24. November 2009

Fiat und Chrysler verschmelzen Händlernetze in Europa

Die Allianzpartner Fiat und Chrysler wollen den Vertrieb außerhalb Nordamerikas zusammenlegen und den Absatz bis 2014 verdreifachen. Gemäss Insiderinformationen gibt es Pläne, die Marke Chrysler in Europa durch das italienische Label Lancia zu ersetzen.

Fiat und Chrysler verschmelzen Händlernetze in Europa

Grandiose Pläne: Fiat mit Chrysler in den USA.

Zwei Jahre nach dem Ende dieser Ehe hat der Mercedes-Stern deshalb noch immer tiefe Schrammen, und Chrysler ist kaum mehr als ein Häufchen Elend, ist bei Welt Online zu lesen: Also sucht der kleinste der großen drei amerikanischen Autobauer sein Glück nun in einer neuen Liaison: Nach Jürgen Schrempp und Dieter Zetsche kommt jetzt Fiat-Boss Sergio Marchionne als Retter in der Not mit viel Geld und noch mehr Technik nach Detroit.

 

Verschmelung in 4 Jahren

In nur vier Jahren will Marchionne den Chrysler-Konzern komplett umkrempeln, Plattformen verschmelzen, Technologien synchronisieren und die Produktion in neue Höhen führen: Bis 2014 wollen die Amerikaner ihren weltweiten Absatz auf 2,8 Millionen Fahrzeuge pro Jahr verdoppeln und statt neuer Schulden drei Milliarden Dollar gewinn machen. Ob die Strategie die Italiener richtig ist, darüber streiten sich die Experten noch.

 

Weniger Plattformen

Damit dessen Pläne aufgehen, darf in Detroit kaum ein Stein auf dem anderen bleiben. Die Zahl der Plattformen sinkt von derzeit elf auf sieben, jedes zweite Auto der Amerikaner nutzt künftig Technik der Italiener und das Modellprogramm wird spürbar umgekrempelt. „Schon im nächsten Jahr sind drei Viertel aller Modelle erneuert oder gründlich aufgefrischt, 2012 dann sogar 100 Prozent", verspricht Produktplaner Joe Veltri.

 

Bald Fiat 500 und Alfa MiTo in den USA

Die Lücken im Modellprogramm will Marchionne bis dahin mit Exporten aus Italien füllen: Bereits Ende nächsten Jahres meldet sich deshalb Fiat mit dem 500er auf dem US-Markt zurück und will damit vor allem europäischen Erfolgsmodellen wie dem Mini, dem Smart und dem Ford Fiesta ans Leder. Kurz darauf folgt dann als erster US-Alfa der Neuzeit der kleine Mito, der den Weg auch für größere und sportliche Fahrzeuge ebnen soll.

 

Italo-Know-How für die Amis

Unter dem Blech allerdings wird es viel mehr Fiat-Technik sein, die ihren Weg über den Atlantik findet. Neben Plattformen will der neue Powertrain-Chef Paolo Ferrero vor allem die MultiAir-Technologie bei den Benzinern, die modernen Common-Rail-Diesel, die fertig entwickelte Doppelkupplung und das Know-How für Erdgasfahrzeuge und alternative Antriebe von Fiat übernehmen. Aber auch Chrysler habe der neuen Allianz etwas zu bieten, sagt Ferrero mit Blick auf billige Benziner und die passenden Getriebe für Hybridfahrzeuge.

 

Amerikanische Alfa-Clubs jubeln

Fans italienischer Autos in den USA wittern hingegen schon heute Morgenluft. Augie Cavalli vom Alfa-Club in Atlanta zum Beispiel hat sein Herz schon in der Jugend ans die kleinen Italiener verloren und kann es gar nicht erwarten, bis die 1994 vom Markt genommenen Alfas wieder offiziell in den USA angeboten werden. „Wir wünschen uns natürlich vor allem den 159, den Spider und den Mito", sagt Cavalli. Und auch den Fiat 500 könnte er sich prima in den USA vorstellen. „Ab aufs Schiff mit den Autos und her zu uns", fordern die Clubmitglieder ungeduldig.

(Quelle: Welt Online)

 

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