25. Februar 2010

Erfolgreiche Lentikulärpigmente

Auch in diesem Jahr haben wir die Reparaturlack-Anbieter zu Neuheiten und Technik bei den neusten Beschichtungssystemen befragt. Dabei zeigt sich, dass insbesondere bei den Pigmenteffekten noch grosse Veränderungen vorstellbar sind. Immer perfekter werden zudem die Hilfsmittel zu korrekten Mischrezepten und Farbfindungen. Auf der andern Seite scheinen die Fortschritte bei den Trocknungssystemen eher zu stagnieren.

Erfolgreiche Lentikulärpigmente

Wenn die schillernden Farben auf Konzeptstudien und Einzelanfertigungen Hinweise auf kommende Serienlackierungen liefern sollten, dann liegen die Trendsetter falsch. Denn die Autokäufer sind – nicht nur in der Schweiz – eher konservativ und legen sich meist eine «unscheinbare» Farbe, die dafür einen guten Wiederverkaufswert besitzt, zu. Dazu kommt natürlich, dass auch jede Spezialfarbe gelegentlich ausgebessert werden muss. Das verlangt, dass sie im Reparaturverfahren originalgetreu nachgestellt werden kann. Dabei dürfen die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, was die Kosten des Lackes und den Zeitaufwand in relativ enge Leitplanken zwingt.
Trotzdem darf festgehalten werden, dass das omnipräsente Grau und Silber recht stark zurückgebunden wurde, allerdings zugunsten von Schwarz. Bereits über zehn Prozent Anteil am Fahrzeugpark haben Blau und Weiss. Rot rangiert bei knapp 6 Prozent und Brauntöne sind bei 4,4 Prozent. Alle übrigen Lackfarben erreichen keine 2 Prozent.
Praktisch nur im Tuningbereich finden sich denn auch Kunden, die sich für ihr aufgemotztes Fahrzeug eine Sonderfarbe applizieren lassen. Diese Vehikel fallen dann wegen ihrer Farbe mindestens genauso auf, wie durch die Flügeltüren oder spektakuläre Felgen.
Warum sich allerdings der Lackmarkt trotzdem wandelt, das erklären die kompetenten Fachleute, die in der Folge zu Wort kommen.

STANDOX, ANDRÉ KOCH URDORF

1. Welche neuen Farben und Farbtöne liegen voll im Trend?
Wenn es um den Ist-Zustand auf Europas Strassen geht, dann geht es in diesem Jahr – wie auch schon in den letzten Jahren – eher unbunt zu. Schwarz und Weiss sind die Gewinner und die aktuellsten «Highrunner» unter den Auto-Farbtönen. Das spiegeln die aktuellen Zahlen des Standox Farbtrendberichts wider. Als Trendfarben kann man jedoch auch einige Farben ausmachen, die sich nach und nach im Strassenbild etablieren oder im Moment als Favoriten gehandelt werden. Dies sind zumeist bunte Farbtupfer wie leuchtendes Orange, kräftige Grüntöne und Pink bis Violett in unterschiedlichen Nuancen. Ganz dem aktuellen Umwelttrend entsprechend liegen auch Naturtöne wie Beige und Braun sowie leichte Grün- und Blautöne im Fokus der Designer. Unabhängig davon gehen wir davon aus, dass sich das Gesamtbild auf den Strassen in den nächsten Jahren farblich sicherlich nicht dramatisch verändern wird.

