02. November 2009

Aus- und Weiterbildung für kompetente Autolackierer

Nur eine Papierplane trennt die Gästeschar vom neuen Kompetenzzentrum am BASF-Standort Münster (D). Dann öffnet der «Papagei» sein neues Nest und lässt Eintreten. Das neue Refinish Competence Centre (RCC) von Glasurit ist eröffnet.

Zahlreiche Module: Die Gäste liessen sich anlässlich der Eröffnung des Glasurit-RCC in die verschiedenen Schulungsmodule einweihen.

VON ROLAND HOFER

Aus der Schweiz sind Ramesse Florean, der Direktor der BASF Coatings Services AG in Wädenswil, und die «AUTO&Carrosserie» angereist, um das jüngste Kapitel der 111-jährigen Lackmarke Glasurit mitzuerleben. Selbstverständlich war eine internationale Gästeschar ebenfalls mit dabei, das modernste Informations- und Trainingszentrum für Lackierer aus aller Welt zu eröffnen. Jürgen Book, Initiant und geistiger Vater des Projektes verrät, dass 3,5 Millionen Euro in den stattlichen Neubau geflossen sind. «Künftig sind wir in der Lage, alle Werkstattsituationen originalgetreu nachzubilden. Dies ist eine der Kernkompetenzen, damit alle Landestrainer eine Visitenkarte für Glasurit abgeben können.» Tatsächlich sollen in Münster künftig alle Leader – egal ob zuständig für Personenwagen oder Nutzfahrzeuge – hier ihren letzten Schliff für ihre Aufgabe erhalten. Ihr erworbenes Wissen geben sie dann in ihren Heimatländern an ihre Mitarbeiter und Kunden weiter.
«Es ist zweifellos die zuständige Bildungseinrichtung für Lackierer, und wir sind stolz, unseren Kunden hier beste Bedingungen bieten zu können», sagte der Leiter des Geschäftsbereichs Autoreparaturlacke der BASF Coatings, Christoph Hansen, bei der Eröffnung. «Das 2000 Quadratmeter grosse RCC in Münster ist im Netzwerk der weltweit insgesamt 40 Refinish Competence Centre ein wichtiger Knotenpunkt und ein Kompetenzzentrum auf höchstem Niveau», so Hansen. «Der Papagei hat ein neues Nest», meinte er beim Rundgang und spielte dabei auf das Symbol der Marke Glasurit an.

