30.09.2026

Bühler-Megacasting kommt im neuen Volvo EX60 auf die Strasse

Mit dem Volvo EX60 geht Bühlers Megacasting-Technologie in Europa in Serie. Im schwedischen Werk Torslanda giessen zwei Carat 840 Druckgiesszellen den hinteren Unterboden als ein Aluminiumbauteil statt aus rund 100 Komponenten. Das spart Gewicht und erhöht die Reichweite des Elektro-SUV.

Megacasting nutzt das Druckgussverfahren, um grosse Karosserieteile in einem Stück herzustellen. In der konventionellen Fertigung besteht dieselbe Struktur aus mehreren Teilen, die transportiert, gelagert, montiert und verschweisst werden müssen. Im Werk Torslanda von Volvo Cars wird der hintere Unterboden des EX60 in unmittelbarer Nähe der Fahrzeugmontagelinie gegossen. Das einteilige Design reduziert Produktions- und Logistikschritte und trägt zu geringerem Gewicht und höherer struktureller Steifigkeit bei.

 

Ein geringeres Gewicht ist besonders für Elektrofahrzeuge wichtig, da es den Energieverbrauch senken und die Reichweite erhöhen kann. Der EX60 basiert auf der Elektrofahrzeug-Plattform SPA3 von Volvo Cars, die die Batterie als lasttragendes Element in die Fahrzeugstruktur integriert.

 

«Wir sind stolz, den Volvo EX60 mit einem Megacasting-Bauteil, das mit Bühler-Technologie gefertigt wurde, auf der Strasse zu sehen. Dieser Meilenstein zeigt, wie enge Zusammenarbeit und Innovation im industriellen Massstab fortschrittliche Fertigungskonzepte in die Serienproduktion überführen können», sagt Cornel Mendler, Managing Director Die Casting bei Bühler.

 

Die Grössenordnung des Projekts spiegelt sich in den Dimensionen der in Torslanda eingesetzten Druckgiessanlagen wider. Jede Carat 840 bietet 8400 Tonnen Schliesskraft, um die Form geschlossen zu halten, während flüssiges Aluminium unter hohem Druck eingespritzt wird. Die Maschine kann innerhalb von Millisekunden mehr als 200 Kilogramm Aluminium einspritzen.

 

Jede Megacasting-Zelle ist 7,6 Meter hoch, nimmt rund 160 Quadratmeter Fläche ein und wiegt im voll installierten Zustand mehr als 1000 Tonnen. Für die Lieferung der beiden Zellen nach Torslanda, 12 Kilometer von Göteborg entfernt, waren 120 Lkw-Ladungen erforderlich.

 

Der hintere Unterboden wird mit einer 130-Tonnen-Form mit modularen Einsätzen gefertigt. Einzelne Abschnitte können ausgetauscht werden, ohne die gesamte Form zu ersetzen, was Volvo hilft, Designänderungen schneller umzusetzen.

 

Das Projekt ist das Ergebnis jahrelanger enger Zusammenarbeit zwischen Volvo Cars und Bühler. «Der Volvo EX60 stellt einen bedeutenden technologischen Sprung für Volvo Cars dar. Wir haben viele Stunden und Kilometer in die Entwicklung des neuen Volvo EX60 investiert, der zu den fortschrittlichsten Autos auf dem Markt gehört. Besonders stolz sind wir darauf, dass die Megacasting-Technologie der Bühler Group Schweizer Innovation in diese neue Fahrzeuggeneration bringt. So verbindet der EX60 unsere schwedischen Wurzeln mit Schweizer Technologie und zeigt, wie internationale Zusammenarbeit dazu beitragen kann, die Zukunft der Elektromobilität voranzutreiben», sagt Jesus Fernandez de Mesa, Managing Director bei Volvo Car Switzerland und Head of Central Europe Cluster.

 

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