26. Februar 2019

Assistenzsysteme im EU-Vergleich: Immer beliebter – und bald Pflicht?

Ob ferngesteuertes Einparken, automatisches Spurhalten oder Müdigkeitserkennung: Die Ausstattungsraten für Fahrerassistenzsysteme steigen stetig an. Das Überraschende: Schlaue Parkhelfer sind nicht etwa in Premium-Fahrzeugen serienmässig am häufigsten zu finden. Weit gefehlt: Kompakt- und Mittelklasse-Autos sind hier besser ausgestattet. Das ergab eine Studie von Bosch.

Assistenzsysteme im EU-Vergleich: Immer beliebter – und bald Pflicht?
Assistenzsysteme im EU-Vergleich: Immer beliebter – und bald Pflicht?Assistenzsysteme im EU-Vergleich: Immer beliebter – und bald Pflicht?Assistenzsysteme im EU-Vergleich: Immer beliebter – und bald Pflicht?Assistenzsysteme im EU-Vergleich: Immer beliebter – und bald Pflicht?

«Fahrerassistenzsysteme sind nicht nur nette Gadgets, die das Fahren komfortabler machen – sie können Leben retten», sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel. Die Europäische Union bereitet deshalb momentan eine Gesetzgebung für den verpflichtenden Einbau von Notbremsassistenten vor, nach der voraussichtlich ab 2022 alle neuen Fahrzeugmodelle ein solches System an Bord haben müssen.
 

 

Notbremsassistenten könnten nach Schätzungen der UN-Wirtschaftskommission für Europa jedes Jahr 1’000 Menschenleben in der EU retten. 2017 waren bereits 54 Prozent der neu zugelassenen Pkw in Deutschland mit solch einem System ausgestattet. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 hatten nur 38 Prozent der Neuwagen einen Notbremsassistenten an Bord. Was die Auswertung der Neuzulassungsstatistik aus dem Jahr 2017 ebenfalls gezeigt hat: Neben Park- und Bremsassistenzsystemen sind Müdigkeitserkennung sowie Spurassistenzfunktionen eine immer grössere Selbstverständlichkeit.
 

 

So erkennt fast jeder zweite neu zugelassene Pkw einen müden Fahrer und bei mehr als jedem dritten Personenwagen ist mindestens ein Spurassistenzsystem Teil der Ausstattung. Knapp ein Viertel der Autos verfügt über eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC). Der teilautomatisierte Stauassistent unterstützt bereits bei neun Prozent der Neuwagen in Deutschland den Autofahrer im stressigen Stau.
 

 

Doch nicht nur unsere nördlichen Nachbarn vertrauen immer häufiger auf elektronische Helfer. Auch in anderen EU-Ländern setzen sich Parkassistenten und automatische Notbremssysteme immer stärker durch. So sind etwa Parkhelfer besonders bei den Franzosen beliebt. Im Vergleich liegt Frankreich mit einem Ausrüstungsanteil von 85 Prozent vorne, Italien belegt mit 44 Prozent den hinteren Platz. Bei den automatischen Notbremssystemen liegt Belgien mit 54 Prozent gleichauf mit Deutschland. 45 Prozent der niederländischen Neuwagen haben ebenfalls ein solches System verbaut, in Italien hingegen sind es 30 Prozent, in Russland bislang nur sechs Prozent. (rk/pd)

 

www.bosch.ch

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