14.02.2025

Porsche will 1900 Stellen streichen

Porsche setzt auf Einsparungen und plant den Abbau von 1900 Arbeitsplätzen an den Standorten Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach. Betroffen sind alle Unternehmensbereiche. Auch die Boni für Mitarbeitende werden gekürzt.

Porsche will 1900 Stellen streichen

Der Porsche Standort Rutesheim, eine Aussenstelle des Entwicklungszentrums Weissach.

Laut Personalvorstand Andreas Haffner soll der Stellenabbau sozialverträglich erfolgen. Bis 2030 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Stattdessen setzt Porsche auf Altersteilzeit, Abfindungen und den Verzicht auf Nachbesetzungen. Bereits 2024 wurden 1500 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert, 2025 sollen weitere 500 folgen. Aktuell hat das Unternehmen noch 23’650 Mitarbeitende.

 

Neben dem Personalabbau deckelt Porsche die Boni: Nach 9690 Euro im Jahr 2023 werden die Prämien für 2024 deutlich reduziert. Auch das Management soll Sparbeiträge leisten. Zudem entliess das Unternehmen kürzlich Finanzvorstand Lutz Meschke und Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Offizielle Gründe wurden nicht genannt, doch es gibt Spekulationen über interne Spannungen und einen schwachen Aktienkurs. Nachfolger stehen noch nicht fest.

 

Trotz des bisherigen Fokus auf Elektromobilität plant Porsche wieder mehr Investitionen in Verbrenner und Plug-in-Hybride. Das Ziel, bis 2030 über 80 Prozent Elektrofahrzeuge zu produzieren, bleibt offiziell bestehen, hängt aber von der Marktentwicklung ab. Zuletzt fuhren 27 Prozent aller von Porsche ausgelieferten Autos vollelektrisch oder als Plug-in-Hybrid.

 

Porsche steht wirtschaftlich unter Druck: 2023 sank der Fahrzeugabsatz um drei Prozent auf 310’700 Einheiten. Besonders in China brach der Absatz um 28 Prozent ein. Die wirtschaftliche Lage und der Strategiewechsel dürften die Porsche-Bilanz weiterhin belasten.

 

SUCHEN