23. Januar 2020 | PAID CONTENT

«Die Garagisten sollten die Zukunft umarmen, statt abzuweisen»

Der Autovisionär Frank M. Rinderknecht, Gründer von Rinspeed, überrascht seit über 40 Jahren mit immer neuen Mobilitätsideen. Der findige Zürcher, der einst selbst als Garagist tätig war, wird Ende Februar einer der Referenten an den Hostettler Autotechnik Days sein.

«Die Garagisten sollten die Zukunft umarmen, statt abzuweisen»

Der Schweizer Autovisionär Frank M. Rinderknecht war einst selbst Garagist.

«Die Garagisten sollten die Zukunft umarmen, statt abzuweisen»«Die Garagisten sollten die Zukunft umarmen, statt abzuweisen»

Ende Februar führt die Hostettler Autotechnik AG erstmals die Autotechnik Days durch, bei denen Garagisten, Lieferanten, Experten und Industrie sich austauschen und ihr Wissen transferieren können. Referate und Podiumsgespräche unter anderem mit dem Schweizer Autovisionär Frank M. Rinderknecht liefern spannende Hintergrundinformationen. In einem Kurzinterview nennt der Autovisionär seine Botschaften für den Event und spricht über sein neustes Konzept – den MetroSnap, der im Januar an der Consumer Electronics Show (CES) Weltpremiere feierte.

 

Herr Rinderknecht, was werden Ihre Botschaften an den Hostettler Autotechnik Days sein?

In der Schweiz tut man sich mit Veränderungen schwer, hält lieber an Bewährtem fest. Ich möchte aufzeigen, dass man die Zukunft umarmen statt abweisen soll: proaktiv, nicht reaktiv handeln! Man sollte als Garagist nicht über E-Autos fluchen, die das jetzige Geschäft in Frage stellen – sie werden ohne Zweifel Fuss fassen –, sondern nach Nischen und neuen Geschäftsfeldern mit E-Autos suchen. Zudem wird natürlich auch die virtuelle Vorpremiere des MetroSnap, der kurz danach an der GIMS seine Schweizer Premiere feiert, ein Thema sein.

 

 

Der MetroSnap ist die dritte Variante eines Fahrzeuges, bei dem Fahrwerk und Aufbauten unterschiedliche Wege gehen. Was sind die wichtigsten Neurungen?

Mit dem Snap 2018 haben wir der modularen Fahrzeug-Idee viel Auftrieb gegeben, wie ähnliche Ideen von Scania, Kia oder Mercedes zeigten. Das Kernproblem liegt jedoch im einfachen, schnellen und kostengünstigen Wechsel der Module. Da waren wir bei Rinspeed anfangs ebenfalls auf dem falschen Weg. Das haben wir beim MetroSnap geändert und uns dabei von den weltweit und unter allen Wetterbedingungen erprobten ULD-Container-Wechselsystemen für Flugzeuggepäck und Frachtgut an den Flughäfen inspirieren lassen.

 

Ihr Konzept hat einen Elektroantrieb. Wieso und wäre auch ein anderer Antrieb, beispielsweise Wasserstoff, denkbar?

Ja. Es ist unbestritten, dass wir in der Mobilität den Abzweiger hin zur Nachhaltigkeit jetzt schaffen müssen. Daher ist es müssig zu diskutierten, wie viel graue Energie in einem Stromer steckt. Auch beim Wasserstoff handelt es sich ja um einen E-Antrieb, nur wird der Strom an Bord produziert. Entscheidend ist bei jedem Antrieb, dass die Energieherstellung nachhaltig erfolgt. Da ist in der Schweiz ein Umdenken gefragt, wir wollen keinen Atomstrom mehr, keine Windräder, keine Stauseen, aber doch Öko-Strom…

 

 

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