21. Juni 2010

Stundenansatz und Fixpreise

Dieser Artikel behandelt die Themen «Stundensatz» und «Fixpreise». Wie lassen sich diese Grössen kalkulieren? Welche Faktoren sind dabei zu berücksichtigen? Diese und weitere Fragen stehen nachfolgend im Fokus und werden entsprechend erörtert.

Stundenansatz und Fixpreise

Christian Feller

 

Stundenansatz:  Grundsätzlich ist zwischen variablen Kosten und Fixkosten zu unterscheiden. Als variable Kosten lassen sich diejenigen Kosten definieren, ­welche sich je nach Auslastungsgrad verändern. Fix­kosten bleiben hingegen bei hoher als auch tiefer Auslastung unverändert (z. Bsp. Gebäude- oder Maschinenkosten). 

 

Basis des internen Stundensatzes bilden die variablen Kosten. Um den externen Stundensatz zu errechnen, werden die variablen und ­fixen Kosten wie folgt kumuliert:

Der interne Stundensatz definiert sich über die Soll-Arbeitsstunden pro Jahr. Die variablen Kosten werden demnach durch das Total der jährlichen Arbeitsstunden dividiert, um so den internen Stundensatz zu errechnen. Grundlage des externen Stundensatzes bilden die verrechenbaren Arbeitsstunden, da durch diese die Gesamtkosten gedeckt werden müssen.

 

Gemäss obiger Tabelle gehört auch der ­Gewinnteil zu den Fixkosten. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass beim Verkauf von Fahrzeugen und Ersatzteilen ebenfalls ein Gewinn erzielt wird, welcher beim kalkulierten Gewinn für die Berechnung des Stundensatzes berücksichtigt werden muss.

Eine weitere zentrale Grösse stellt der Herstellkostenstundensatz dar. Für diese Grösse sind vom externen Stundensatz sowohl die Vertriebs- und Verwaltungskosten als auch der Gewinn abzuziehen und anschliessend durch die Soll-Arbeitsstunden zu teilen. Dieser Stundensatz ist beispielsweise Basis für die mit der MWST abzurechnenden Kosten bei Eigen­reparaturen.

 

Fixpreise: Autogaragen arbeiten in manchen Bereichen mit Fixpreisen, ein Beispiel hierfür ist die Preisgestaltung beim Pneu- oder Radwechsel. Grundsätzlich sind Fixpreise immer dort opportun, wo es sich um Routinear­beiten handelt, die speditiv erledigt werden können und sich von den Aufwendungen nicht gross verändern.

 

Nebst der Preisausgestaltung gilt es festzuhalten, wie viel Zeit durchschnittlich für die entsprechende Arbeit gebraucht wird, damit mittels Stundensatz und definierter Zeit der Fixpreis berechnet werden kann. 

 

Von Belang ist bei Fixpreisen, dass überwacht wird, ob sie in ausreichender Höhe ­festgelegt sind, respektive die erörterten Parameter (Stundensatz und Zeiteinheit) korrekt gewählt wurden. Da es sich in der Regel bei Aufträgen mit Fixpreisen um eine grössere Auftragseinheit handelt, wäre ein Verlust im Segment dieser Preise unerwünscht. Die ­Fix­preismessung ist allerdings nicht ohne ­Weiteres möglich, denn oft fehlen die dafür notwendigen Auswertungsmöglichkeiten. Ins­besondere für den verrechneten Umsatz sowie die dazugehörigen Arbeitsstunden, ­welche benötigt werden, um den effektiv ­realisierten Preis zu berechnen.

 

Es gilt also je nach Auftragsanfrage abzuschätzen, ob man den Auftrag auf Stunden­basis oder als Fixpreis verrechnen möchte. Das entscheidende Kriterium aus Sicht eines Garagenbetriebes dürfte die Schätzung der ­effektiven Aufwendungen sein. Klar ist auch, dass von Kundenseite häufig Fixpreise gewünscht werden, damit für sie unangenehme Überraschungen ausbleiben.

 

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