2. Haben Metallic- und Mica-Lacke bald ausgedient, oder gibt es hier neue Innovationen?
Metallic- und Mica-Lacke sind weiterhin die erste Wahl und die einfachste Möglichkeit, einer Autofarbe Ausdruck zu verleihen. Ob grober oder feiner Sparkle, metallischer Glanz oder edles Schimmern – Metallics und Micas sind feste Bestandteile der Angebotspalette.
Daneben gibt es immer wieder Bestrebungen, neuartige Optiken zu erreichen, um einen Autolack andersartig erscheinen zu lassen. Der Trend zu matten Lacken ist hierfür ein gutes Beispiel. Wir gehen jedoch davon aus, dass neue Techniken und Ideen zur Oberflächengestaltung die herkömmlichen Methoden, einen Lack zu designen, nicht ersetzen werden. Dazu ist die Technologie hinter dem Einsatz von Metallic- und Mica-Pigmenten einfach zu komplex. Zudem sind die Effektpigmente in einem Lack weiterhin ein Zeichen für Hochwertigkeit und Qualität – im Gegensatz zum Unifarbton. So versteht das auch der Autokäufer.
3. Praktisch alle Lackanbieter haben auch ein System zur Farbtonfindung. Es gibt Paspeln und elektronische Geräte. Welches sind die Vorteile Ihres Angebotes?
Bei der Vielzahl an Farbtönen und Varianten gewinnt die elektronische Messung mehr und mehr an Bedeutung. Das Standox Farbtonmessgerät Genius ermöglicht es, Farbtöne auch ohne Herstellerinformationen flexibel und zuverlässig zu bestimmen. Dazu muss der Lackierer das Messgerät nur auf eine gereinigte und polierte Fläche auf der Karosserie auflegen. Die ermittelten Daten werden über das Farbtonsuchprogramm Standowin mit einer rund 120 000 Formeln enthaltenden Datenbank abgeglichen und direkt als fertige Mischformel angezeigt.
Noch relativ neu ist die Möglichkeit, sich Serienfarbtöne in Standowin in Form einer «digitalen Paspel» am PC anzeigen zu lassen. Im so genannten Digital Color Display kann man sich beispielsweise bei einem unbekannten Farbton über die Eingabe von Fahrzeug-Modell und Farbgruppe alle Farbtöne ansehen, die der Farbgruppe angehören und die für das Modell gepflegt sind. In vielen Fällen kann schon auf diesem schnellen Weg der richtige Farbton identifiziert werden.
Neben den elektronischen Color Tools bleiben die konventionellen Color Boxen nach wie vor ein bewährtes Hilfsmittel bei der Farbton­ermittlung: Sie bieten für jedes Lacksystem eine Zusammenfassung aller Serienfarbtöne mit ihren Varianten. Jeder Farbton wurde mit Original Standox Lacken auf grosse Paspeln auflackiert, so dass ein optimaler Farbtonvergleich und eine gute Reproduzierbarkeit gewährleistet sind. Die OEM Colorbox bildet alle Serienfarbtöne der Jahre 1995 bis heute ab, die Standofleet Colorbox enthält neben den Nutzfahrzeug-Farbtönen wichtige Flotten- und Mattfarbtöne. Eine wichtige Hilfe bei der oftmals schwierigen Bestimmung von Anbauteil- und Innenraumfarbtönen bietet die neue Colorbox für Anbauteile.

4. Welche Trocknungstechnik empfehlen Sie für welche Beschichtungsstufe – und warum?
Welche Trocknungstechnik bei unseren Partnern zum Einsatz kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Sie richtet sich zum einen nach der Art und dem Umfang des Schadens, zum anderen nach der Grösse und Auslastung der jeweiligen Werkstatt. Wenn es um die Grundierung geht, ist sicherlich die Trocknung bei Raumtemperatur in der Spritzkabine das Verfahren der Wahl. Beim Aushärten von 2K-Füllern auf grossen Flächen ist die Ofentrocknung die wirtschaftlichere Methode. Bei kleinen Flächen dagegen ist die  Infrarottrocknung produktiver.
Für die Trocknung von Wasserbasislacken empfehlen wir eine Kombination aus der Erhöhung der Kabinentemperatur und der Nutzung von Venturi-Trocknern. Bei 2K-VOC Klarlacken ist die Ofentrocknung die ökonomischere Methode, bei kleineren Flächen wiederum die Infrarot-Trocknung.

