Zukunft von Seat offen: 2030 könnte Schluss sein
Posted by: Mario Borri
Die Zukunft der Marke Seat nach 2030 ist offen. Ein schrittweises Auslaufen ist möglich. Gleichzeitig baut der Volkswagen-Konzern Cupra zum zentralen Wachstums- und Ertragsträger der Seat S.A. aus.
Der Hauptsitz der Seat S.A. in Martorell bei Barcelona.
Die spanische Automarke Seat könnte nach 2030 vom Markt verschwinden. Die Seat S.A. bestätigt, dass verschiedene Szenarien geprüft werden – darunter auch ein schrittweises Auslaufen der Marke. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.
Als Gründe nennt das Unternehmen strengere Vorschriften, die Kosten der Elektrifizierung und die hohen Investitionen für eine neue Modellgeneration. Diese machten weitere Investitionen in Seat zunehmend schwieriger.
Kurzfristig läuft das Produktprogramm jedoch weiter. Für 2027 sind unter anderem Mild-Hybrid-Versionen des Ibiza und Arona geplant.
VW-Konzernchef Oliver Blume betont gleichzeitig die Bedeutung der Seat S.A. für Volkswagen. Das Unternehmen habe mit dem Werk Martorell und dem Aufbau von Cupra seine Transformationsfähigkeit bewiesen.
Cupra soll weiter wachsen
Während die Perspektive von Seat nach 2030 offen ist, sind die Pläne für Cupra klarer. Die 2018 gegründete Marke hat inzwischen mehr als eine Million Fahrzeuge ausgeliefert und verfügt über acht Modelle.
Bis 2030 strebt Cupra in Europa einen Marktanteil von drei Prozent an. Zudem soll die internationale Expansion vorangetrieben werden. Für das dritte Quartal 2027 ist der Einstieg im Nahen Osten geplant. Langfristig bleiben auch die USA ein mögliches Ziel.
Cupra soll dabei zunehmend Wachstum und Rentabilität der Seat S.A. sichern. Seat-Cupra-CEO Markus Haupt bezeichnet die Marke als «entscheidenden Motor für unser zukünftiges Wachstum und unsere Rentabilität».
Martorell gewinnt an Bedeutung
Unabhängig von der Zukunft der Marke Seat soll die Seat S.A. innerhalb des Volkswagen-Konzerns an Bedeutung gewinnen. In Martorell verantwortet das Unternehmen die Industrialisierung der MEB21-Plattform und die Produktion der beiden Elektromodelle Cupra Raval und VW ID. Polo.
Der Standort soll zugleich Verbrenner, Hybride und Elektroautos produzieren können. Zudem bemüht sich die Seat S.A. um eine zusätzliche Plattform für Martorell. In den kommenden Jahren rechnet das Unternehmen deshalb mit steigenden Beschäftigtenzahlen.



