21. August 2014

Schweizer Zulieferer könnten in Bedrängnis geraten

Die anstehende Milliarden-Sparrunde bei deutschen Automobilherstellern wird erstmals in grösserem Masse mit harten Einschnitten für die Schweizer Zulieferer verbunden sein: Die Konzerne werden bei ihren Schweizer Lieferanten auf die Kostenbremse treten. Das zeigen Marktanalysen der Unternehmensberatung Staufen Schweiz.

Schweizer Zulieferer könnten in Bedrängnis geraten

Bisher standen die Schweizer Zulieferer bei den Kostensenkungsprogrammen der Automobilkonzerne kaum im Fokus. Denn die stark KMU-geprägte Branche mit ihren rund 24'000 Mitarbeitern glänzte mit hoch spezialisierten Produkten. Doch diese Zeiten sind vorbei. «Die Automobilhersteller nehmen nun in ihrer Lieferkette auch die kleineren Unternehmen in den Fokus», sagt Alexander von Jarzebowski, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Staufen Schweiz. «Innovationen alleine zählen nicht mehr, es wird in der anstehenden Sparrunde vor allem auch um die Kosten gehen.»

 

Produktivitätssteigerungen von 30 Prozent lassen sich bei den Schweizer Automobilzulieferern laut der Marktanalysen von Staufen Schweiz noch realisieren: Die Durchlaufzeiten können um 30 bis 50 Prozent verringert werden, wenn die Prozesse effizienter gestaltet werden. Im Mittelpunkt einer solch schlanken Produktion stehen dabei unter anderem die Neustrukturierung des Produktionsprozesses mit möglichst wenig Warte- und Leerzeiten bei hoher Flexibilität, ein optimierter Ressourceneinsatz sowie die Qualifikation der Mitarbeiter.

 

«Die Zulieferer sollten ihre Prozesse aus eigenem Antrieb heraus schnellstmöglich auf den Prüfstand stellen, bevor der Druck von aussen durch die Kunden zunimmt», empfiehlt von Jarzebowski. Nur so lasse sich vermeiden, dass externe «Sparkommissare» ins Haus kommen, um gemeinsam ein Zulieferer-Entwicklungsprogramm aufzusetzen. Dies führt nicht nur zu viel Unruhe im Betrieb, sondern auch zu einer Teilung der erzielten Effizienzgewinne mit dem Kunden. Meist bleibt dabei nur die Hälfte im eigenen Unternehmen. «Die Schweizer Zulieferer sollen die Früchte der eigenen Effizienzanstrengungen so weit wie möglich alleine ernten», so der Branchenkenner. (pd/md)

 

www.staufen.ag

 

 

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