Farbtrends 2010 generell wie gehabt

Für die nächsten Jahre zeichnet sich kein Trend zu mehr Farbe auf den europäischen Strassen ab: Tiefes Schwarz und edles Weiss legen im Vergleich zum Vorjahr sogar noch etwas zu, während Blau als einzige chromatische Farbe zwar die Zehn-Prozent-Hürde nehmen kann, dabei aber um 2,5 Prozent zurückgeht. Fazit: So bunt es in der Mode und in anderen Bereichen des täglichen Lebens auch sein darf, beim Autokauf bleibt der Europäer seiner Vorliebe für konservative Farben treu. Hier gilt nach wie vor, dass sich Technologie, Fortschritt und Wertigkeit eines Fahrzeugs am ehesten in Schwarz-, Silber- und Grau-Tönen ausdrücken. Anscheinend lassen die zumeist lange Bindung an ein Auto und sein hoher Wert in wirtschaftlich turbulenten Zeiten nur wenig Raum für farbkräftige Experimente.
Im Hinblick auf den Trend zu umweltfreundlicheren elektro-, hybrid- und gasbetriebenen Fahrzeugen darf man allerdings gespannt sein, ob sich das Gesamtbild in den nächsten Jahren nicht doch noch einfärben wird. Dabei bedeutet eine ökologische Einstellung längst nicht mehr nur Reduktion und Verzicht, sondern kann auch luxuriös und elegant sein. Hier setzen die Designer gerne auf natürlich wirkende Farbtöne wie Beige und Hellblau, ein zurückgenommenes Grün und ein tiefes, warmes Braun. Zumindest Braun konnte in der diesjährigen Statistik um zwei Prozentpunkte nach oben klettern und liegt nun bei immerhin vier Prozent. Gemeinsam mit Rot stellt Braun europaweit nun knapp über zehn Prozent der automobilen Farbpalette. Abgeschlagen auf den unteren Rängen liegen weiterhin Grün, Violett, Gelb und Orange, die nur gelegentlich als individuelle und persönliche Highlights auf unseren Strassen aufleuchten.
Selbstverständlich wird auch bei automobilen Farbtrends weiterhin experimentiert. Dabei orientieren sich die Designer beispielsweise an Einflüssen einer bewegten  Kunst- und Kulturszene. Starke, gewagte Farben wie giftige Gelbtöne und Rot-Pink-Kombinationen sollen den Blick durch ungewöhnlich chromatische Farbwechsel fesseln. Für besondere Aufmerksamkeit sorgen extreme Sparkle-Effekte in eisigem Blau und dunklem Violett.

Colorbox für Anbeuteile

Nicht nur die Zahl der neuen Farbtöne in der Serienlackierung steigt Jahr für Jahr und stellt die Lackierer immer wieder vor neue Herausforderungen. Auch die Zahl der in der Reparaturlackierung benötigten Farbtöne für Anbauteile nimmt stetig weiter zu. Ob Armaturentafel, Stossfänger, Kunststoffteile im Innen- oder Kofferraum, im Fall einer Reparaturlackierung müssen auch hier die Farbtöne stimmen. Mit der neuen «Anbauteile Color Box» bietet Standox dem Lackierer ab sofort ein praktisches Hilfsmittel zur sicheren Auswahl der richtigen Lackfarbe.
Während sich bei der Reparatur originallackierter Karosserieteile der benötigte Farbton meist anhand der Herstellercodierung ermitteln lässt, ist dies bei Anbauteilen ungleich schwieriger. Denn der verwendete Farbton ist oft nicht gekennzeichnet. Er lässt sich auch nicht vom Serienmodell ableiten, da viele Hersteller für verschiedene Modelle denselben Farbton verwenden. Hier hilft die Farbtondokumentation für Anbauteile von Standox weiter: Sie umfasst 1 485 grossformatige (35 x 90 mm) Farbtonpaspeln und hilft bei der Bestimmung von Anbauteil- und Innenraumfarbtönen. So sind zum Beispiel die aktuell knapp 600 verschiedenen Paspeln für Stossstangen nach Herstellern sortiert und diese werden aktualisiert. Die Abbildungen von Motor-, Innen- und Kofferraumfarbtönen hingegen sind chromatisch sortiert und dienen als Richtwerte für die ursprünglich verwendeten Lackierungen. Geliefert wird die benutzerfreundliche Dokumentation im praktischen Ringformat in einem Metallschrank.
www.andrekoch.ch

