10. Mai 2021

SAA Konjunkturbarometer: Die Unsicherheit bleibt

Die Garagenzulieferbranche ist weniger stark von der zweiten Pandemiewelle betroffen als befürchtet, trotzdem gibt das Coronavirus auch in diesem Jahr der Garagenzulieferbranche das Tempo vor. Das sind die Erkenntnisse aus dem SAA Konjunkturbarometer 2/2021.

SAA Konjunkturbarometer: Die Unsicherheit bleibt

Die Lockerung der Corona-Massnahmen stimmen die Garagenzulieferbranche zwar optimistisch, aber die Unsicherheit bleibt gross. Quelle: AdobeStock

Die Einschätzung zur Beschäftigungslage im 1. Quartal hat sich zu optimistisch erwiesen. So präsentiert sich die Beschäftigungslage für 11% (Vorquartal 7%) der SAA-Mitglieder weiterhin als schlecht. Für die Mehrheit der SAA-Mitglieder ist das aktuelle Beschäftigungsniveau befriedigend 68% (VQ 55%) und nur noch für 22% (VQ 38%) gut. Mehr als ein Drittel der Firmen meldet mit 38% (VQ 29%) einen guten Umsatz. Für die Mehrheit der Teilnehmenden ist er befriedigend 59% (VQ 62%) geblieben und nur noch 3% (VQ 10%) melden einen schlechteren Umsatz. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich bei der Ertragslage der Unternehmen ab. 73% (VQ69%) stufen sie als befriedigend, 24% unverändert als gut und 3% (VQ 7%) als schlecht ein.

Die Werte der Trend-Prognose stimmen für das 2. Quartal 2021 zuversichtlich. Insbesondere bei der Beschäftigungslage macht sich ein Aufwärtstrend deutlich bemerkbar. Von einer besseren Beschäftigungslage gehen neu 41% (Vorquartal 12%) der SAA-Mitglieder aus, von einer gleichbleibenden 57% (VQ 71%) und nur noch 3% (VQ 17%) von einer schlechteren. Auch die Zahlen im Personalbestand entwickeln sich optimistisch. So gehen 24% (VQ 12%) der Firmen von einem zunehmenden Personalbestand aus. Trotzdem haben noch immer 19% (VQ 14%) der Meldenden Kurzarbeit eingeführt oder geplant. Dies deutet darauf hin, dass die Lockerung der Corona-Massnahmen zwar optimistisch stimmen, aber die Unsicherheit gross bleibt.

Der Kostentrend im Personalbereich steht in Korrelation mit dem Personalbestand: 73% (VQ 57%) der Unternehmen rechnen mit gleichbleibenden und gar 27% (VQ 14%) mit höheren Kosten. Kein einziges Unternehmen rechnet mit sinkenden Kosten, was daraus schliessen lässt, dass der Bedarf an Personal wieder zunimmt oder die Kurzarbeit reduziert oder ganz eingestellt wird.

Nicht überraschend, aber doch bemerkenswert ist der erwartete Kostentrend im Materialbereich: Auffallende 78% (VQ 48%) der SAA-Mitglieder rechnen mit steigenden Kosten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Rohstoffpreise seit Jahresbeginn viel teurer geworden sind. Die Ursache wird in der temporären Knappheit vieler Rohstoffe gesehen. Parallel dazu laufen wieder viele Volkswirtschaften auf Hochtouren, was die Nachfrage aktiviert, aber auf Engpässe in der Logistik und zurückgefahrene Rohstoffförderung trifft. Bei der See- und Luftfracht ist womöglich mit horrenden Preisanstiegen zu rechnen. (pd/mb)

www.saa.swiss

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