06. Juni 2016

Ausbau der Nordumfahrung Zürich: Hauptarbeiten haben begonnen

Die Nordumfahrung Zürich gehört zu den am häufigsten befahrenen Autobahnabschnitten der Schweiz. Jetzt wird der chronisch überlastete Autobahnengpass beseitigt: Am Montag, den 6. Juni, erfolgte in Regensdorf der Start der Hauptarbeiten zum Ausbau der Nordumfahrung Zürich.

Ausbau der Nordumfahrung Zürich: Hauptarbeiten haben begonnen

Die Nordumfahrung Zürich, die zwischen dem Limmattalerkreuz und der Verzweigung Zürich Nord verläuft, wurde 1985 in Betrieb genommen. Seit 1990 hat sich der Verkehr auf der Nordumfahrung verdoppelt: Wurde der Abschnitt damals von rund 60‘000 Fahrzeugen pro Tag befahren, sind es heute streckenweise bis 120‘000. Damit haben auch die Staus zugenommen. Die Nordumfahrung Zürich gehört heute zu den Stauschwerpunkten des Landes und es sind auch immer mehr Unfälle zu verzeichnen (vgl. Anhang). Der Engpass soll darum beseitigt werden.

 

Am Montag, den 6. Juni, erfolgte in Regensdorf im Beisein von Bundesrätin Doris Leuthard der offizielle Start der Hauptarbeiten. Bis etwa im Jahr 2025 wird unter Federführung des Bundesamts für Strassen (ASTRA) der ganze Abschnitt zwischen dem Limmattaler Kreuz und der Verzweigung Zürich Nord in beiden Richtungen auf je drei Spuren ausgebaut. Der 3250 Meter lange Gubristtunnel wird durch eine dritte, dreistreifige Tunnelröhre auf der Nordseite ergänzt. Anschliessend werden die bestehenden Röhren saniert. Es wird mit Gesamtkosten im Umfang von 1,55 Milliarden Franken gerechnet.

 

Der Ausbau dient einerseits den Verkehrsteilnehmern, verbessert aber auch die Lebensqualität in den Gemeinden. Hohe Priorität haben auch der Umwelt-, Moor- und Gewässerschutz. Mit der Überdeckung Katzensee wird die Autobahn auf einer Länge von 580 Meter überdeckt. So kann dort neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstehen. Drei neue Abwasserbehandlungsanlagen sorgen dafür, dass das Strassenabwasser der Nordumfahrung gereinigt wird. Dazu kommen Massnahmen, um die Lärmbelastung auf dem ganzen Abschnitt zu reduzieren. Trotz der aufwendigen Bauarbeiten werden jeweils in beide Richtungen zwei Spuren dem Verkehr zur Verfügung stehen.

 

Wie die Nordumfahrung sind auch andere Autobahnabschnitte der Schweiz chronisch überlastet. Im Rahmen des vom Bundesrat vorgeschlagenen Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-fonds (NAF) ist darum vorgesehen, weitere Engpässe zu beheben und die Finanzierung des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs wie bei der Bahn mit einem Fonds langfristig zu verbessern. Neben der Finanzierung ist aber auch entscheidend, dass die Projekte die Baureife erlangen. Oft führen langwierige Bewilligungsverfahren und weniger finanzielle Gründe zu Verzögerungen, wie das Beispiel der Nordumfahrung Zürich zeigt. (rk/pd)

 

http://www.astra.ch

 

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