LECHLER, ESA BURGDORF

1. Welche neue Farben und Farbtöne liegen voll im Trend?
Die von den Automobilherstellern vorgeschlagenen Trends hinsichtlich der Effekt-Farbtöne der letzten Jahrgänge bevorzugen die Pearl-Farbtöne, bei denen die Dreischichten-Weissfarbtöne und die leuchtenden Pearl-Rotfarbtöne besonders verbreitet sind. Dazu kommen die allgemeinen Uni-Farbtöne mit ebenfalls besonderer Verbreitung der Weissfarbtöne wieder zurück. Die sehr populären Silberfarbtöne der letzten Jahre haben einen beträchtlichen Rückgang erfahren; die neuen Vorschläge wenden sich hoch schillernden lentikulären sowie hohen Spiegeleffekten zu. Immer populär bleiben die Opaleffekte der Metallfarbtöne, die den Spezialeffekt des Edelsteins, von dem sie ihren Namen nehmen, hervorbringen. Bei Fahrzeugen der oberen Kategorien (Klasse E und SUV) spielt das Schwarz in der Uni- als auch in der Pearl-Version die Hauptrolle.

2. Haben Metallic- und Mica-Lacke bald ausgedient oder gibt es hier neue Innovationen?
Bei den Metallfarbtönen, wie schon gesagt, sind die Vorschläge von Lentikulärpigmenten besonders erfolgreich. Bei diesen Pigmenten erlauben es die speziellen linsenförmigen Silberteilchen, einen besonders leuchtenden und tiefen Effekt zu erzielen. Diese von den Designzentren viel geschätzte Eigenschaft ermöglicht es, die Fahrzeuglinien hervorzuheben. Im Rahmen der Mica-Farbtöne hat die neue Einführung der Xirallic-Farbtöne chromatische Effekte (in allen Farbabstufungen) erzielen lassen, die gemäss der treffenden Lichtstärke und -art die Pigmentgranulometrie sehr beträchtlich verändern können. Der Effekt mit feiner Körnung unter diffusem Licht wird somit ein Effekt mit extra­grober Körnung, wenn der Farbton unter dem direkten Sonnenlicht beobachtet wird. Diese Effektart wird ebenfalls immer mehr von den Designern geschätzt, da sie eine «Chamäleon»-Effektart dem Farbton und infolgedessen den PW-Linien gewährleistet.

3. Praktisch alle Lackanbieter haben auch ein System zur Farbtonfindung. Es gibt Paspeln und elektronische Geräte. Welches sind die Vorteile Ihres Angebotes?
Das Angebot von Lechler für den Reparatur-Bereich besteht aus einer reichen und vollständigen Ausstattung von Farbfindungsinstrumenten, die eine Arbeit höher Qualität über die leichte und gesteuerte Forschung in der anscheinend immer mehr komplizierten Farbenwelt ermöglichen. Wegen dieser hohen Komplexität und der Verschärfung der Farbtonfindung und/oder der neuen sowie Spezialeffekten von den Automobilherstellern begründet Lechler seinen heutigen Vorschlag, mehr als in der Vergangenheit, auf zuverlässige Farbtonsammlungen und auf die Professionalität des Lackierers. So gross und schnell die Instrumentenevolution (Software und Hardware) sein mochte, ein Instrument (Spectrophotometer), der die erfahrenen Augen des Lackierers auf immer und mit der gleichen Zuverlässigkeit ersetzen kann, besteht noch nicht heute. Zur Bestätigung davon lancierte Lechler gerade letztes Jahres, nach einer Arbeit der Dauer einiger Jahren und einer beträchtlichen Finanzanlage, die 5. Ausgabe seines berühmtesten Farbtoninstruments: die COLOR BOX 5. Es handelt sich um eine tausende Farbreferenzen enthaltende Farbtonsammlung. Das grosse eingesetzte Format der mit wasserbasierten Produkten gespritzten Farbpaspeln ermöglicht dann eine präzise und zuverlässige Erstellung des PW-Farbtons. Um den immer anspruchsvolleren Endbenutzern gerecht zu werden, verfügt diese Farbtonsammlung über 2 Versionen, gemäss Automobilherstellern und farbmetrisch sortiert. Die Rückseite jeder Karte ist mit einem leichten Strichcode versehen, der eine schnelle und einfache Farbtonerstellung über einen mit dem Lechler Explorer Paint Management Software Verwaltungssystem verbundenen Strichleser ermöglicht.

