05. Juli 2016

TCS testet Kleinwagen auf Gesamt-CO2-Bilanz

Der TCS hat vier Kleinwagen mit unterschiedlichen Antriebssystemen getestet. Neben einem Vergleich der Alltagseigenschaften wurde auch eine umfassende Analyse der CO2-Werte durchgeführt. Beim Verbrauch liegen die Praxiswerte einmal mehr über den Herstellerangaben, beim Gesamt-CO2-Ausstoss ist der Treibstoffverbrauch nicht alleine ausschlaggebend.

TCS testet Kleinwagen auf Gesamt-CO2-Bilanz

Getestet wurden vier Fahrzeuge mit je einem unterschiedlichen Antriebssystem, aber Gemeinsamkeiten wie einem Listenpreis von maximal 25‘000 Franken sowie einem angegebenen CO2-Ausstoss von höchstens 95g/km: Der Fiat Panda 0.9 TAir TB CNG (Erdgas), der Mitsubishi Space Star 1.2 MIVEC Style (Benzin), der Peugeot 208 Blue HDI 100 S&S (Diesel) und der Renault ZOE Z.E. R240 (Elektro). Geprüft wurden neben CO2-Ausstoss und Verbrauch auch die Kriterien Karosserie, Innenraum, Komfort, Preis-Leistungs-Verhältnis, Motor und Antrieb sowie natürlich die Sicherheit.

 

Die Testresultate zeigen, dass die Normverbrauchsangaben der Fahrzeughersteller durchaus erreichbar sind. Dies setzt aber ideale Bedingungen voraus, also eine passende Strasse mit optimalen Verkehrs- und Wetterverhältnissen sowie wenig eingeschaltete Verbrauchssysteme wie Klimaanlage oder Sitzheizung. Im regulären Betrieb sind die Herstellerangaben weiterhin nicht zu erreichen und man muss auch bei diesen Fahrzeugen mit einem Mehrverbrauch von bis zu 1.5 l/100km rechnen. Der Verbrauch ist bei den mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeugen auch massgeblich für den CO2-Ausstoss verantwortlich. Beim elektrisch betriebenen Renault müssen allerdings auch die Emissionen aus der Produktion des Schweizer Strom-Mix mitberücksichtigt werden. Der Erdgasantrieb des Fiat Panda profitiert davon, dass seinem Treibstoff in der Schweiz 20% CO2-neutrales Biogas beigemischt wird.

 

Testsieger nach Punkten ist der Renault Zoe. Er fährt mit Schweizer Strom-Mix am CO2-sparsamsten. Sein grosses Manko sind die geringe Reichweite von lediglich rund 150 Kilometern und die relativ langen Ladezeiten. Seine Verbrauchskosten sind rund doppelt so hoch wie bei den Konkurrenzfahrzeugen, da die Batteriemiete mit eingerechnet werden muss. Die fossil betriebenen Kandidaten Peugeot 208 und Mitsubishi Space Star bieten auf der Strasse gute Fahreigenschaften, der Peugeot 208 darüber hinaus auch noch ansprechende Fahrleistungen. Der Mitsubishi bietet gesamthaft ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Fiat Panda mit seinem Erdgasantrieb erweist sich als äusserst praktisches Auto, gerade betreffend Raum und Ablagen, aber auch bezüglich Wendigkeit und Übersichtlichkeit. Die Betankung mit Erdgas ist einfach zu handhaben, allerdings ist entsprechende Tankstellen-Netz immer noch begrenzt.

 


Bei der Betrachtung der Gesamt-CO2-Bilanz zeigt sich, dass Fahrzeug- und Treibstoffproduktion somit nicht zu vernachlässigen sind. So ist das Erdgas im Fiat Panda, mit 20% Biogasanteil, mit 8.7 Gramm CO2/km am klimafreundlichsten. Das Benzin im Mitsubishi hat den grössten Aufwand für die Produktion und kommt so auf 31.1 Gramm CO2/km. Dem gegenüber punktet der Benziner aber bei der Fahrzeugproduktion mit lediglich 22.2 Gramm CO2/km. Hier produziert der elektrische Renault Zoe mit 40.5 Gramm CO2/km fast doppelt so viel für seine Herstellung. Für dessen Stromherstellung fällt in der Schweiz 82 Gramm CO2 pro kWh an. Dies ist im europäischen Vergleich sehr gut und auf einen hohen Anteil an Strom aus Wasserkraft zurückzuführen. (rk/pd)

 

www.tcs.ch

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