11. April 2010

110 Flüssiggas-Tankstellen bis 2011

Autogas ist günstiger und weniger umweltbelastend als Benzin oder Diesel. Trotzdem gibt es in der Schweiz erst 37 Autogastankstellen, während im nahen Ausland das Geschäft mit der Butan-Propan-Mischung boomt. Dies soll sich nun ändern: Die Vitogaz AG und ihre Partner bauen auch in der Schweiz ein umfassendes Autogas-Tankstellennetz. Bis 2011 sollen 110 Autogastankstellen entstehen.

110 Flüssiggas-Tankstellen bis 2011

Hübsche Botschafterin für Autogas in der Schweiz: Moderatorin Jennifer Ann Gerber.

Autogas, auch LPG (Liquified Petroleum Gas) genannt, wird seit Jahrzehnten eingesetzt und ist daher der weltweit meistgenutzte Alternativtreibstoff. Während Flüssiggas hierzulande meist nur als Brennstoff zum Heizen, Grillieren und zum Campieren bekannt ist, kommt es andernorts seit Jahren auch als emissionsarmer und kostengünstiger Treibstoff zum Einsatz – dies mit einer gegenüber Benzin und Diesel vorteilhaften CO2-Bilanz. «Das Interesse an Autogas in der Schweiz ist ungebrochen», so Marc van der Spek, CEO der  Vitogaz Switzerland AG. Erst rund 2000 Fahrzeuge werden derzeit in der Schweiz mit LPG betrieben. Im Vergleich mit dem Ausland steckt die Schweiz diesbezüglich noch in den Kinderschuhen. Laut dem europäischen Flüssiggasverband (AEGPL) gibt es europaweit rund 9 Millionen Autogasfahrzeuge. In Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Polen und demnächst auch in Österreich hat Autogas als Antriebs­energie Erdgas längst den Rang abgelaufen.

Flächendeckendes Autogas-Tankstellennetz
Die Reduktion der Mineralölsteuer auf Autogas sowie die unkomplizierte Nachrüstung vieler Benzinfahrzeuge sprechen auch in der Schweiz für Autogas. «Nicht nur die Preise, sondern auch der Umweltgedanke spielt bei vielen Autofahrern eine wichtige Rolle», erklärt Marc van der Spek. Bisher hat vor allem die noch dürftige Anzahl an Autogastankstellen den Durchbruch von Autogas in der Schweiz gebremst. Zurzeit gibt es gerade einmal 37 Autogastankstellen. Zum Vergleich: In Deutschland sind bereits weit über 5000 Autogaszapfsäulen vorhanden. Dies soll sich nun ändern: Vitogaz und weitere Partner sind bestrebt, auch in der Schweiz ein flächendeckendes Flüssiggastankstellennetz aufzubauen.

Einfache Umrüstung
«Die Autogastechnik steht für die nachträgliche Umstellung von Benzinfahrzeugen ebenso zur Verfügung wie für Neuwagen», erklärt Günther Klaiber von EcoEngines, einer Umrüstfirma aus Deutschland. Wichtig dabei sei, dass die Umrüstsätze der ECE-R115 Norm entsprächen. «Diese Fahrzeuge werden ohne Probleme von den Strassenverkehrsämtern akzeptiert», so Klaiber. Beinahe jedes gängige Benziner-Modell kann für den Autogas-Betrieb umgerüstet werden. Eine Umrüstung des Fahrzeugs kostet je nach Typ zwischen 3500 bis 4000 Franken.
Der Gastank ist ein Zusatztank:
Er wird in der Reservemulde des jeweiligen Fahrzeugs untergebracht. Die Tanköffnung für das Autogas wird üblicherweise an der Stossstange angebracht. Ein Steuergerät im Motorraum regelt den Wechsel von Benzin auf Autogas. Nicht nur die Umrüstung, auch die Unterhaltskosten können so sehr tief gehalten werden. Da Autogas sehr sauber verbrennt, wird der Motor geschont und hat dementsprechend eine äquivalente Lebensdauer wie zum Beispiel ein Benzinfahrzeug. (pd/red) 
www.vitogaz.ch

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