10. Dezember 2009

Know-how erlernen und vertiefen (Technische Schulung 2)

Neue Fahrzeugmodelle, Aggregate und Technologien erfordern Werkstattpersonal, das stets auf dem aktuellen Ausbildungsstand ist. Der zweite Teil unseres Artikels zur technischen Schulung beim Schweizer Importeur der Fiat-, Alfa Romeo- und Lancia-Fahrzeuge zeigt das entsprechende Internet-Angebot.

Know-how erlernen und vertiefen (Technische Schulung 2)

Blick in die Werkstatt: Das Schulungszentrum der Fiat-Gruppe in Schlieren ist nach neustem Stand der Technik eingerichtet.

VON STEFAN GFELLER

Neben drei modern eingerichteten Theorie-Räumen, die auf einer Fläche von 167 m2 Platz für 40 Kursteilnehmer bieten, verfügt das Schulungszentrum der Fiat-Gruppe in Schlieren über eine nach neustem Stand der Technik eingerichtete Werkstatt. Auf einer Fläche von 250 m2 lassen sich sämtliche Arbeiten am und unter dem Fahrzeug mit den entsprechenden Maschinen und Testgeräten demonstrieren und üben. Selbstverständlich stehen auch die jeweiligen Übungsobjekte wie Motoren und -Bauteile, Getriebe oder Elektronikkomponenten anschaulich aufgebaut zur Verfügung, so dass beispielsweise ein neues Triebwerk im Schnittmodell eingehend studiert werden kann.

Schulung aus dem Internet

Modern präsentiert sich auch der «Kurskatalog»: Die vom unter der Leitung von Giorgio Reho (Technical Training Manager) stehenden Schulungs-Team der Fiat-Gruppe Schweiz mit Giusi Gaetani-Sileno (Assistentin/Logistik) und den beiden Trainern Juan Carlos Diaz und Antonio Triglia erarbeiteten technischen Kurse können auch im Internet eingesehen werden. Inter­essierte – das Kursangebot richtet sich sowohl an die Vertragswerkstätten als auch an markenfremde und «freie» Garagen – können sich hier über das Kursangebot und die freien Plätze informieren.
Der Web-Auftritt unter
www.fga-webacademy.com wird für ganz Europa betrieben, und die Informationen für die Schweiz – das Kursangebot wird halbjährlich aktualisiert – sind hier integriert. Selbstverständlich lässt sich die gewünschte Sprache der Homepage einstellen, schliesslich werden auch die Schulungen in den drei Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch durchgeführt, so dass die Teilnehmer aus allen Landesteilen in ihrer Muttersprache unterrichtet werden können.

Vorbereitung im Netz

Wer einen gewünschten Kurs gefunden hat, kann sich auch gleich direkt im Internet dafür anmelden. Ab nächstem Jahr wird es zudem möglich sein, sich bereits vor der Schulung online mit den Grundlagen zum im Kurs vermittelten Wissen vertraut zu machen. Diese Vorbereitungsschulungen im Netz stellen auch sicher, dass alle Teilnehmer über ungefähr den selben «Rucksack» verfügen und bieten jedem eine Kontrolle zum eigenen Wissensstand.
Neben dem bereits in der letzten Ausgabe der «AUTO&Technik» beschriebenen Schulungsangebot wie Basis-Kurs, Produkte-Schulungen bei Einführung neuer Modelle oder verschiedene Spezialisten-Kurse werden auch speziell zugeschnittene Schulungen für externe Unternehmen angeboten. So erarbeitet das Schulungs-Team etwa Kurse für die Schweizer Armee, die Post sowie für Berufsschulen und Verbände. Aber auch die Automobilverkäufer werden in Fahrzeugtechnik geschult, schliesslich muss auch der Verkauf oftmals über technische Kompetenz verfügen, um potenzielle Kunden für die Fahrzeuge zu begeistern.

Schulung im Mittelpunkt

Denn, wie Maurizio Costa (Country Manager Customer Services) sagt: «Schulung steht bei Fiat im Mittelpunkt.» Und mit der Schulung schliesst sich auch der in der «AUTO&Technik» bereits beschriebene Kreislauf im Kundendienst mit seinen definierten Prozessen. Nur wer optimal ausgebildet ist, ist auch in der Lage, Fahrzeuge zur vollen Zufriedenheit des Kunden und «im ersten Anlauf», also ohne Folgereparaturen, instand zu stellen. Schliesslich wollen die italienischen Fahrzeuge optimal gewartet und repariert sein. Und Giorgio Reho erklärt, weshalb neben Produkte-Schulungen auch die Trainings-Kurse – beispielsweise in der Fehlersuche – unerlässlich sind: «Es ist, gerade im Bereich Diagnose, wichtig, dass man nicht aus der Übung kommt. Bei kleinen Garagen stellt sich diesbezüglich das Problem, dass der Durchlauf von Fahrzeugen mit einer spezifischen Beanstandung gering sein kann. Dadurch braucht der Mechaniker oftmals lange, um einen Fehler zu erkennen. Bei grossen Garagen wiederum zeigt sich, dass eine gewisse Spezialisierung stattfindet und einzelne Mechaniker sich immer wieder mit den selben Defekten und deren Diagnose beschäftigen. Ziel muss aber sein, dass eine Diagnose von jedem Mechaniker systematisch, zielgerichtet und zeitgerecht durchgeführt werden kann.»
www.fga-webacademy.com

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