4. Welche Trocknungstechnik empfehlen Sie für welche Beschichtungsstufe – und warum?
Die Einführung auf dem Markt von Ultra High Solids und wasserbasierten Systemen neuer Technologie hat teilweise sowie notwendigerweise die Gebrauchsanweisungen und die Arbeitsgewohnheiten des Endbenutzers, besonders bei den anzuwendenden Trocknungsmethoden, verändert. Trotzdem empfiehlt Lechler seit jeher seinen Lackierern die für alle Produktarten einer Reparaturarbeit überprüften Trocknungsbedingungen anzuwenden. Dies bezweckt, die Endergebnisse bei den Lackaufbauzeiten sowie bei den -kosten zu maximieren. Die Auswahl einer bestimmten Trocknungstechnik hängt viel von der verarbeiteten Produktart (Spachtel, Füller, Mattbasislack, Decklack) und von der vorzunehmenden Reparaturarbeit (Teil- oder Ganzlackierung), sowie von der geforderten Endqualität (PKW niedriger, mittlerer oder hoher Klasse) und von der Karosserieart (klein, mittel und gross) ab. Unsere breite Produktreihe ermöglicht immer und auf jeden Fall eine geeignete Lösung für alle möglichen Umständen des Refinish-Bereiches. Trotzdem kann man im Allgemeinen den Einsatz von beschleunigten Trocknungssystemen (wie die IR Lampen) für schnelle und kleine Reparaturarbeiten empfehlen, dagegen empfiehlt es sich den Ofeneinsatz (mit Temperaturen bei 60-65°C) für Deckprodukte und besonders für grosse Reparaturarbeiten anzuwenden. Um die Lackierer zu den geeignetsten Produkten und Reparaturlackaufbauten (und Trocknungsmethoden) für jede obengenannte Typologie zu führen, stellt Lechler die modernen Ausrüstungen seiner Centres for Excellence und die Professionalität/Erfahrung seiner Trainers durch eine bestimmte und Lackaufbauten hohen Wirkungsgrades gewidmete Schulungsstrecke zur Verfügung. Nur so ist es möglich, die beste Trocknungstechnik für jede unterschiedliche Produktart/Reparaturarbeit zu erstellen.
www.esa.ch
www.esashop.ch

