29. März 2011

API zündet 2011 die näch ste Stufe

Anfang 2010 ist API (Automotive Process Institute) in der Schweiz durchgestartet und konnte bereits gute Referenzprojekte mit verschiedenen Markengaragen durchführen. Im Jahr 2011 gibt es nun wichtige Neuerungen und der Auftakt zum Jahresstart fängt schon fulminant an: API wird mit dem Gelben Engel vom ADAC ausgezeichnet (siehe Box). Zusätzlich zu der API-Fahrwerksvermessung gibt es die nächsten Neuheiten im Bereich der Serviceannahme, die die Ertragssituation mit dem Annahmeroboter von API erheblich steigern. Im Interview mit AUTO&Wirtschaft erklärt Adrian Schnell, Geschäftsführer API Schweiz, was es mit diesen Neuheiten auf sich hat.

API zündet 2011 die näch ste Stufe

«Unser Annahmeroboter schafft durch seine Messgenauigkeit absolutes Kundenvertrauen.» Adrian Schnell, Geschäftsführer API Schweiz.

Mit Adrian Schnell sprach Lukas Hasselberg

AUTO&Wirtschaft: Herr Schnell, für diejenigen, die von API noch nichts gelesen oder gehört haben: Was genau ist API?

Adrian Schnell: API ist eine neue, vollautomatisierte Service- bzw. Werkstattannahme, die in ein Partnerschaftsverhältnis zwischen API und der Garage eingebunden ist, mit laufender Unterstützung im Bereich Marketing und Umsetzung im Werkstattalltag. Mit den Realzahlungen pro Anwendung hat die Garage keine Investitionskosten und kann somit mit klar definierten Kosten kalkulieren und die Ertrags- und Gewinnsituation transparent darstellen. Service, Unterhalt und Betreuung der Anlage sind alle inbegriffen und fallen nicht willkürlich an.
Das Kernstück ist die berührungslose Fahrwerksvermessung als Basismodell für einen zukünftigen Annahmeroboter im Servicebereich, der ab 2011 stetig erweitert und ausgebaut wird. Da die Produktivität der Schweizer Werkstätten nach wie vor sehr hoch ist und erheblich über dem europäischen Durchschnitt rangiert, liegt die Priorisierung in der Schweizer Garage noch nicht zuoberst. In den Fachkreisen und an Vorträgen wird immer mehr darüber geredet, aber die Basis, sprich die Ertragslage, ist noch nicht direkt betroffen. Schleichende Vorgänge wie Margenschwund beim Neuwagenverkauf, Reifengeschäft und die Intervallrückgänge bei Servicearbeiten zeichnen sich noch sehr langsam ab. Garagen, die heute schon zukunftsorientiert sind, gehören zurzeit zu unserem Kundenfokus. Wir sind auch überzeugt, dass sich in den kommenden Jahren die Ertragssituation deutlich verschärft. Mit unserem ertragsreichen Geschäftsmodell sind wir für den Markt der Zusatzgeschäfte, die in der Zukunft ausschlaggebend sein werden, genau richtig positioniert.

Wo setzt API in der Garage an?

Wir setzen ganz klar im Kundenservicebereich an. Das heisst, wir wollen den Kundendienstberatern mit dem Annahmeroboter unterstützen, mit klarem Kundennutzen nutzvolle Zusatzgeschäfte zu generieren. Wie zum Beispiel ein korrekt eingestelltes Fahrwerk. Das Mitarbeiterprofil vom Kundenberater ist im Wandlungsprozess vom Techniker hin zum Verkaufsberater gegenüber dem Kunden. Somit muss der zukünftige Kundendienstberater über eine technische Ausstattung verfügen, die die Kommunikation zum Kunden, was technische Mängel angeht, unterstützt.

Was heisst präventiv im API-Geschäftsmodell?

Entscheidend ist, dass unsere Geschäftsmodell darauf abzielt, dass eine Eingangsvermessung vom Fahrzeug standardisiert im Werkstattalltag zu einer Selbstverständlichkeit wird. Das bedeutet, dass nach einer bestimmten Vorgehensweise in der Fahrzeugannahme möglichst viele Fahrzeuge schon eine Eingangsvermessung erhalten. Anhand dieser Eingangsvermessung kann dem Kunden ein möglicher Mangel aufgezeigt werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass auch in der Schweiz im Durchschnitt über 80 Prozent der Kunden einen Auftrag zur Behebung eines Mangels erteilen, wenn dieser durch unseren Annahmeroboter bewiesen wurde. Präventiv bedeutet somit, dass die angewandte Technologie in kürzester Zeit und ohne Einsatz vom technischem Fachpersonal einen Ist-Zustand vom Fahrzeug erfassen kann. Eine berührungslose Fahrwerksvermessung in fünf Minuten ist revolutionär zu herkömmlichen Systemen.

