26. November 2010

Opel setzt auf Wachstum und Offensive

An der Pariser Motor Show standen am Opel-Stand der neue Astra Sports Tourer und die Studie GTC Paris im Mittelpunkt. Nick Reilly, President GM Europe und Vorsitzender der Geschäftsleitung Adam Opel GmbH, betonte in Paris und auch danach in exklusiver Runde in der Schweiz die Wachstumsstrategie: Sieben Prozent Marktanteil lautet das Ziel für Opel Schweiz.

Opel setzt auf Wachstum und Offensive

Nick Reilly, President GM Europe und Vorsitzender der Geschäftsleitung Adam Opel GmbH.

Von Lukas Hasselberg

Wir haben zu Jahresbeginn gesagt, dass wir 11 Milliarden Euro in neue Produkte investieren werden und unser gesamtes Portfolio erneuern. Und wir stehen zu unserem Wort und liefern jetzt Schritt für Schritt den Beweis», sagte Nick Reilly. Ein wichtiges Element im Wachstumsplan sei, so Reilly, das Erschliessen neuer Exportmärkte. «Israel und Chile haben wir bereits angekündigt – und weitere werden folgen». Obwohl der europäische Markt ausser Osteuropa nicht mehr wachse und bei 14,5 Millionen Fahrzeugen stagniere, wolle Opel laut Reilly trotzdem in diesem schwachen Markt bestehen. Das erreiche Opel vor allem durch die Reduktion der Kapazität, um die Kosten zu senken und die Stückzahlen der Nachfrage anzupassen.

«Schweiz spielt für Opel eine Schlüsselrolle»

Bei seinem Besuch in der Schweiz, bei dem Reilly sich auch mit Schweizer Opel-Händlern getroffen hat, betonte der 61-jährige Brite, dass das Ziel sei, den derzeitigen Marktanteil von 5,6 Prozent mittelfristig auf sieben Prozent zu steigern. «Die Schweiz spielt für Opel eine Schlüsselrolle. Der Absatz war immer sehr profitabel. Natürlich ist das auch ein Nischenmarkt, in dem vor allem 4x4-Fahrzeuge gefragt werden, bei denen wir nicht so gut aufgestellt sind», sagte Reilly. Das Treffen mit den Händlern sei sehr positiv gelaufen und sie seien vom Opel-Programm überzeugt. Allerdings bestehen nach wie vor  Probleme mit dem Brand Opel. «Opel steht für deutsche Technologie zu einem guten Preis, bei der das Styling in letzter Zeit immer wichtiger wird», so Reilly. Das Kuriose daran sei, dass Opel sich in Europa sehr gut verkaufe – nur im Heimatmarkt Deutschland nicht. Das wolle Opel nun mit der lebenslangen Garantie bis 160000 km ohne Zeitbeschränkung in Deutschland und Grossbritannien ändern. Reilly: «95 Prozent der Kunden behalten ihr Auto nicht länger, daher nennen wir es lebenslange Garantie. Zwar wurden wir dafür kritisiert, aber niemand konnte uns aufhalten.» Die Garantie in Deutschland und Grossbritannien werde ein Test sein, später werden andere Länder dazu kommen. «Ob so eine lebenslange Garantie auch in der Schweiz angeboten wird, ist noch ungewiss», sagte Reilly.
Nach Einschätzung von Reilly wird anhand der Kundenreaktionen auf aktuelle Autos wie Insignia, Astra oder Meriva deutlich, dass sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg befindet. Für die neue fünftürige Astra Limousine, die Ende des vergangenen Jahres auf den Markt kam, liegen mehr als 200000 Bestellungen vor – das sind bereits jetzt 20000 mehr als ursprünglich für das Gesamtjahr geplant. Und der neue Meriva mit seinem innovativen Türsystem hat schon nach wenigen Monaten die Marktführerschaft im Segment der kleinen Vans übernommen und für 70000 Bestelleingänge gesorgt – auch hier ist das Jahresziel, das zwischen 40000 und 50000 Einheiten lag, bereits übertroffen.
Mit der dynamischen Studie GTC Paris zeigte Opel technische Leckerbissen wie den Zweiliter-Turbomotor mit Benzin-Direkteinspritzung und eine neue Generation des adaptiven FlexRide-Sicherheitsfahrwerks. Zweites Highlight des Opel-Auftritts in Paris war die Premiere des Astra Sports Tourer. Der Kombi bietet ein Ladevolumen von 1550 Litern.
Ein grosses Thema auf dem Automobilsalon in Paris ist einmal mehr die Elektromobilität – hier wird Opel im kommenden Jahr mit der Markteinführung des Ampera Trendsetter sein: dank Reichweitenverlängerung (Range Extender). Über den Verkaufspreis wollte Opel-Chef Nick Reilly noch nichts sagen. «Die Technologie im Ampera werden wir aber auch in zukünftige Modelle einbauen», so Reilly.

www.opel.ch

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