17. August 2018

Benziner kompensieren den Diesel

Der Diesel meldet sich langsam zurück, auch wenn die Zahlen im ersten Halbjahr 2018 noch unter jenen des Vorjahres liegen. Für auto-i-dat ag kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Aber ein Trend ist erkennbar, besonders im Occasionsmarkt.

Benziner kompensieren den Diesel
Benziner kompensieren den Diesel

Lag der Anteil an Dieselfahrzeugen bei den Neuzulassungen im Dezember 2015 noch bei 42,5 Prozent und war unterwegs, die 50 Prozent-Marke zu knacken, liegt er zweieinhalb Jahre später bei knapp 30 Prozent (29,9). Alleine im ersten Halbjahr 2018 wurden knapp 20 Prozent weniger dieselbetriebene Fahrzeuge als Neuwagen verkauft als in derselben Periode 2017. Besonders stark betroffen davon waren die Segmente Kleinwagen (-45,3 Prozent) und Luxusklasse (-43,3 Prozent). Bemerkenswert ist der Umstand, dass der Rückgang beim Diesel nicht mit alternativen Antrieben kompensiert wird, sondern mit dem Benziner. Dessen Anteil hat sich in den vergangenen Monaten auf knapp zwei Drittel erhöht (63,6 Prozent). Zusammen kommen Benziner und Diesel bei den Neufahrzeugen auf einen Marktanteil von 93,5 Prozent; Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Hybrid, CNG und Elektro) spielen mit 6,5 Prozent Anteil nach wie vor eine sehr untergeordnete Rolle.

 

 

Anders präsentiert sich das Bild hingegen im Gebrauchtwagenmarkt: «Viele Dieselfahrzeuge, die eine gewisse Zeit keinen Käufer fanden, werden nun verkauft», stellt René Mitteregger, Datenspezialist bei auto-i-dat ag, fest. Von Januar bis Juni 2018 wechselten knapp sechs Prozent mehr Dieselfahrzeuge den Besitzer als im ersten Halbjahr 2017. Der gebrauchte Diesel ist stärker gefragt – «und diese Entwicklung dürfte sich in nächster Zeit noch akzentuieren», sagt Mitteregger. Das hat zur Folge, dass der Dieselanteil bei den Occasionen inzwischen wieder auf über 30 Prozent (30,9) gestiegen ist. Alternative Antriebe spielen im Occasionsmarkt mit 2 Prozent Marktanteil übrigens eine noch unbedeutendere Rolle als bei den Neufahrzeugen.

 

 

Die Gründe, dass sich der Dieselanteil insbesondere im Neuwagenmarkt nur sehr langsam entwickelt, liegt laut René Mitteregger nicht nur darin, dass die Konsumenten durch die negative Berichterstattung nachhaltig verunsichert wurden, sondern auch, dass Hersteller ihr Angebot an Dieselfahrzeugen zu reduzieren begonnen haben – auch aus rein ökonomischen Gründen: «Die Neuentwicklung zweier oder gar dreier Antriebskonzepte mit Benzin, Hybrid und Elektro ist kostspielig. Mit dem Diesel noch ein viertes Antriebskonzept zusätzlich weiterzuentwickeln dürfte die Möglichkeiten vieler Hersteller sprengen», sagt er.  (pd/eka)

 

www.auto-i-dat.ch

 

 

 

 

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