10. Dezember 2009

Automobile Zukunftsperspektiven

Die «Auto Zürich» veranstaltete dieses Jahr erstmals eine Referatreihe im Rahmen der offiziellen Voreröffnung der Messe. Am gut besuchten Anlass legten hochkarätige Referenten ihre Prognosen zu einer effizienteren automobilen Zukunft dar.

Automobile Zukunftsperspektiven

Prof. Dr. Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft referierte zum Thema «Neue Antriebstechnologien im Spannungsfeld von Ökologie und Ökonomie».

VON STEFAN GFELLER

Die Referatreihe im Umfeld der offiziellen Voreröffnung der «Auto Zürich Car Show» stand ganz im Zeichen einer effizienten, ökologischen individuellen Mobilität. Die Fachreferate zeigten die verschiedenen Wege auf, die momentan eingeschlagen werden, um die automobile Zukunft sichern zu können.
Denn diese ist gefährdet, wie Prof. Dr. Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft (IFA) in seinem Referat zum Thema «Neue Antriebstechnologien im Spannungsfeld von Ökologie und Ökonomie» ausführte. Tatsächlich könnte dem Automobil seine eigene Erfolgsgeschichte zum Verhängnis werden, falls es künftig nicht möglich sein wird, kostengünstige Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien herzustellen.
Diez erwähnte in diesem Zusammenhang den automobilen Aufholbedarf von Ländern wie China und Indien, die zusammen eine Bevölkerung von 2,5 Milliarden haben. Dabei liegt der Motorisierungsgrad heute noch bei zwölf (China) bzw. zehn (Indien) Autos pro 1000 Einwohner (in der Schweiz sind es 526 Autos). Und es liegt auf der Hand, dass die Vorräte an fossilen Brennstoffen rasch zur Neige gehen werden, wenn sich diese Länder im Motorisierungsgrad westeuropäischem Niveau nähern werden.

Elektrisch oder mit Gas?

Dr. Urs Rengel, CEO der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) beschrieb seine Vision einer flächendeckend elektrischen individuellen Mobilität. Selbst in einem auf Elektroantrieb umgebauten Kleinwagen unterwegs, ver­-
mochte Rengel der interessierten Zuhörerschaft die Vorteile – wie auch einige Nachteile – dieser Antriebskonzepte anschaulich zu vermitteln.
Christian Bach, Leiter der Abteilung «Verbrennungsmotoren» an der Empa, führte aus, weshalb aus seiner Sicht in nächster Zukunft vor allem gasförmige Treibstoffe eine wichtige Rolle spielen werden. Dabei stand die im Vergleich zu Benzin- und Dieselfahrzeugen höhere Energieeffizienz, also der höhere Wirkungsgrad von gasbetriebenen Fahrzeugen im Vordergrund. Ein wichtiges Kriterium ist aber auch der massiv geringere Kohlendioxidausstoss, der auch auf den im Vergleich zu Benzin/Diesel tieferen Kohlenstoffgehalt im Erdgas/Biogas zurückzuführen ist.

Nachfrage im Occasionshandel
Christoph Aebi, Director Auto­Scout24, referierte zum Thema «Sucht der User auf AutoScout24 ökologische Mobilität?» Die Ant­wort lautete: Ja, aber zögerlich. So zeigte Aebi auf, dass Suchkriterien wie Verbrauch, Energieeffizienz oder Kohlendioxidausstoss zwar noch wenig, aber mit steigender Tendenz benutzt werden. Alternative Antriebs- und Treibstoff-Formen wurden jedoch im Zuge der plötzlich stark ansteigenden Treibstoff-Preise im Jahr 2008 vermehrt gesucht.

www.ifa-info.de

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