05. Oktober 2017

Repanet Suisse Jahreskonferenz: Konzentration auf Kooperationen

Mitte September fand in Neuenburg im Hotel Beaulac die diesjährige Jahreskonferenz des Werkstattnetzwerks Repanet Suisse statt. Die Teilnehmer erlebten anderthalb Tage vollgepackt mit aktuellen Informationen zur Autoreparaturbranche.

Repanet Suisse Jahreskonferenz: Konzentration auf Kooperationen

Seitdem die André Koch AG 2014 das Werkstattnetzwerk ins Leben gerufen hat, veranstaltet sie alle zwei Jahre eine Konferenz für die mittlerweile über 100 Schweizer Repanet Suisse Partnerbetriebe. So auch in diesem Jahr. Dazu trafen sich die Partner unter dem Motto «Together 2 Success» am 15. und 16. September in Neuenburg. Tony Tulliani, der Verkaufsleiter und Verantwortliche Repanet Suisse bei der André Koch AG, konnte rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüs¬sen, darunter auch Vertreter von Unternehmen aus dem Automotive-Bereich, der Flotten-, Leasing- und Versicherungswirtschaft und der Fachpresse.

 

Wie ein roter Faden zog sich der Begriff «Zusammenarbeit» durch die Fachvorträge. Repanet Suisse hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Kooperationen vereinbart: Zum einen mit Unternehmen, die den Partnerbetrieben spezielle Dienstleistungen aus dem Automotive-Bereich zur Verfügung stellen. Zum anderen mit Partnern im Schadengeschäft. Die Helvetia Versicherung etwa greift beim Aufbau ihres eigenen Reparaturnetzwerks überwiegend auf die zertifizierten Repanet Suisse Partnerbetriebe zurück.

 

Daher war der Vortrag von Reto Neff, dem Leiter Fahrzeugexperten bei Helvetia, für die meisten Teilnehmer von besonderem Interesse. Neff stellte sein Unternehmen vor, erklärte die Neuerungen für die Garagen und die Ziele der Zusammenarbeit: «Wir wollen den gemeinsamen Kunden im Schadenfall unkompliziert und vertrauensvoll betreuen und mit der Zusammenarbeit eine überdurchschnittliche, problemlose und servicegestützte Reparatur des Fahrzeuges gewährleisten.» Danach erläuterte Andreas Leisi von SalesLab, einem Spezialisten für aktuelle Marktinformationen, wie die Repanet Suisse Partner die SalesLab-Daten zur erfolgreichen Neukundengewinnung einsetzen können, vor allem im Grosskunden-Segment. «Es gibt viel Potenzial und sogar die Notwendig¬keit, im B2B-Markt systematisch Marktanteile zu erobern», erklärte er. «Da sind Sie als Anbieter gefordert!»

 

Karsten Stöcker von Axalta stellte anschliessend Repscore.ch vor, die webbasierende und passwortgeschützte Management-Plattform. Sie enthält alle relevanten Informationen zu den Betrieben: Bilder vom Unternehmen, Firmendaten und Ansprechpartner, Öffnungszeiten und Dienstleistungen, Stundensätze, zertifizierte Service- und Reparaturstandards etc. Die Daten werden durch die Lackierbetriebe laufend auf dem neusten Stand gehalten. Fuhrparkleiter, Versicherungen und Flottenmanager nutzen den Zugang zur Plattform, um möglichst rasch eine passende Reparaturwerkstätte zu finden. «Wir versprechen uns davon eine deutliche Vereinfachung und Beschleunigung vieler Auswahl- und Abstimmungsprozesse», sagte Stöcker. «Das bringt sowohl den Auftraggebern als auch den Betrieben Vorteile.»

 

Zum Abschluss des ersten Tages lud Repanet Suisse alle Teilnehmer unter dem Motto «City Games» zu einer Stadtführung der besonderen Art durch Neuenburg ein. Daraus entstanden lustige Videos und Fotos, welche unter www.repanetsuisse.ch ersichtlich sind. Weitere Höhepunkte waren ein Apéro und das Abendprogramm im historischen «Hôtel DuPeyrou».

 

Der zweite Tag der Jahresversammlung begann mit einem Vortrag des Businesstrainers Eric Unterholzer aus Wien, der unter dem Titel über das «Sahnehäubchen-Prinzip» verschiedene Motivationstechniken erläuterte. Die Teilnehmer bekamen Aufgaben, die sie lösen mussten. Eric Unterholzer, der auch Spitzensportler coacht, zeigte auf eindrückliche Art und Weise, wo Parallelen zwischen Sport und Führung zu finden sind. Die Teilnehmer waren begeistert und konnten wertvolle Tipps für die persönliche und geschäftliche Zukunft mitnehmen. Danach kamen die Rennsportfans auf ihre Kosten: Alex Fach von Fach Auto Tech aus Schwyz gab Einblicke hinter die Kulissen des Autorennsports. Der Anlass: Auf den Motorhauben der drei Porsches, mit denen sein Rennteam beim «Porsche Mobil 1 Supercup» mitfährt, prangen seit Mitte des Jahres der Schriftzug André Koch AG und das Logo von Standox. Mit dem neuen Sponsor gelang prompt ein spektakulärer Erfolg: Beim Grossen Preis von Österreich und in Monza fuhr der Australier Matt Campbell mit einem rund 450 PS starken Fach-Porsche auf Platz 1.

 

Zum Abschluss gab Enzo Santarsiero, CEO der André Koch, einen Überblick über die derzeitige Situation und einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Die André Koch AG, so betonte er, bleibe weiterhin ein unabhängiges Unternehmen und vertreibe verschiedene Lackmarken. Doch die Zusammenarbeit mit Standox und die Aktivitäten im Rahmen des Werkstattnetzwerks seien zentrale Elemente der Firmenstrategie. Man habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt: «Wir wollen, dass unsere Repanet Suisse Partner eine Steigerung der Auslastung und Erhöhung ihrer Rentabilität erreichen.» Um die Auslastung zu steigern, werde man die Kontakte zu Versicherungen, Fuhrparks, Leasingfirmen, Werkstattketten und zur Automobilindustrie weiter intensivieren. Dass diese Strategie erfolgreich sei, zeige sich in der Zusammenarbeit mit der Helvetia, aber ebenso in den Kooperationen mit SalesLab oder Xpertcenter. «Zur Erhöhung der Rentabilität setzen wir zudem auf Fortbildungsangebote im Rahmen unseres Partnerprogramms und die Zusammenarbeit mit Spezialanbietern – angefangen bei Spezialisten für die Reparatur von Hagelschäden bis zu Anbietern, die unsere Partner beim Prozess der Digitalisierung unterstützen.»

 

Ein weiteres, immer wichtigeres Thema für die Carrosseriebetriebe wird das MicroRepair, die Reparatur von Bagatellschäden. «Daran führt in Zukunft kein Weg mehr vorbei», so Enzo Santarsiero. Er rät allen Betrieben, sich aktiv mit MicroRepair auseinanderzusetzen. Zu diesem Thema bietet die André Koch AG 2018 Weiterbildungskurse an. (pd/ir)

 

www.andrekoch.ch

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