DUPONT, MEYRIN UND EMBRACH

Weltweite Farbdokumentation von DuPont

Der 57. jährliche DuPont Bericht über die weltweit beliebtesten Autofarben, die originale und zuverlässigste Quelle für Informationen und Trends über die Farbpräferenzen bei Autos, ist vor kurzem veröffentlicht worden. Silber, Schwarz und Weiss stehen 2010 weltweit immer noch ganz oben.
Obwohl es weiterhin regionale Unterschiede gibt, findet nach Angaben des Farbberichts weltweit eine Annäherung in der Farbwahl statt. Während die drei beliebtesten Farben – Schwarz, Weiss und Silber – auch dieses Jahr wieder auf der ganzen Welt dominieren, hat Schwarz einen Marktanteil von 27% in Europa und gewinnt damit weiterhin an Beliebtheit gegenüber Silber, das einen Marktanteil von 19,9% hat. Weiss nimmt weiter an Beliebtheit zu und ist mit 10,2% Marktanteil fünftbeliebteste Farbe.
Linda Van Calster, DuPont Refinish Marketing- und Kommunikationsmanagerin für Europa, den Nahen Osten und Afrika, sagt dazu: «DuPont erstellt diesen Bericht unter Anderem deshalb, um neue Autofarben und Fortschritte in der Technologie in der gesamten Branche aufmerksam zu beobachten und um bei der Entwicklung von Farbpaletten für die Zukunft mit dabei zu sein. Dank ihrer engen Verbindung mit dem DuPont OEM-Bereich ist DuPont Refinish in der Lage, die allerneuesten Farben der Serienherstellung auch für den Reparaturmarkt schnell bereitzustellen.»
Der Bericht hebt hervor, dass kulturelle, gesellschaftliche und demographische Einflüsse regionale Trends im Laufe der Zeit verändern können. Dabei wechseln die Farbpräferenzen von Jahr zu Jahr aufgrund einer Vielzahl von Faktoren, u.a. aufgrund der auf den Markt gebrachten Fahrzeugtypen, kleinerer Fahrzeuggrössen, des Geschmacks der Verbraucher und nicht zuletzt auch aufgrund der wirtschaftlichen Lage.
Der DuPont Bericht über die weltweit beliebtesten Autofarben ist der einzige Bericht der Branche, der detaillierte Informationen über den Fahrzeugmarkt in verschiedenen Ländern und Regionen weltweit enthält.
www.dupontrefinish.ch

DuPont Spachtel-Kit für Stahl

DuPont Refinish hat ein Zwei-Komponenten Polyesterspachtel-Kit auf den Markt gebracht, PP0490 Spezialspachtel-Kit für Stahl, speziell für die Reparatur von Stahluntergründen, die hohen Beanspruchungen und Beschädigungen ausgesetzt sind. Erhältlich als komplettes Kit, umfasst PP0490 ein Spachtelpulver (Stahlspachtelpulver PP0491), einen Reaktionsverdünner (Stahlspachtel-Aktivator PP0492) sowie einige Mischbecher, Formlöffel und Spatel.
PP0490 eignet sich besonders gut für Untergründe wie gereinigten und geschliffenen Stahl oder Eisen, blankes Stahlblech und verzinkten Stahl. DuPont Refinish empfiehlt die Verwendung des VOC-konformen PP0490 für Reparaturen auf geschweissten Nähten, Fugen und Nieten sowie auf Flächen, die für extreme Korrosion anfällig sind.
PP0490 zeichnet sich aus durch eine robuste, homogene Struktur sowie gute und schnelle Fülleigenschaften. Ausserdem hält er grobem Schleifen stand.
www.dupontrefinish.ch

