05. Juni 2014

VSCI lanciert Label für ausbildende Betriebe

Der Schweizerische Carrosserieverband VSCI führt neu das Label «Top-Ausbildungsbetrieb» ein. Das dreistufige Auszeichnungssystem steht allen 1'200 Schweizer Carrosseriebetrieben offen und stellt die soziale Kompetenz der Ausbildner ins Zentrum.

VSCI lanciert Label für ausbildende Betriebe

Pascal Lehmann ist Weltmeister im Car Painting. Zu seiner Lehre sagt er: «Ich war in einem Top-Ausbildungsbetrieb und weiss deshalb, wie wichtig die Qualität der Ausbildung für die persönliche Motivation ist.»

Die Zahl der jährlich rund 80'000 neuen Lernenden nimmt stetig ab. Das liegt an den geburtenschwachen Jahrgängen, dem Trend zur schulischen Bildung und dem gesunkenen Image der Berufslehre. Die Carrosseriebranche ist überzeugt, dass der wachsende Fachkräftemangel die Existenz mancher Betriebe und allenfalls der ganzen Branche gefährden wird. Der Schweizerische Carrosserieverband VSCI leitet jetzt deshalb Gegenmassnahmen ein. Auf der einen Seite ist die Weiterbildung noch stärker modular aufgebaut und ermöglicht so eine individuelle Laufbahn von der Lehre bis zum Abschluss an der Fachhochschule. Auf der anderen Seite wird die Qualität der Grundbildung gesteigert.

 

Der VSCI führt neu unter dem nationalen Dach «carrosserie suisse» das dreistufige Labelsystem bzw. die Auszeichnung «Top-Ausbildungsbetrieb» ein. Bereits sind die ersten Betriebe auf den Zug aufgesprungen. Im Rahmen des dreistufigen Systems müssen die Carrosseriebetriebe beweisen, dass sie gewisse Pflichtkriterien eines guten Ausbildungsbetriebes erfüllen wie Schnupperwochen, Bildungsberichte und Gespräche mit den Eltern und der Lehrperson.

 

Die Stufe 1 des Label-Systems entspricht dem Niveau, das viele Betriebe schon heute aufweisen. Die Eintrittsschwelle ist mit geringem Aufwand zu überwinden. Ob und wie schnell ein Unternehmen die drei Stufen erklimmt, liegt im eigenen Ermessen. Für jede Stufe müssen vordefinierte Kriterien erreicht werden. Auf der zweiten Stufe absolviert der Berufsbildner einen Einführungskurs und befasst sich damit, wie die Qualität der Ausbildung im eigenen Betrieb weiter erhöht werden kann. Für die Stufe 3 gibt es neben den Pflicht- auch Wahlpflichtkriterien, aus denen der Betrieb seine zu erreichenden selber auswählt. Das Assessment für Stufe 3 findet schliesslich durch eine verbandsunabhängige Stelle statt.

 

Thomas Rentsch, Leiter Berufsbildung des VSCI, erklärt, dass die Carrosseriebranche bei der Nachwuchswerbung auf übertriebene Versprechen verzichtet: «Uns ist es vor allem sehr wichtig, dass die jungen Menschen eine Lehre absolvieren, die ihren beruflichen Werdegang und ganzen Lebensweg bereichert. Jugendliche müssen heute anders eingeführt werden als früher. Da ist die soziale Kompetenz der Ausbildner wichtiger als das Fachwissen - dieses setzen Jugendliche und Eltern ohnehin voraus.»

 

Das Projekt wurde unter der Federführung von Rentsch und Felix Wyss, Zentralvorstandsmitglied des VSCI, Präsident der Kommission Berufsentwicklung und Qualität und Präsident der Sektion Aargau des VSCI, gestartet. Wyss erklärt: «Einerseits ist das Auszeichnungsmodell ein Hilfsangebot für Betriebe und Berufsbildner, welche sich Unterstützung in der anspruchsvollen Ausbildungsarbeit erhoffen. [...] Andererseits wird für gut ausbildende Betriebe Werbung gemacht.» (pd/md)

 

www.vsci.ch

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