28. November 2019

Schweizer Premiere: Ladestrom aus der Strassenlaterne

In der Schweiz wird ein Pilotprojekt umgesetzt, das erstmalig an der vorhandenen Infrastruktur installierte Ladestationen für Elektrofahrzeuge nutzt. Eine Ladestation auf dem P+R Parkplatz der Gemeinde Aigle wird über eine Strassenlaterne mit Strom versorgt.

Schweizer Premiere: Ladestrom aus der Strassenlaterne
Schweizer Premiere: Ladestrom aus der StrassenlaterneSchweizer Premiere: Ladestrom aus der Strassenlaterne

Das von Romande Energie ins Leben gerufene kollaborative Innovationsprogramm bildet die Grundlage des Pilotprojektes. Dank dieser Umsetzung in Aigle möchten das Energieunternehmen aus der französischen Schweiz und sein Partner Green Motion SA die wirtschaftliche und technische Machbarkeit der Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge an vorhandenen Laternenpfählen prüfen. Das ist eine Schweizer Premiere.

 

Die Gemeinde Aigle, die sofort ihr Interesse am Projekt bekundete, als dieses vor einigen Monaten bekannt gegeben wurde, stellte Romande Energie und Green Motion die zur Umsetzung erforderlichen Ressourcen zur Verfügung. Inzwischen ist die Ladestation auf dem P+R-Parkplatz von Aigle in Betrieb. Adresse: Chemin Novassalles 1, 1860 Aigle (PP Nr. 316).

 

 

Durch die Nutzung der bereits vorhandenen Infrastruktur - Strassenlaternen und Stromleitungen - sind bei diesen Ladestationen keine Bauarbeiten erforderlich. Die Anschaffungskosten werden so um die Hälfte reduziert. Allerdings bieten solche Ladestationen eine geringere Leistungsfähigkeit als die üblichen öffentlichen Ladestationen. Der Grund hierfür sind Stromleitungen mit geringerem Querschnitt wie sie für Strassenbeleuchtungsnetze normalerweise benutzt werden und an die auch die Ladestationen angeschlossen sind.

 

 

Die Leistung beträgt 3,7 kW, verglichen mit 11 oder 22 kW bei herkömmlichen öffentlichen Ladestationen in einer Stadt oder einem Vorstadtgebiet und bis zu 160 kW bei den Autobahn­Ladestationen des evpass-Netzwerks. Dieses Netzwerk ist das grösste in der Schweiz mit einer landesweiten Infrastruktur von Ladestationen, die unterwegs an sorgfältig ausgewählten öffentlichen Orten ebenso zu finden sind wie zu Hause und bietet den Nutzern dabei zertifiziert erneuerbare und lokal erzeugte Energie.

 

 

Aufgrund der geringeren Leistungsfähigkeit nimmt der Batterieladevorgang mehr Zelt In Anspruch. Langzeitparkplätze eignen sich daher hervorragend für solche Ladestationen. Dies gilt auch für den P+R Parkplatz der Gemeinde Aigle, wo die Station ein Jahr lang getestet wird. In Zukunft könnten Parkplätze von Unternehmen, bei Sehenswürdigkeiten oder in Wohnquartieren (mit Parkausweis) ebenfalls mit diesen Ladestation ausgestattet werden.

 

 

Die Gemeinde Aigle prüft, in wie weit Besitzer von Elektrofahrzeugen an diesem Typ von Ladestation interessiert sind. Das Pilotprojekt wird Romande Energie und Green Motion helfen, die Erfolgsaussichten einer Markteinführung des Produktes zu beurteilen. Derzeit vertreibt, verwaltet und installiert das Unternehmen aus der französischen Schweiz in Zusammenarbeit mit Green Motion Ladestationen für Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Das neue Produkt würde dieses Angebot ergänzen und zur Förderung der Elektromobilität in der Schweiz beitragen. (pd/mb)

 

 

www.romande-energie.ch

 

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