R-M, WÄDENSWIL

1. Welche neue Farben und Farbtöne liegen voll im Trend?
Zwei Hauptrichtungen lassen sich aktuell bei den Farbtönen feststellen: Erstens Speziallackierungen, welche einen chromartigen Effekt aufweisen wie zum Beispiel Mercedes-Benz Alubeam Titanum oder auch Nissan Ultimate Silver. Diese Lacke sind nicht nur hoch im Materialpreis, sondern stellen ebenso hohe Anforderungen an den Lackierer, damit eine einwandfreie Reparatur vorgenommen werden kann. In diesem Bereich ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Zukünftig wird von den Automobilherstellern die Individualisierung der Modelle noch mehr mit Hilfe solcher Spezialfarbtöne erfolgen, welche dem traditionellen Alusilber den Platz streitig machen. Lassen wir uns überraschen!
Zweite Hauptrichtung ist momentan der Farbton Weiss. Damit werden sogar hochpreisige Nobelkarossen beschichtet, für welche bis anhin nur Klavierlack-Schwarz in Frage gekommen ist. Weiss ist in, ob Edelkarosse, Mittelklassewagen oder sportlicher Flitzer. Entweder im edlen Uniweiss oder aber im poppigen Pearlweiss. Das wird bestimmt diesen Sommer noch so bleiben.
2. Haben Metallic- und Mica-Lacke bald ausgedient oder gibt es hier neue Innovationen?
Metallic- und Mica-Lacke haben nie ausgedient! Im Gegenteil, sie sind die Effektgeber. Gerade bei den neusten Farbtrends wie Chromeffekt oder Weiss. Pigmenthersteller entwickeln täglich neue Effektpigmente, welche auch in der Automobilindustrie zur Anwendung kommen werden. Speziell hervorzuheben sind die eingangs erwähnten chromartigen Effekte. Dabei handelt es sich um halbtransparente, bedampfte Plättchen, die in den meisten Fällen auf einen schwarzen Untergrund appliziert werden müssen, um den erwünschten Effekt zu erzielen.

3. Praktisch alle Lackanbieter haben auch ein System zur Farbtonfindung. Es gibt Paspeln und elektronische Geräte. Welches sind die Vorteile Ihres Angebotes?
Der Vorteil unseres Angebotes liegt in der Kombination beider Techniken. Dem Spektrofotometer zur raschen Identifizierung und Findung aus der enormen Datenbank von mehr als 250 000 Farbrezepturen und Serviceformeln, sowie den Farbmustern appliziert mit den im Mischregal vorhandenen Lacksystemen. Für den Lackierer bieten die Muster den Vorteil, dass er das «erste» Referenzmus­ter zur Verfügung hat, ohne ein solches zu lackieren. Damit kann er rasch und unkompliziert entscheiden, welche Variante auf das zu reparierende Fahrzeug passt.

4. Welche Trocknungstechnik empfehlen Sie für welche Beschichtungsstufe – und warum?
Grundsätzlich empfehlen wir forcierte Trocknung, insbesondere für die Grundier- und Füllerschichten. In diesem Zusammenhang ist die Trocknung mit Infrarot noch immer die effektivste, sicherste und effizienteste Methode. Sie bietet gegenüber der konventionellen Ofentrocknung bei 60 Grad C, neben den qualitativen Vorteilen, eine markante Steigerung des Durchsatzes in der Lackiererei.
www.rmpaint.com

 

SIKKENS, WETZIKON

Für die Schweizer Akzo Nobel-Niederlassung mit Sikkens und Lesonal hat José Joâo Gonçalves, Technical Manager, die Fragen beantwortet.

1. Welche neue Farben und Farbtöne liegen voll im Trend?
Die meist lackierte Farbe ist Silber, aber im Trend ist Weiss.

2. Haben Metallic- und Mica-Lacke bald ausgedient oder gibt es hier neue Innovationen?
Nein, sie haben noch lange nicht ausgedient, es sind ja heutzutage fast 80 Prozent Metallic-Lackierungen. Es gibt neue Innovationen in Metallic und in Perl. Vermehrt werden die in Zwei und Drei-Schichtlackierungen verwendet. Bei Sikkens verarbeiten wir Special Effect Colors (SEC) Farbtöne auf Wasserbasis.
3. Praktisch alle Lackanbieter haben ein System zur Farbtonfindung. Es gibt Paspeln und elektronische Geräte. Welches sind die Vorteile Ihres Angebotes?
Unsere Paspeln sind auf Wasserbasis lackiert, dadurch hat man ein besseres Farbton-Ergebnis.
Mit unserem Farbtonmessgerät Automatchic 3 können wir nicht nur den Farbton bestimmen, sondern auch speichern. Bei Bedarf, wenn der Farbton nicht passt, können wir vom lackierten Muster eine Korrekturmessung erstellen.

