08. Februar 2010

Sicherheit lässt sich nachrüsten

Ein neuartiges, nachrüstbares Fahrerassistenzsystem bringt Spurwechselassistent und Abstandswarner auch für Autos, die serienmässig nicht über diese sicherheitsrelevanten Helfer verfügen.

Sicherheit lässt sich nachrüsten

Nachrüstbarer Spurwechselassistent und Abstandswarner: Mobileye zeigt die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug in Sekunden an.

VON STEFAN GFELLER

 

Moderne Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse sind häufig serienmässig oder optional mit Fahrerassistenzsystemen wie beispielsweise Spurwechselassistent oder Abstandsradar ausgerüstet. Das Nachsehen hatten bisher Käufer von Kleinwagen oder Occasionsfahrzeugen, welche nicht über solche Systeme verfügen. Neu lässt sich eine Kombination aus Spurwechselassistent und Abstandswarner auch nachrüsten. Wir haben das «Mobileye C2-170» genannte System, das hierzulande von der Krautli (Schweiz) AG angeboten wird, etwas genauer angeschaut.

 

Funktion

Mobileye misst die Abstände zu den Spurlinien und zu den vorausfahrenden Fahrzeugen. Bewegt sich das Fahrzeug auf eine Fahrspurmarkierung zu, ohne dass der Blinker betätigt ist, ertönt ein akustisches Warnsignal. Der Fahrer wird dadurch frühzeitig gewarnt, dass er im Begriff ist, seine Fahrspur zu verlassen. Eine weitere Funktion warnt den Fahrer vor möglichen Auffahrunfällen. Das System berechnet dazu die Zeit bis zum Kontakt mit dem vorausfahrenden Fahrzeug, basierend auf momentanem Abstand und Relativgeschwindigkeit zum vorausfahrenden Auto. Mobileye warnt bei einer berechneten Zeit von bis zu 2,7 Sekunden und ermöglicht dadurch dem Fahrer, rechtzeitig zu reagieren und einen Unfall zu verhindern.

Als dritte Funktion schliesslich zeigt das System den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug an und unterstützt den Fahrer so bei der Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Minimalabstands von ca. 1,56 Sekunden. Die Meldung an den Fahrer erfolgt dabei sowohl visuell als auch akustisch. So wird durch ein grünes oder rotes Signalbild dargestellt, in welchem Abstandsbereich sich das Fahrzeug befindet. Bei der Unterschreitung des gesetzlichen Minimalabstands wird der Fahrer zusätzlich durch einen akustischen Hinweis darauf aufmerksam gemacht.

 

Aufbau

Mobileye besteht aus einer «intelligenten» Videokamera (Kamera und Rechner zur Bildverarbeitung), einem Summer für die akustischen Warnungen sowie dem Display zur Rückmeldung an den Fahrer. Die Kamera wird innen an der  Windschutzscheibe ausserhalb des Sichtfeldes des Fahrers montiert, Summer und Anzeigeeinheit an geeigneter Stelle im oder auf dem Armaturenbrett. Als Eingangssignale werden Geschwindigkeit (elektronisches Signal, für ältere Fahrzeuge mit mechanischem Tachoantrieb muss zusätzlich ein Tachogeber eingebaut werden) und Blinkerbetätigung benötigt, zusätzlich muss natürlich die Versorgung mit Bordstrom sichergestellt werden. Der Einbau gestaltet sich in der Regel also problemlos; Krautli nennt eine Einbauzeit von vier bis fünf Stunden.

Nach erfolgtem Einbau muss das System allerdings über eine spezielle Software und mit Hilfe einer vor dem Fahrzeug aufzustellenden «Ziel-Tafel» kalibriert werden.

 

Einbau durch zertifizierte Partner

Dies ist auch der Grund, weshalb Krautli zum Einbau mit zertifizierten Fachstellen beziehungsweise Einbaustützpunkten zusammenarbeitet. Garagen, die in ihrem Betrieb ein grosses Fahrzeug-/Kundenpotenzial für die Nachrüstlösung orten, können sich jedoch auch bei Krautli für den Einbau und die Kalibrierung von Mobileye schulen lassen.

Krautli (Schweiz) AG nennt für das vom Erstausrüster Mobileye entwickelte System einen Bruttopreis von 1250 Franken. Somit stellt Mobileye, von dessen Wirkung wir uns während einer Testfahrt überzeugen konnten, eine interessante Option für Fahrer von älteren Fahrzeugen beziehungsweise Autos ohne eingebauten Spurwechselassistenten/Abstandswarner dar.  

 

www.krautli.ch

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