Wie komme ich als Garagist zu einem Vermessungsroboter?

Grundsätzlich kann unser Annahmeroboter nicht gekauft werden. Vielmehr bieten wir eine Partnerlösung, indem wir den Annahmeroboter in einem unkomplizierten Mietverhältnis zur Verfügung stellen. Die Abrechnung erfolgt anhand der vorgenommenen Vermessungen. Für die Garage ist unsere Vorgehensweise ein absolutes Novum in der Schweiz. Wir minimieren das Risiko der Investition, wir begleiten die Umsetzung in der Werkstatt mit unseren Spezialisten aus der Technik, und der gesamte Serviceaufwand ­unserer industriell genutzten Anlage ist in den Kosten enthalten.
Zurzeit erfassen wir alle potenziellen Kunden in der Schweiz mit mehr als 15 Werkstattdurchgängen pro Tag und kontaktieren diese direkt. Im ersten Schritt stellen wir uns persönlich und detailliert dem jeweiligen Betrieb vor, präsentieren im Detail unser Geschäftskonzept und analysieren den jeweiligen Betrieb auf die Möglichkeit einer Zusammenarbeit. Wenn wir uns für eine Kooperation entscheiden und wir diese dem Garageninhaber offerieren, gehen wir davon aus, dass unser API-Prozess zum Erfolg führen wird. Das bedeutet, wir wollen nichts verkaufen, vielmehr langfristig und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Was ist neben der Fahrwerksvermessung  für 2011 geplant?

2011 wird ein ganz spannendes Jahr für unser Unternehmen, und wie wir glauben auch für den Bereich Kundendienst und Zusatzgeschäfte in der Autobranche. Unsere Basistechnologie der automatischen Fahrwerksvermessung wird um wichtige Funktionen erweitert. Wir werden ab dem dritten Quartal 2011 zur vollautomatischen Fahrwerksvermessung auch noch die automatisierte Vermessung der Reifenprofiltiefe bzw. des Reifenzustandes und diverse OBD-erfasste Tools wie Ölstand und Batterieladestand etc. berührungslos und innerhalb der fünf Minuten vermessen. Das bedeutet, in Zukunft wird der Kunde aktiv auf den Zustand seiner Reifen angesprochen. Das ist nicht nur ein absolutes Branchenhighlight, vielmehr steht unsere Technologie dahinter, die so noch nicht angeboten wurde. Unser Annahmeroboter schafft durch seine Messgenauigkeit absolutes Kundenvertrauen und die Garage profiliert sich durch Technologie, die auch bei den Fahrzeugherstellern angewendet wird.

Woraus besteht eine Anlage, wie setzt sich der Annahmeroboter zusammen?

Das sind zunächst eine Hebebühne mit zwei Sonden links und rechts, die mit einem Schaltschrank verbunden sind. Der Schaltschrank besteht aus einem Computer und Drucker, der Hydraulik und Elektronik. Die Sonden bestehen aus einem Beamer, einer Kamera und einem Infrarotsensor. Der Beamer strahlt einen Farbteppich auf die Reifen und Felgen, die Kamera fotografiert diese und die Infrarotsensoren sorgen dafür, dass die Sonden auf die Radmitte eingemittet werden. Die Daten gehen in den Schaltschrank und werden von der API-Software umgewandelt in Ist-Werte. Zudem gehört ein pneumatischer Achsheber dazu und die Anlage ist beleuchtet.

Was ist der unmittelbare Vorteil für die Garage?

Als Erstes die Ertragssituation: Mit jeder Anlage kann der Ertrag erheblich verbessert werden mit bis zu über 150’000 Franken pro Jahr. Zweitens können mit unserer neuen Technologie Zusatzgeschäft generiert werden, die bis Anhin durch die nicht vorhandene Technologie brach lagen. Drittens: Durch unsere Unterstützung mit dem Werkstattprozess profitieren die Mitarbeiter in allen Bereichen des Betriebes von nachhaltiger Betreuung und einem geplanten Marketingmix.

Glauben Sie, dass der Erfolg in der Schweiz der gleiche sein wird wie in Deutschland?

Durch die Notwendigkeit der Zusatzgeschäfte in naher Zukunft und den Margenschwund in den Kerngeschäften bin ich überzeugt, dass gerade die Schweizer Garagisten vermehrt auf uns aufmerksam werden. Unsere neue Technologie und der dazugehörige Geschäftsprozess entsprechen dem Qualitätsverständnis der Schweizer Garagisten.

www.api-international.ch

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