4. Welche Trocknungstechnik empfehlen Sie für welche Beschichtungsstufe – und warum?
Grundierung: Lufttrocknung oder Infrarot (IR).
Füller: IR- oder UV-Trocknung.
Basislacke: Oxidative Lufttrocknung bei 25 Grad C oder mit Hilfe eines Luftgebläses.
Decklacke: IR-oder Ofentrocknung bei ca. 60 Grad C Objekttemperatur.
Klarlack: IR-oder Ofentrocknung. Selbstverständlich passt hier auch unsere neuste UV-Technologie, welche das Objekt in unglaublichen 6 Minuten trocknet.

www.sikkenscr.ch

 

SPIES HECKER, PRATTELN

Mattlackierungen liegen im Trend. Spies Hecker bietet mit dem Additiv Permasolid Matt Komponente MA 110 und einer speziellen Aufbauempfehlung die passende Reparaturlösung.
In Zukunft werden Lackierbetriebe bei der Reparaturinstandsetzung immer öfter auf matte Serienlackierungen treffen. Denn die individuelle Fahrzeugoptik wird im Automobilhandel künftig noch stärker zum Verkaufsargument. Eine echte Herausforderung für die Werkstatt. «Sonderserien mit Speziallackierungen und neuen Effekten können ein besonderes Reparaturvorgehen erfordern», stellt Volker Wistorf, Leiter Technischer Service der Spies Hecker, Pratteln, klar. «Damit die Mattlackierung fachgerecht wieder hergestellt wird, müssen passende Produktsysteme zum Einsatz kommen.»

Permasolid Matt Komponente MA 110 für Klarlack
Ein aktuelles Beispiel ist Mercedes-Benz mit dem Sondermodell CLS Grand Edition und der matten Serienlackierung designo magno platin. «Mit dem neuen Permasolid Matt Komponente MA 110 bieten wir eine Produktlösung, um die Lackinstandsetzung zu ermöglichen», heisst es beim Kölner Reparaturlackhersteller. Das Additiv wird mit dem Permasolid HS Klarlack 8030 im Gewichtsverhältnis 75/25 Prozent bzw. 70/30 Prozent ausgemischt. «Damit erhält der Lackierer einen bestmöglichen und homogenen Mattierungseffekt», unterstreicht Volker Wistorf. «Eine spezielle System-Information beschreibt die Reparaturlackierung und liefert konkrete Hinweise für den Anwender bei Teil- und Ganzlackierungen.» Damit erhält der Lackierer eine ausführliche Anleitung zur fachgerechten Reparatur und erzielt bei der Instandsetzung von Mattoptik die jeweiligen niedrigen Glanzgrade.
Grundsätzlich erfordert die Reparatur von mattierten Serienlackierungen besondere Sorgfalt und ein abgestimmtes Produktsystem. Mercedes-Benz hat daher Spachtel, Grundierung, Füller, Elastifizierung, Decklack und Mattierung von Spies Hecker für die Lackinstandsetzung freigegeben.

www.spieshecker.ch

Freigegebene Spies Hecker Produkte für die Mattlackierung:
Spachtel: Raderal Feinspachtel 0911
Raderal IR Premium Spachtel 2035
Raderal Füllgrund 3508
Grundierung: Priomat 1:1 Elastic Haftfüller 3300
Priomat Elastic Haftgrund 3304 lasierend
Priomat Wash Primer 4075
Priomat 1K Wash Primer 4085
Permafleet EP Grundierfüller 4017 (Spray Max)
Permasolid EP Grundierfüller 4500
Füller: Permasolid HS Premium Füller 5310
Permasolid HS Vario Füller 8590
Elastifizierung: Permasolid Elastic Additiv 9050 (Für alle Permasolid 2K Acryl-Füller bei Kunststoffteilen)
Decklack: Permahyd Basislack Serie 280/285
Permasolid HS Klarlack 8030
Mattierung: Permasolid Matt Komponente MA 110

 

 

 

 

 

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