Automechanika 2026: Aftermarket zwischen Wachstum, KI und neuen Werkstattanforderungen
Posted by: Mario Borri
Die Automechanika Frankfurt 2026 ist gestartet. Rund 4400 Aussteller aus mehr als 80 Ländern zeigen bis 12. September, was Werkstätten, Teilehandel und Servicegeschäft in den kommenden Jahren beschäftigen wird. Im Fokus stehen Digitalisierung und KI, Fahrzeugdaten, neue Diagnoseanforderungen sowie die wachsende Bedeutung des freien Ersatzteilmarkts.
Der Automotive Aftermarket zeigt sich dabei trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen robust. Für 2026 wird weltweit ein Wachstum von 5,8 Prozent prognostiziert. Zu den Treibern zählen die längere Lebensdauer von Fahrzeugen und die zunehmende Bedeutung des freien Ersatzteilmarkts. Gleichzeitig verändern Elektromobilität, Digitalisierung und künstliche Intelligenz das Geschäft von Werkstätten und Teileanbietern. Unsichere Lieferketten und geopolitische Risiken bleiben zusätzliche Herausforderungen.
Ein zentrales Thema in Frankfurt ist die Frage, wie sich das Aftersales-Geschäft durch Daten und KI verändert. Im neuen Forum HighTech4Mobility geht es unter anderem um Software-defined Vehicles und die Folgen des EU Data Act für den Automobilmarkt. IBM stellt eine Studie zum Einsatz von KI im Automotive Aftersales vor. Experten von Google Cloud und Boston Consulting Group diskutieren zudem, wo KI im Aftermarket neue Wertschöpfung ermöglichen kann.
Für Werkstätten wird der technologische Wandel zunehmend zur Qualifikationsfrage. Das Schulungsprogramm der Messe reicht von Schadendiagnose und -kalkulation über Vermessung und Instandsetzung bis zu ADAS-Diagnose, Lackierung und alternativen Antrieben. Hinzu kommen spezielle Angebote für Nutzfahrzeug- und Caravan-Betriebe. Die Inhalte sollen nach der Messe erstmals auch online frei verfügbar sein.
Auch die Wiederaufbereitung von Fahrzeugteilen bleibt ein Thema. Beim Remanufacturing Day diskutiert die Branche über die wachsende Bedeutung wiederaufbereiteter Komponenten und die damit verbundenen wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen.
Mit rund 4400 Ausstellern – etwa fünf Prozent mehr als bei der vorherigen Ausgabe – ist das Frankfurter Messegelände ausgebucht. Die Automechanika 2026 läuft noch bis am 12. September.



