30. April 2011

Zwei Industrien mit demselben Ziel

Der schwedische Automobilhersteller gehört zum chinesischen Autobauer Geely. Die Entwicklung des V60 Diesel-Plug-in-Hybrid wurde auf heimischem Boden ausgeführt: In Kooperation mit dem schwedischen Energieunternehmen Vattenfall entwickelte Volvo den an der Steckdose aufladbaren Hybrid. Schon ab nächstem Jahr soll der Kombi V60 in den Verkauf gelangen.

Zwei Industrien mit demselben Ziel

Vorne ein kräftiger 5-Zylinder-Dieselmotor mit 6-Gang-Automatik, hinten ein Elektromotor: Der Volvo V60 Hybrid Plugin vereint beide Antriebe und 4x4.

VON ANDREAS SENGER

Wenn zwei Konzerne dasselbe Ziel verfolgen, lassen sich die Entwicklungskosten auch brüderlich teilen. 2007 gründete Volvo mit dem Energieunternehmen Vattenfall ein Gemeinschaftsunternehmen «V2 Plug-in-Hybrid Vehicle Partnership», dessen Hauptaufgabe darin besteht, auf einer bestehenden Fahrzeugplattform  ein Plug-in-Hybrid bis zur Serienreife zu entwickeln.
Wie beim Peugeot 5008 Hybrid übernimmt nicht ein Ottomotor das Zepter bei der fossilen Antriebseinheit, sondern ein mit besserem Wirkungsgrad ausgestatteter Dieselmotor. Dass ausgerechnet ein 5-Zylinder-Reihenmotor mit angeflanschtem Sechsgang-Automatikgetriebe gewählt wurde, zeigt die Stossrichtung der Neukonzeption an.

Sportlich sparsam

Der mit 2,4 Litern Hubraum ausgestattete D5-Motor leistet maximal 158 kW/215 PS. Der modifizierte Selbstzünder vermag dabei ein maximales Drehmoment von 440 Nm zu liefern (Drehzahlen noch nicht bekannt). An der Hinterachse sorgt ein 52 kW/70 PS starker Elektromotor für Zusatzbeschleunigung und -antrieb.
Dieser versorgt die Hinterräder mit einem maximalen Drehmoment von 200 Nm. Entsprechend kann der Kombi beschleunigt werden: Gemäss Werksangaben absolviert der V60 den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in 6,9 s. Im Normzyklus verbraucht der Plug-in-Hybrid gesamthaft 1,9 l/100 km Diesel. Dies entspricht einem CO2-Ausstoss von 49 g/km. Dieser Wert wird sich in der Praxis wohl kaum realisieren lassen.

Drei Fahrmodi wählbar

Der Hybridmodus ist standardmäs­sig eingeschaltet. Auf Knopfdruck kann von diesem Modus in den Power-Modus gewechselt werden. Damit lassen sich maximale Fahrleistungen erreichen.
Im Pure-Modus hingegen wird die Antriebsenergie nur aus den 12 kWh speichernden Lithium-Ionen-Akkus aus dem Kofferraum eingesetzt. Für den reinen Elektrobetrieb gibt Volvo eine aktuelle Reichweite von 50 km an (Hybrid bis 1200 km). In der Pressemitteilung und am Salon Genf betont Volvo, dass somit emissionsfrei gefahren werden kann, sofern der Strom aus der Steckdose fürs Aufladen der Akkus aus CO2-freier Produktion eingespiesen wurde. Interessant für den Schweizer Markt ist der V60 Plug-in-Hybrid alleweil: Wie schon bei Lexus und Peugeot kann ab 2012 ein Hybridfahrzeug mit Allradantrieb bestellt werden.

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