26. November 2010

Nachhaltig bauen

Ein Autohaus-Neubau, der Umbau der Garage oder von Teilbereichen wie Werkstatt oder ­Ausstellungsraum ist immer mit hohen Kosten verbunden. Wer jedoch optimal plant und sich von im Garagenbau erfahrenen Architekten gut beraten lässt, kann die Baukosten durch ­Energieeinsparung und eine erhöhte Produktivität des Betriebes langfristig inigermassen amortisieren.

Nachhaltig bauen

Mit viel Glas energieeffizient gebaut: das Garagengebäude der Toyota-Vertretung Auto Stocker AG in Rheinfelden.

VON STEFAN GFELLER

Ein Umbau ist immer ungleich komplizierter als ein Neubau – allein schon, weil die Garage während der Umbauarbeiten weiter funktionieren muss. Und bei den Umbauten ist die Energieeffizienz ein wichtiger Punkt, denn alte Garagen haben meist auch eine veraltete, ineffiziente Heizung und sind überdies schlecht isoliert. Nur schon deshalb kann sich ein Umbau bereits lohnen, denn eine gute Wärmedämmung kann sich nach zehn bis fünfzehn Jahren amortisieren.
Bei Neubauten gehören Umweltaspekte automatisch dazu, weil sich ja moderne Garagen den neusten Normen zu unterwerfen haben. Wie Aurel Toth, Leiter der auf Autohaus-Neu- und -Umbauten spezialisierten AWS Architekten AG, erklärt, sind beispielsweise Dreifachverglasung und eine perfekte Dachisolierung Standard bei allen AWS-Neubauten, und: «oft gehen wir sogar noch einen Schritt weiter als die Norm verlangt», so Toth. Häufig werden bei Garagenbauten Niedertemperaturheizungen eingesetzt, die im Sommer auch zur Kühlung genutzt werden können; diese sind meist auch noch mit einer Wärmepumpe gekoppelt. Oder es kommt eine Gasheizung beziehungsweise – wenn vorhanden – Fernwärme zum Einsatz. Wie Aurel Toth erklärt erfolgt die Wärmeabgabe in der Regel über Deckenstrahl-Panels oder aber – dies in erster Linie bei sehr hohen Werkstatträumen – auch über direkt in den Betonboden eingelassene Bodenheizungen.

Erstellungs- und Betriebskosten

Tatsächlich führen oft auch wirtschaftliche Überlegungen dazu, dass ein Neubau umweltfreundlicher realisiert wird. Denn neben den reinen Neubaukosten dürfen auch die Betriebskosten während des Lebenszyklus des Gebäudes nicht ausser Acht gelassen werden. Diese können über die Jahre deutlich höher ausfallen als die Erstellungskosten. Die AWS Architekten AG achtet deshalb bei der Planung darauf, dass die Betriebskosten in einem gesunden Rahmen bleiben und dass die Planung möglichst umfassend weitsichtig und ganzheitlich ist. Denn beim Bau eines Autohauses geht es ja um viel mehr als nur das äussere Erscheinungsbild, und wer eine Garage nur von aussen betrachtet, kann sich oft gar nicht vorstellen, was sie technisch beinhaltet. Dazu gehören einerseits die Einrichtungen und ihre baulichen Erfordernisse wie Leitungen oder Vertiefungen im Boden zur Liftaufnahme – Punkte, die von nicht spezialisierten Architekten bei der ersten Planung oft zu wenig berücksichtigt werden.
Ein Beispiel ist auch die Abgas-Absaugung, bei der ab einer gewissen Betriebsgrösse eine frequenzgesteuerte Absauganlage Sinn machen kann. Denn diese «merkt», ob ein oder mehrere Motoren angeschlossen sind und stellt entsprechend ihre Absaugleistung ein. Eine normale Absauganlage kann zwar in der Anschaffung billiger sein, doch dafür läuft sie den ganzen Tag, egal ob sie gerade gebraucht wird oder nicht. Das braucht unnötig Strom und zieht im Winter auch noch Energie in Form von warmer Luft aus der Garage ab.

Betriebsabläufe müssen stimmen

Zu den «inneren Stärken» einer Garage zählt aber auch, dass die Betriebsabläufe stimmen, also dass beispielsweise die Wege für die Werkstatt- und Lagermitarbeiter möglichst kurz sind oder dass sich die Fahrzeuge problemlos an die verschiedenen Arbeitsstationen bewegen lassen, ohne dass sie sich dabei in die Quere kommen. Schliesslich ist es nicht besonders wirtschaftlich, wenn ein gut bezahlter Automobildiagnostiker einen grossen Teil seiner Arbeitszeit mit dem Verschieben von Fahrzeugen in der Werkstatt verbringen muss, weil der Platz fehlt beziehungsweise eben weil die Werkstatt von Grund auf schlecht und nicht für einen effizienten Betrieb geplant wurde.
Die Betriebsabläufe sind vor allem bei städtischen Betrieben mit engen Platzverhältnissen auch auf dem Hof eine grosse Herausforderung, wo die Garagen auch mit einer besseren und gezielteren Kundenplanung sehr viel herausholen. Hier zeigt sich am deutlichsten, dass gut beraten ist, wer bei der Planung auf spezialisierte Firmen setzt, die über Erfahrungen mit Autohaus-Bauprojekten haben. Denn nur wer weiss, wie in einer Garage gearbeitet wird, kann den Bau hinsichtlich der Betriebsabläufe optimieren. Aurel Toth: «Die Stärke unseres Architekturbüros ist es, dass wir die Betriebsabläufe zusammen mit dem Nutzer genau analysieren und die Erkenntnisse daraus in die Planung einflies­sen lassen. So lässt sich später beim Betrieb der Garage viel Geld sparen.»

Wichtige Beratung

Nach Möglichkeit sollte sich der Bauherr bereits im Anfangsstadium eines Projektes beraten lassen, denn eine grosse Anzahl an Bauherren «stolpert» mit eigenen, oft unzureichenden Vorüberlegungen förmlich in ihr Projekt. Und dabei können gerade in der ersten Projektphase die Kostenstellschrauben am besten reguliert werden. Kein Um- oder auch Neubau ist jedoch letztlich wie der andere, und der Architekt muss genau wissen, was der Garagist weshalb will. Nur so ist es ihm möglich, optimale und auf die Bedürfnisse des Betriebs zugeschnittene Lösungen zu präsentieren. Aber auch der Bauherr muss dem Architekten vertrauen können. Zudem gilt, wie so oft, dass verschiedene Offerten eingeholt werden sollten.

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