Fit für die Zukunft

Um weiterhin der Massstab für andere Schulungseinrichtungen für Lackierer zu sein, waren Sanierungsarbeiten von Grund auf, Um-, Ausbau- und Erweiterungsarbeiten sowie der Einbau neuester Technik dringend erforderlich. Ein Jahr lang dauerten die Arbeiten. Weitere wichtige Neuerung durch den Umbau: Das Glasurit-RCC-Team mit Trainern, Verwaltung und Kundenberatern hat seinen Sitz nun zentral in einem Gebäude.
Bereits das äussere Erscheinungsbild des RCC änderte sich grundlegend. Grosse Glasflächen in der Fassade und im Innenraum lassen viel Licht in das Gebäude und schaffen eine helle, offene Atmosphäre. Ein Show-Car-Bereich im Eingang mit einer Wechselausstellung spektakulär lackierter Kundenfahrzeuge führt in das ebenfalls verglaste Foyer. In angenehmer und exklusiver Atmosphäre und mit professioneller Betreuung werden sich die Besucher dort auf Anhieb wohl fühlen.
Für alle Lackierer natürlich besonders interessant ist der Praxisbereich. Und hier schlägt das Herz eines jeden mit der Beschichtung von Fahrzeugen betrauten Menschen besonders hoch. Neue Spritzkabinen mit Abblassystemen, neue Universal-Arbeitsplätze für Kleinschadenreparaturen und ein hochwertiger Farbtonschulungsbereich erfüllen höchste Ansprüche. Die technische Einrichtung, sämtliche Applikations-Geräte und Zubehörprodukte befinden sich auf dem neuesten Stand. Damit bildet das RCC auch eine Marketingplattform für Glasurit und alle dort vertretenen namhaften Zubehörhersteller der Branche.
Nicht nur rein anwendungstechnische Prozesse, sondern auch komplette Werkstattabläufe können optimal simuliert werden und helfen so den Kunden, die Effizienz ihrer Betriebe zu verbessern. Die Seminarräume erhielten fortschrittliche Medientechnik. Die Namensgebung der Seminarräume hat engen Bezug zur 111-jährigen Geschichte der Marke Glasurit. Bei den Namen der Seminarräume kommen der Firmengründer Max Winkelmann, die erste echte Lackfarbe Kristallweiss sowie die alten Lackfabriken Glassomax I und II zu Ehren. Auch ausserhalb des Schulungsbereichs ist alles durchgeplant. Die gesamte Gebäude-Raumstruktur ist so beschaffen, dass interne und kunden­bezogene Bereiche für flüssigere Betriebsabläufe sinnvoll getrennt sind.
Jeder Landestrainer und Techniker wird pro Jahr für zwei Schulungen aufgeboten, die jeweils eine Woche dauern. Vermittelt werden dabei zum Beispiel Kenntnisse über neue Produkte und Services oder auch die dazu gehörenden Verkaufsargumente.
Die von den Trainern geleiteten Kundenseminare unterteilen sich in vier Stufen: Einführung / Grundlagen, Wissen für Fortgeschrittene, technisches Fachwissen für Experten und spezielle Kursangebote wie Spot-Repair oder Informationen über den Repair-Shop. «Wir haben Angebote für jeden Kenntnis-Stand», meint Hendrik Franke, der das Glasurit-Training und das RCC Münster leitet.
Die Zahl der RCCs in aller Welt wächst kontinuierlich: Zuletzt kamen neue Trainings-Center im Iran, in Ägypten und das inzwischen vierte in China hinzu. «In den gut eingerichteten RCCs sollen sich die Kunden wohl fühlen und viel Wissen für ihre tägliche Arbeit mitnehmen», sagt Hendrik Franke. Und ergänzt: «Denn eines steht gerade auch in schwierigen Zeiten fest: Wissen ist nicht nur Macht, sondern auch der Schlüssel zum Erfolg.»


www.glasurit.ch

 

Prozessoptimierung für Brummi & Co

Münster (D) – Optimierte Prozesse helfen Werkstätten, Zeit und Geld zu sparen. Oft genug führen sie auch dazu, mit geringerem Materialeinsatz noch bessere Lackierergebnisse zu erzielen. Das Glasurit Truck Service Audit ist ein speziell auf die Abläufe im Nutzfahrzeug-Bereich abgestimmter Service. Wie man oftmals mit einfachen Mitteln Prozesse in der Werkstatt optimieren kann, haben weltweit bereits viele Werkstätten im PW-Bereich für sich genutzt. Diesen Baustein aus dem RATIO-CONCEPT-plus-Programm zur Betriebsunterstützung weitet Glasurit nun auf Werkstätten im Nutzfahrzeug-Bereich aus.

Unnötig viel Materialauftrag?

Bei den grossen Abmessungen von Nutzfahrzeugen zählen Fehler, unnötige Wege und unnötiger Materialverbrauch gleich doppelt. Umso wichtiger ist es, die Arbeitsabläufe und die technische Ausstattung einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen.
«In jeder Werkstatt gibt es eingeschliffene Betriebsabläufe und technische Ausstattungen, die nicht so optimal sind, mit denen man sich im Arbeitsalltag aber arrangiert hat», weiss Jürgen Moritz, Glasurit Global Trainer für den Nutzfahrzeugbereich. Wo genau die Einsparpotenziale der eigenen Werkstatt liegen, zeigt das Truck Service Audit. Dabei geht ein Glasurit-Betriebsberater mit Fotokamera und Checklisten durch die Werkstatt und macht eine gründliche Bestandsaufnahme. Ein paar Tage später bekommt die Werkstatt einen Massnahmenplan mit ganz konkreten, oft einfach umzusetzenden Verbesserungsvorschlägen.
Bei einer Werkstatt führte zum Beispiel ein fehlendes Druckmanometer in der Spritzkabine zu unnötig viel Materialauftrag. Eine andere Werkstatt konnte ihren Durchsatz erhöhen, nachdem sie der Empfehlung gefolgt war, mit einem Schleppdach einen Extraplatz für die Nachtrocknung der Nutzfahrzeuge zu schaffen.
Nach den positiven Erfahrungen in Deutschland weitet Glasurit das Truck Service Audit jetzt nach und nach weltweit aus.

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