24. November 2009

bfu: 3 von 10 Verkehrsopfern sind Töfffahrer

Das Risiko, bei einem Unfall schwer oder tödlich verletzt zu werden, ist für Motorradfahrer rund 20-mal höher als für PW-Insassen. Darum fordert die bfu (Beratungsstelle für Unfallverhütung) anlässlich des 11. bfu-forums "Motorradsicherheit" mehr Unfallprävention für Töfffahrer. Wirksame und wirtschaftlich praktizierbare Massnahmen seien möglich, ist man bei der bfu überzeugt.

bfu: 3 von 10 Verkehrsopfern sind Töfffahrer

Will Leben von Motorradfahrern retten: bfu-Schutzengel "Franky Slow Down". ACHTUNG: Link zum witzigen Video-Clip am Ende des Artikels!

Zu viele Schwerverletzte und Getötete

"Die bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung und die Vertreter der Motorradfahrer sind sich einig, dass es zu viele Töffunfälle mit Schwerverletzten und Getöteten gibt. Diese Einsicht hat dazu geführt, dass aus dem früheren Gegeneinander heute in vielen Fragen ein Miteinander geworden ist", stellte bfu-Direktorin Brigitte Buhmann erfreut fest.

 

Anteil schwer verunfallter Töfffahrer nimmt zu

Ein solcher Mosaikstein der konstruktiven Zusammenarbeit war auch das heutige 11. bfu-Forum zum Thema "Motorradsicherheit" in Bern. Der zunehmende Anteil schwer verunfallter Motorradfahrer am gesamten Unfallgeschehen ist dabei nicht etwa ein schweizerisches Phänomen. Die Problematik beschäftigt beispielsweise auch das Vereinigte Königreich, wie Professor Andrew Parkes, Chief Scientist beim britischen Transport Research Laboratory, in seinem Gastreferat ausführlich darlegte.

 

Wissenschaftliche Analyse

Die bfu wird sich - zusammen mit Partnern - der Motorradsicherheit in den nächsten Jahren mit einem Schwerpunktprogramm vertieft annehmen. Mit dem Sicherheitsdossier Motorradverkehr (2009) liegt jetzt eine wissenschaftliche Analyse vor, welche die Risikofaktoren beschreibt und anhand konkreter Massnahmen zeigt, wie die Sicherheit von Motorradfahrern im Strassenverkehr erhöht werden könnte.

 

Töffahrer meist NICHT selber schuld

Etwa ein Drittel aller schweren Motorradunfälle sind Alleinunfälle, die häufig auf nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Bei den doppelt so häufigen Kollisionen hingegen sind die Automobilisten in zwei Dritteln der Fälle zumindest mitschuldig, wobei vor allem das Vortrittsrecht missachtet wird. Um das Unfallgeschehen substanziell zu reduzieren, genügt es also nicht, nur bei den Motorradfahrern anzusetzen. Die bfu schlägt deshalb konkrete Handlungsempfehlungen in sechs Problembereichen (Motorradfahrer, Motorrad, Lenker der Kollisionsfahrzeuge, Kollisionsfahrzeuge, Infrastruktur und protektive Ausrüstung) vor.

 

Höhere Kontrolldichte und Sensibilisierung

Ein wichtiges Element - neben verbesserter Infrastruktur und genügender Kontrolldichte - ist dabei die Sensibilisierung. Die zweite Welle der neuen Präventionskampagne "Slow Down. Take it Easy" wird im nächsten Frühjahr gezielt die Töfffahrer ansprechen. Dabei droht Engel Franky Slow Down nicht etwa mit dem Mahnfinger, sondern ruft die Motorradfahrer auf sympathische Art dazu auf, einen Gang runter zu schalten. Die Kampagnenbotschaft, die Geschwindigkeit den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen sowie den eigenen Fähigkeiten anzupassen, wird erfreulicherweise auch von motosuisse (Vereinigung der Schweizer Motorrad- und Roller-Importeure) aktiv unterstützt. (bfu)

 

www.bfu.ch

Witziger TV-Spot mit Engel "Franky Slow Down" HIER.


 

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