02. November 2009

Auf den Millimeter genau

Tatsache ist offensichtlich, dass moderne Richtbanksysteme nicht mehr intensiv weiterentwickelt werden. Denn sie werden immer seltener gebraucht. Trotzdem kann es sich lohnen, die vorhandene Einrichtung in gutem Zustand zu erhalten.

Auf den Millimeter genau

VON ROLAND HOFER

Die Hersteller und Anbieter von Richtsystemen für die Carrosserie wissen von einem deutlichen Nachfragerückgang zu berichten. Während früher eine «richtige» Carrosserie im Boden eingelassene Schienen für das Anbringen der Richtböcke und Zugvorrichtungen aufwies, wandelte sich das Angebot hin zu multifunktionellen und flexiblen Richtbänken auf Rädern. Diese haben den Vorteil, dass sie bei Nichtgebrauch zur Seite gestellt werden können und der Platz für andere Spengler- und Reparaturarbeiten frei wird. Nachdem sich die bekannten Hersteller aus Frankreich (Celette), Skandinavien (Car-O-Liner) und Italien (Spanesi, Car Bench), Deutschland (Herkules) und England (Blackhawk) zu Beginn dieses Jahrtausends damit beschäftigten, elektronische Messsysteme für noch präzisere Resultate zu entwickeln, sind seit einiger Zeit kaum mehr Evolutionen festzustellen.
Letzteres hängt wohl damit zusammen, dass in der Schweiz nur noch wenige Fahrzeuge mit grossen Karosserieverformungen repariert werden dürfen. Obwohl junge Carrosseriespengler immer noch lernen, wie dies vor sich geht, kommen solche Arbeiten in der Praxis kaum mehr vor. Zum Leidwesen vieler Fachleute, die durchaus im Stand sind, auch schwerere Schäden zu beheben, ohne die Struktur des Fahrzeuges zu verändern.
Sind es die Versicherungen oder die modernen Bauformen mit unterschiedlichen Stählen oder gar Sandwich-Kombinationen von Stahl, Kunststoff und Aluminium, welche die Reparatur von gröberen Karosserieschäden verhindern, bleibe dahingestellt.
Noch in vollem Betrieb sind dagegen die Richtanlagen bei Nutzfahrzeureparateuren. Denn bei einer eingedrückten Lastwagenfront lohnt sich die Instandstellung allemal. Da werden aber auch verbogene Chassis gerichtet und Aufbauten wieder ins Lot gebracht.

Das Celette MZ-System

Da wo eine Celette-Richtbank (Typen Sevenne und Griffon) zur Verfügung steht, ergibt sich logischerweise immer wieder das Problem, dass für die Karosse, die zu reparieren ist, keine oder nur ungenügende Angaben über das Fahrzeugmodell vorhanden sind. Da kann sich die Zusammenarbeit mit Celette (Suisse) lohnen. Da kann der benötigte Richtwinkelsatz nämlich gemietet werden. Roger Blum, der Geschäftsleiter, gibt gerne Auskunft über die Möglichkeiten. In enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fahrzeugherstellern werden die Richtsätze gemäss der werkseitigen technischen Zeichnungen entwickelt und aus hochwertigen Materialien gefertigt.
Für die meisten heutigen Schadenraparaturen reicht in der Regel eine recht einfache Richtbank wie die Speed von Car-o-Liner aus. Speed eignet sich perfekt für Werkstätten und Autolackierereien, die ihr Angebot auf Richtarbeiten und Reparaturen einfacher Blechschäden ausweiten möchten. Nach der Fahrzeugdiagnose können Fahrzeuge mit leichten Beschädigungen schnell bearbeitet werden. Dadurch werden die grossen Bänke für kostenintensive Arbeiten freigestellt, so dass sich die Gesamtkapazität der Werkstatt erhöht. Thomas Küderli, Geschäftsführer der Gassner AG in Eglisau, berät Interessenten gerne.


www.celette-suisse-sa.ch
www.gassnerag.ch
 www.blackhawk.co.uk
www.fahrni-outillage.ch

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