BMW plant weltweiten Stellenabbau – bis zu 8000 Jobs betroffen
Posted by: Isabelle Riederer
Auch BMW reagiert auf den anhaltenden Druck in der Automobilbranche. Medienberichten zufolge will der Münchner Autobauer weltweit rund 8000 Stellen abbauen. Der Stellenabbau soll vor allem über natürliche Fluktuation und ein freiwilliges Abfindungsprogramm erfolgen.
BMW steht offenbar vor einem umfassenden Stellenabbau. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen sollen weltweit rund 8000 Arbeitsplätze wegfallen. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens lag zunächst nicht vor.
In Deutschland soll der Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Geplant ist ein freiwilliges Abfindungsprogramm, das von Oktober 2026 bis Ende 2027 laufen soll. Es richtet sich an Beschäftigte ausserhalb der direkten Produktion. Mehr als die Hälfte der rund 154'000 BMW-Mitarbeitenden arbeitet in Deutschland.
Hintergrund der Sparmassnahmen sind unter anderem hohe Investitionen in neue Fahrzeugtechnologien. Nach den Ausgaben für die Entwicklung der sogenannten «Neuen Klasse» will der Konzern seine Kosten wieder senken. Bereits im Juni hatte der neue Vorstandsvorsitzende Milan Nedeljkovic vor rückläufigen Gewinnen gewarnt und zusätzliche Effizienzmassnahmen angekündigt.
Mit dem geplanten Stellenabbau reiht sich BMW in eine Entwicklung der deutschen Automobilindustrie ein. Konkurrenten wie Volkswagen, Mercedes-Benz, Audi und Porsche haben bereits umfangreiche Sparprogramme und Stellenstreichungen angekündigt. Auch zahlreiche Zulieferer bauen derzeit Personal ab.
Die gesamte Branche kämpft mit schwierigen Marktbedingungen. Dazu zählen die schwächere Nachfrage in China, ein intensiver Preiswettbewerb, steigende Konkurrenz chinesischer Hersteller auf dem Weltmarkt sowie die Auswirkungen internationaler Handelskonflikte und geopolitischer Krisen auf die Konjunktur.
Für BMW wäre es nicht das erste Mal, dass der Konzern in grösserem Umfang Stellen abbaut. Bereits nach der Finanzkrise 2008 wurde die Belegschaft innerhalb weniger Jahre um mehr als 10'000 Arbeitsplätze reduziert. Ob sich die Beschäftigtenzahlen nach dem aktuellen Sparkurs erneut erholen werden, gilt angesichts der angespannten Lage in der Automobilindustrie jedoch als ungewiss. (pd/ir)



