10. Dezember 2009

Steht uns das Wasser bis zum Hals?

Rund 450 Chefs und Entscheidungsträger pilgerten ins Badener «Trafo», um am wichtigsten Networking-Event der Schweizer Automobilwirtschaft teilzunehmen, dem traditionellen EurotaxGlass’s- Branchentreffen. Highlight der Veranstaltung: ein Impulsreferat des kana­dischen Hockey- Meistertrainers Kent Ruhnke mit dem sinnigen Titel: «Go ahead, be a Champion!»

Steht uns das Wasser bis zum Hals?

Eine Geste als Sinnbild für das Befinden der Branche? In seinem Power-Referat demonstrierte Star-Hockeytrainier Kent Ruhnke den «gefühlten Wasserstand» bei Entscheidungsträgern im automobilen Sektor. Doch seine anschliessende Botschaft war hochmotivierend und positiv: «Go ahead, be a Champion!»

Das Geschäftsjahr 2009 war in fast jeder Hinsicht ein herausforderndes. Das zeigt sich deutlich auch in den Verkaufszahlen, welche Dr. Peter Ballé, Geschäftsführer von Eurotax­Glass’s Schweiz, in seinem Eröffnungsreferat präsentierte. In seinen Ausführungen machte er deutlich, dass die bis Ende September um rund zehn Prozent geringeren Immatrikulationen von Neuwagen ein Spitzenergebnis im europäischen Umfeld darstellten. Ballé: «Dennoch sind die Auswirkungen auf einzelne Betriebe auch hierzulande durchaus schmerzhaft!» Dennoch gebe es Lichtblicke: «Die leicht gestiegene Gebrauchtwagen-Nachfrage hat den rezessiven Umsatzeinbruch etwas kompensiert. Ebenso die erfreulicherweise stabile Rest­werten­twicklung in den meisten Fahr­zeugsegmenten.

Auch politische Hürden
«Doch nicht nur die Wirtschaftskrise macht unserer Branche zu schaffen», stellte Ballé ernüchtert fest, «sondern auch politische Widrigkeiten. Zum Beispiel die aktuelle VCS-Initiative für den öffentlichen Verkehr und die ideologisch motivierten Regulierungen und Umverteilungspläne zulasten der Strassenbenützer.» Enorm wichtig sei es darum, die Interessen der Automobilwirtschaft «mit vereinten Kräften und mit einer Stimme» zu vertreten.

Wie führt man ein Team zum Erfolg?
Ein regelrechtes Feuerwerk an Motivations-Impulsen feuerte Gastredner Kent Ruhnke ab. Gespickt mit viel Humor und anschaulichen Demonstrationen, zeigte der Hockeytrainer den gebannten Zuschauern, wie man ein Team zum Erfolg führt. Ruhnke weiss, wovon er spricht – schon dreimal führte er eine Hockeymannschaft zum Schweizer Meistertitel: 1983 den EHC Biel,  2000 die ZSC  Lions und 2004 den SC Bern. Heute steht er wieder in Biel an der Bande. Ungeschminkt machte Ruhnke auch die Schwächen der schweizerischen Führungskultur sichtbar – und präsentierte Lösungsansätze. Sein Leitmotiv: «Go ahead, be a Champion!» Oder anders gesagt: Erfolg hat nur, wer ihn unbedingt will. Mit den Worten von Ruhnke: «Gewinnen ist nicht alles – es ist das Einzige!» Aber wie wendet man eine solche Philosophie in einem Schweizer Betrieb an? Diese Frage dürfte eine der meistdiskutierten gewesen sein, beim anschliessenden intensiven Networking in den Badener Trafo-Hallen. (uhl)

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