10. August 2012

SAA: Trübe Konjunkturaussichten bei Garagenzulieferern

Die Konjunkturdaten der im SAA swiss automotive aftermarket zusammengeschlossenen Firmen befinden sich weiterhin im Sinkflug. Die Situation ist angespannt und Besserung leider nicht in Sicht. Dafür begrüsst der SAA den WEKO-Entscheid zur KFZ-Bekanntmachung.

SAA: Trübe Konjunkturaussichten bei Garagenzulieferern

Ein kurzes Strohfeuer Ende 2011 ist die einzige Ausnahme eines steten Abwärtstrends seit dem 4. Quartal 2010. Mittlerweile bewegen sich die Konjunkturdaten auf einem Tiefniveau wie seit drei Jahren nicht mehr. Mehr als jede 5. Unternehmung (22%; Vorquartal 9%) hat mit schlechten Umsatzzahlen zu kämpfen. Nur gerade 27% (Vorquartal 35%) melden gute Umsätze, bei 52% (Vorquartal 56%) sind die Zahlen befriedigend.

 

Auch die Beschäftigungslage ist abnehmend. Gut ist sie bei 30% (Vorquartal 40%), befriedigend bei 60% (Vorquartal 54%) und schlecht bei 10% (Vorquartal 5%) der Unternehmen. Keine Ausnahme bildet die Ertragslage, die bei 17% (Vorquartal 12%) der Firmen schlecht, bei 55% (Vorquartal 54%) befriedigend und bei 27% (Vorquartal 32%) gut ist. 2% haben sich hierzu nicht geäussert.

 

Angesichts dessen erstaunt es wenig, dass bereits ein Unternehmen Kurzarbeit geplant hat. Insgesamt fallen die Prognosen düster aus. Bei den bereits sehr tiefen Umsatzwerten gehen für das 3. Quartal 2012 nur gerade 18% von steigenden Umsätzen aus, 55% erwarten gleichbleibende Werte und 27% eine Abnahme. Bessere Erträge erwarten 13%, gleichbleibende 63% und abnehmende 23%. Punkto Beschäftigungslage liegen die entsprechenden Prognosen bei 12%, 70% und 18%.

 

Festzustellen ist, dass der SAA Konjunkturbarometer deutlich verhaltener ausfällt als andere Prognosen wie beispielsweise jene des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO. Ein wichtiger Grund hierfür dürften die ständig schwierigeren Rahmenbedingungen für den Strassenverkehr sein. Regu-lierungen, wie das am 1. Juli 2012 in Kraft getretene CO2-Gesetz für Neuwagen, zeigen jene dämpfende Wirkung, die von Staat gewollt, für die Branche aber dementsprechend nachteilig ist.


Dafür begrüsst der SAA den kürzlich publizierten WEKO-Entscheid, die KFZ-Bekanntmachung vorläufig unverändert beizubehalten. Anfang Jahr hatte die WEKO den SAA eingeladen, sich zur Zukunft ihrer Bekanntmachung über die wettbewerbsrechtliche Behandlung von vertikalen Abreden im Kraftfahrzeughandel (KFZ-Bekanntmachung) zu äussern.


Der Verband der schweizerischen Garagenzulieferer setzte sich entschieden dafür ein, weiterhin eine KFZ-Bekanntmachung zu haben, die den Marktbeteiligten eine klare Orientierung über ihr Verhalten im Wettbewerb ermöglicht und die Interessen der Verbraucher an einem funktionierenden Wettbewerb konsequent schützt.

 

Gleichzeitig weist der Verband darauf hin, dass die Regelungen für Instandsetzungs-, Wartungsdienstleistungen sowie für den Vertrieb von Ersatzteilen in Europa weiterentwickelt und in einer sektorspezifischen Gruppenfreistellungsverordnung festgehalten wurden. Daneben bestehen für diese Bereiche Leitlinien sowie diverse konkrete Bestimmungen in verschiedenen EU-Erlassen. Für den SAA steht ausser Frage, dass sich die WEKO bezüglich dieser Aftermarket-Belange an der EU orientieren und deren Erlasse für die Auslegung von wettbewerbsrechtlichen Fragestellungen in der Schweiz heranziehen wird. (pd/ml)

 

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