26. Mai 2014

Max Nötzli übergibt das Lenkrad von auto-schweiz

Nach sechs Jahren als Präsident der Importeursvereinigung auto-schweiz übergab Max Nötzli das Steuer per 1. Juni seinem Nachfolger François Launaz. An der Generalversammlung vom 21. Mai zeigte sich der abtretende Präsident gewohnt kämpferisch.

Max Nötzli übergibt das Lenkrad von auto-schweiz

François Launaz (l.), neuer Präsident von auto-schweiz, mit seinem Vorgänger Max Nötzli.

Text/Bild: Manuela Diethelm

 

«Ich werde mit Leib und Seele ein Automann bleiben», versprach Max Nötzli anlässlich seines Rücktritts als Präsident der Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure auto-schweiz. Der langjährige Autojournalist und ehemalige Chefredaktor der Automobil Revue (inklusive aller Publikationen des Verlagshauses Hallwag) amtete während sechs Jahren an der Spitze der Vereinigung und übergab das Lenkrad anlässlich der Generalversammlung vom 21. Mai seinem Nachfolger François Launaz. Launaz war seit 2009 Vizepräsident von auto-schweiz und zuletzt Vice President von Honda Schweiz.

 

In seiner Abschiedsrede appellierte Nötzli an ein verstärkt politisches Engagement der Importeursvereinigung, denn «unsere politischen Gegner werden nicht ruhen, bis der motorisierte Individualverkehr kollabiert», so Nötzli. Dagegen gelte es dezidierter zu kämpfen - und die politische Macht der so genannten Autolobby nicht zu unterschätzen: «Der politische Kampf setzt eine Überzeugung bis in die Basis voraus, dass es sich lohnt, zu kämpfen. So können wir die Verkehrspolitik aktiv mitgestalten.»

 

Den nächsten Tatbeweis gelte es 2016 zu erbringen, wenn die «Milchkuh-Initiative» zur Abstimmung kommt, die von Nötzli selbst initiiert worden war. Dass innert nur einem Jahr die notwendigen Unterschriften zusammengekommen waren, verdeutliche einmal mehr, dass «dieser Verband initiativfähig ist».

 

Einen politischen Ton schlug auch Rudolf Dieterle, Direktor des Bundesamts für Strassen ASTRA, an und referierte im Anschluss an die Generalversammlung über das politische Spannungsfeld zwischen links und rechts in Strassenfragen. Dabei stellte er klar: «Die Strasse bleibt mit 84 Prozent ‹Marktanteil› das Rückgrat der individuellen Mobilität» - obwohl ihr unverhältnismässig weniger Gelder zur Verfügung stehen als der Schiene. Und weil die bewegten Autos immer sparsamer werden, sinken auch die Einnahmen aus der Mineralölsteuer. Deshalb plädiere das ASTRA auch auf eine Erhöhung der Steuer um bis zu 15 Rappen zur Finanzierung des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF).

 

Ob und wie diese Vorlage mit der Milchkuh-Initiative zu verknüpfen ist, wird auf anderem Parkett ausdiskutiert, auto-schweiz wehrt sich gegen die Mineralölsteuererhöhung. François Launaz stellte in seiner Antrittsrede klar, dass er den eingeschlagenen Kurs beibehalten und sich konsequent für die Belange der Mitglieder und der Autofahrerinnen und Autofahrer einsetzen wird.

 

www.auto-schweiz.ch

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