25. März 2021

Trotz Pandemie: Skoda auf Erfolgskurs

Zum siebten Mal in Folge brachte die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge auf die Strasse.

Trotz Pandemie: Skoda auf Erfolgskurs

Skoda-Vorstandsvorsitzender Thomas Schäfer während der Jahrespressekonferenz in Mladá Boleslav.

Die weltweite Pandemie beherrscht in diesen Tagen die Bilanzen der Automobilindustrie. Allein in Europa, so der europäische Herstellerverband ACEA, wurden im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Automobile weniger hergestellt als 2019, weil viele Fabriken im ersten Quartal geschlossen waren. Auch Skoda musste Anfang des Jahres seine Produktion einstellen, startete allerdings dann wieder auf die Überholspur und erzielte am Ende des Jahres ein im Industrievergleich erfolgreiches Ergebnis.

 

Zum siebten Mal in Folge brachte die tschechische Volkswagen-Tochter weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge auf die Strasse. Insgesamt konnte Skoda, seit 30 Jahren Teil des Volkswagen-Konzerns, 1'004’800 Fahrzeuge absetzen. Erfolgreichstes Modell war einmal mehr der Octavia mit 257’400 Auslieferungen. Gleichzeitig erwiesen sich die SUV-Modelle Karoq, Kodiaq und Kamiq mit 397’300 weltweiten Zulassungen als Stütze des Skoda-Erfolgs. In Europa verbesserte sich der Marktanteil trotz Corona-Einflüssen um ein halbes auf 5,4 Prozent. Der Umsatz ging auf 17 Milliarden Euro zurück, so dass am Ende ein operativer Gewinn von 756 Millionen Euro übrigblieb.

 

«Nach dem», so Skoda-Chef Thomas Schäfer, «herausfordernden Jahr 2020» blickt das Unternehmen auf ein Jahr, das ebenfalls von «Unsicherheiten geprägt sein wird». Neben der Pandemie kämpft auch der tschechische Autohersteller mit dem Mangel an Halbleitern. «Wir kämpfen um jedes Teil, um weiter produzieren zu können», erklärt Schäfer. Um die Belegschaft gegen Corona schützen zu können, wurden in den Werken Impfzentren aufgebaut, und «sobald wir den Impfstoff bekommen, werden wir unsere Mitarbeiter zu Impfungen einladen». 9000 «Skodianer» haben sich bereits angemeldet. Ausserdem werden die Angestellten inzwischen mindestens einmal die Woche getestet.

 

In den nächsten Jahren wird Skoda noch globaler werden. In Indien rollte der jetzt für diesen Markt entwickelte Kushaq auf den Markt, wo das Unternehmen die Konzernfederführung hat. In den kommenden Jahren werden dort vier weitere Modelle (je zwei von Skoda und VW) folgen. In China wagt die Marke einen Neustart mit dem Octavia Pro mit längerem Radstand, und ausserdem übernimmt Skoda auch die Konzernverantwortung für Russland sowie der ehemaligen GUS-Staaten. In Nordafrika werden die Märkte in Ägypten, Tunesien, Algerien und Marokko entwickelt.

 

In den kommenden fünf Jahren investiert das Unternehmen 2,5 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien. Davon sind allein 1,4 Milliarden für die Elektromobilität reserviert, der Rest fließt in die Digitalisierung und die Produktion.

 

Auch bei Skoda stehen die Zeichen auf Elektrifizierung der Modellpalette. Allerdings «benötigen wir mehr grünen Strom, und auch die Infrastruktur muss deutlich verbessert werden», mahnt Schäfer. Wie sein Kollege Wayne Griffith von Seat wünscht sich Schäfer eine der sechs vom Volkswagen-Konzern geplanten Giga-Fabriken in der Nähe seiner tschechischen Produktionsstandorte.

 

Als erstes rein als Elektroauto konzipiertes Modell rollt demnächst der Enyaq iV auf den Markt. «Bereits im ersten Monat hatten wir 20’000 Bestellungen und haben deshalb die tägliche Produktion auf 350 Fahrzeuge gesteigert», beschreibt Vertriebsvorstand Martin Jahn den Erfolg des neuen Modells, das demnächst durch die Version Enyaq Coupé ergänzt wird. «Jeder produzierte Enyaq ist verkauft». Neben dem elektrischen SUV kommen in diesem Jahr auch der neue Fabia und Fabia Combi auf den Markt.

 

Ob und wann ein E-Mobil unterhalb des Enyaq iV auf Basis der Volkswagen-MEB-Plattform kommt, darüber vermeiden die Skoda-Verantwortlichen eine konkrete Aussage. Bis 2030, so viel verriet Schäfer dann doch, wird der Anteil der elektrischen Modelle bei Skoda 50 Prozent erreichen. (pd/ir)

 

www.skoda.ch

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