner besseren Effizienz.»

 

Der Grund für die Kooperation

Immer strengere Emissionsvorgaben der Gesetzgeber zwingen die Automobilhersteller zu immer kürzeren Intervallen zwischen der Entwicklung neuer Motorengenerationen. Dauerte bis vor kurzem die Lebensspanne einer Motorengeneration inklusive Überarbeitungen 15 oder mehr Jahre, ist es heute noch etwa die Hälfte. Dies bedeutet de facto eine Verdoppelung der Entwicklungskosten, was für einen einzelnen Automobilhersteller kaum mehr finanzierbar ist. Deshalb haben sich Renault und Daimler entschieden, die neue Motorengeneration gemeinsam zu entwickeln. Damit schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klatsche: Sie profitieren vom Knowhow des Partners und können sich die Entwicklungskosten teilen.

 

Auch für Afrika und Asien

Die neuen Motoren sollen nach Angaben des Renault-Managements nicht nur in Europa ein Renner werden, sondern auch die Märkte in Asien und vor allem in Nordafrika erobern. Aufgrund der dort vorherrschenden schlechteren Treibstoffqualität werden die 1.3 TCe in Afrika allerdings in einer leicht modifizierten Form angeboten werden, beispielsweise mit weniger empfindlichen Katalysatoren.  

Theo Uhlir

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