16. Dezember 2019

FCA: Neue Struktur soll Entwicklung konzernübergreifend stärken

Fiat Chrysler Automobile (FCA) bündelt die konzernweit vorhandenen Technologie-, Ingenieurs- und Managementkompetenz und gründet eine global für Produktentwicklung verantwortliche Struktur. Die neue «Global Product Development Organization» wird vom Deutschen Harald Wester geleitet.

FCA: Neue Struktur soll Entwicklung konzernübergreifend stärken

Harald Wester, FCA Chief Technical Officer (CTO).

FCA: Neue Struktur soll Entwicklung konzernübergreifend stärken

Die so gesteigerte Produktqualität bei gleichzeitig verkürzten Entwicklungszeiträumen sein ein entscheidender Vorteil auf einem Markt, der durch immer schnelleren technologischen Wandel bestimmt werde. «Die Automobilindustrie erlebt derzeit einen technologischen Wandel in noch nie dagewesener Geschwindigkeit», sagt Mike Manley, FCA Chief Executive Officer (CEO). «Wir lassen deshalb der kreativen Energie unserer Ingenieure und Technikexperten freien Lauf. Davon profitieren weltweit sowohl unsere Kunden als auch unsere Aktionäre.»

 

Die «Global Product Development Organization» bündelt drei Hauptaktivitäten: Ingenieursleistung, Ausführung und Management beschlossener Programme sowie Unterstützung dieser Programme. Dies bedeutet eine Abkehr vom bisherigen Prinzip der Verteilung von Entwicklungsaufgaben auf unterschiedliche regionale Zentren beziehungsweise autarke Einheiten. «Das Mass an Konsolidierung und Integration, das wir jetzt umsetzen, wird unser Angebot weiter ausbauen – in allen Märkten», sagt Harald Wester.

 

 

Die konzernübergreifenden Programme zu Planung und Durchführung werden alle Ingenieursabteilungen, Einzelunternehmen und Marken durchziehen. Dazu gehören auch Teams für globale Fahrzeugprogramme, für Fahrzeugarchitektur und -konzepte zur Erreichung von Kunden- und Leistungszielen sowie zur langfristigen Planung und Entwicklung von Fahrzeugarchitekturen und weiteren Produkten.

 

 

Diese neue Strategie erfordert grössere Flexibilität in der Produktentwicklung zu einem Zeitpunkt, zu dem sich FCA in stark umkämpften Sektoren wie Autonomes Fahren, Konnektivität und elektrische Antriebe neu positioniert. FCA hat bereits einen Fünf-Jahres-Plan verabschiedet, der Investitionen in Höhe von neun Milliarden Euro zur Entwicklung von weltweit insgesamt 30 elektrifizierten Fahrzeugen vorsieht.

 

 

Unter den ersten Modellen werden Plug-In-Varianten von Jeep Compass, Jeep Renegade und Jeep Wrangler sowie zwei vollelektrische Fahrzeuge von Fiat und der Transportermarke Fiat Professional sein. Für die Marke Maserati sind Investitionen von 1,6 Milliarden Euro auf dem Weg in die Elektrifizierung eingeplant. Am Anfang stehen Hybrid- und Elektro-Antriebe sowie Autonomes Fahren der Stufe 3 unter voller Berücksichtigung der für Maserati typischen Sportlichkeit.

 

 

Die signifikanteste Änderung, die mit der neuen Strategie verbunden ist, ist der Zusammenschluss der bislang eigenständigen FCA Entwicklungsabteilungen für Antriebe und Fahrzeuge. Die neue «Global Product Development Organization» wird die Zusammenarbeit über regionale Grenzen hinaus fördern und vorhandene Ressourcen besser nutzen. Die flache Hierarchie innerhalb der neuen Struktur wird darüber hinaus Entscheidungsprozesse beschleunigen und die globalen technologischen Kompetenzen von FCA optimal koordinieren. «Unsere Ressourcen bei Ingenieursleistungen werden konzentriert und integriert, nicht ausgedünnt», ergänzt Harald Wester.

 

 

Die neue «Global Product Development Organization» wird im Laufe des kommenden Jahres voll funktionsfähig sein. (pd/mb)

 

 

 

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