03. August 2017

Schrader Performance Sensors: Laser trifft RDKS

Schrader Performance Sensors setzt neu für Reifendruckkontrollsysteme auf «Laserdurchstrahlschweissen» von LPKF und ist damit perfekt gerüstet für die Zukunft und China.

Schrader Performance Sensors: Laser trifft RDKS

LPKF InlineWeld 6600, das Lasersystem zum Kunststoffschweissen in der Serienproduktion.

Mit bisher mehr als 300 Millionen produzierten RDKS-Sensoren ist Schrader bei den direkten Systemen unangefochtener Marktführer – und das weltweit. Für 2017 rechnet die Branche mit Zuwachsraten von 17 Prozent, denn Reifendruckkontrollsensoren gewinnen in immer mehr Ländern an Bedeutung. Insgesamt erwartet man einen Gesamtbedarf von 55 Millionen Fahrzeugsätzen. The Next Big Thing dürfte auch hier China werden. Gleichzeitig wird der Anteil der indirekten Systeme ohne eigene Sensorik am Gesamtmarkt kleiner. Durch innovative Herstellungs-Verfahren, die Qualität und Quantität auf ideale Weise verbinden, wird Schrader den weltweiten Hunger nach entsprechenden Sensoren auch in Zukunft stillen können, so ist man sich beim Marktführer sicher. Modernste Produktionsmethoden wie das Laserdurchstrahlschweissen für die Kunststoffkomponenten der RDKS-Sensoren tragen hierzu ihren Teil bei. Mit der weltweit agierenden deutschen Firma LPKF Laser & Electronics AG mit Sitz in Garbsen konnte hier bei den Produktionsmaschinen der ideale Partner gefunden werden. Ein speziell mit dem Thema Schweisstechnik befasstes Tochterunternehmen des Konzerns, die LPKF WeldingQuipment GmbH, hat seinen Sitz in Fürth.

 

In der Mikromaterialbearbeitung mit dem Laser gehört das Unternehmen technologisch zur Weltspitze und ist gleichzeitig auch Marktführer in der Herstellung von Laserschweissanlagen. Bei der Sensata-Tochter Schrader werden hauptsächlich die Polyamide PA6 oder PA6.6 im Laserschweissverfahren miteinander verbunden, etwa bei den OE-Sensoren Faraday, Gen Gamma oder der Produktlinie HSSI. Maschinenseitig kommt dabei das von LPKF entwickelte Laserschweisssystem InlineWeld 6600 zum Einsatz. Dessen Hochleistungsdiodenlaser arbeitet mit einer Wellenlänge von 980 Nm und einer Leistungsabgabe zwischen 50 und 300 Watt. Dabei können höchste Festigkeiten und Dichtigkeiten erreicht werden, was in einem luftführenden Bauteil besonders wichtig ist. Entsprechend erfüllen die Verbindungen die Norm IP67, die man auch bei besonders staub- und wasserdichten Highend-Smartphones findet. Weitere Vorteile des Verfahrens sind ein Schweissprozess ohne Oberflächenmarkierung und die ausbleibende mechanische Belastung der Fügepartner. Ferner werden empfindliche Bauteile im Umfeld durch die genau fokussierte Wärmeabgabe nicht belastet.

 

Trotz der hohen Fertigungsqualität ist das Verfahren überaus schnell und eignet sich hervorragend für die Massenproduktion. So ermöglicht die InlineWeld 6600 die quasisimultane Bearbeitung von zwei Bauteilen, was kürzeste Zyklen und eine Schweisszeit von nur zwei Sekunden pro Einheit ermöglicht. Insgesamt setzt Schraders Mutterkonzern Sensata 26 integrierte Laserschweissanlagen ein, auf denen bislang rund 40 Millionen Teile hergestellt wurden. «Die hohe Flexibilität und Vielseitigkeit des Laserdurchstrahlverfahrens bietet LPKF vielfältige Wachstumsmöglichkeiten, nicht nur im Automobil-, sondern auch im Medizin- und Konsumgüterbereich. Hierfür sind wir in China – einem der wichtigsten Absatzmärkte für unsere Maschinen – mit unserem breit aufgestellten Setup und lokalen Team bestens gerüstet», so Georg Heissen, LPKF-Vertriebsleiter Asien. (pd/ir)

 

www.schraderinternational.com

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