19. März 2012

Garagisten profitieren vom Wettbewerb

Ein wesentlicher Grund für die funktionierende Konkurrenz im Autohandel sind die Regeln der WEKO. Zu diesem Schluss kommt ein wissenschaftliches Gutachten, das im Auftrag des AGVS erstellt wurde. Er fordert deshalb die Beibehaltung des WEKO-Regelwerks.

Garagisten profitieren vom Wettbewerb

Die KFZ-Bekanntmachung, die 2002 von der Wettbewerbskommission WEKO erlassen wurde, enthält Regeln für die Beziehungen zwischen Auto-Importeuren und Händlern und stärkt den Preis- und Markenwettbewerb im Autogewerbe. Dadurch wird die Marktmacht der Generalimporteure eingedämmt und der Handel ist in der Lage, den Konsumentinnen und Konsumenten attraktive Angebote zu unterbreiten.

 

Die WEKO wird in diesem Jahr entscheiden, ob sie die KFZ-Bekanntmachung beibehält oder ob die Schweiz die ab Mitte 2013 geltenden, gelockerten europäischen Bestimmungen übernimmt. Der AGVS, Autogewerbeverband der Schweiz, fordert zusammen mit anderen Verbänden die uneingeschränkte Weiterführung der WEKO-Regeln, wie der Verband mitteilt. Deshalb wurde bei der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) eine Studie über die Wirkung der KFZ-Bekanntmachung in Auftrag gegeben.

 

Wie schon die Hochschule St. Gallen (HSG) in einer früheren Studie kommt die ZHAW zum Schluss, dass die WEKO den Wettbewerb im Autogewerbe nachhaltig gefördert hat und dass eine Aufhebung der Regeln zu einem Anstieg der Autopreise führen und damit die Schweizer Volkswirtschaft empfindlich treffen würde. Verstärkt würde der Trend durch die Frankenstärke. «Seit dem Erlass der Regeln haben sich  die Preise in der Schweiz deutlich an den EU-Durchschnitt genähert», sagt dazu Urs Wernli, Zentralpräsident des AGVS. Nach Berechnungen der HSG sparen die Konsumenten dadurch weit über 60 Millionen Franken pro Jahr. Ohne das Regelwerk gäbe es eine Rückkehr zur Hochpreisinsel Schweiz, so Wernli.

 

Die WEKO hat mit der KFZ-Bekanntmachung unter anderem die Möglichkeit geschaffen, dass Garagisten mehrere Marken führen und sich damit dem Preisdiktat eines einzelnen Importeurs entziehen können. Wernli ist überzeugt: «Nach einer Aufhebung der Regeln müsste das Gewerbe bluten.» Sogar Konkurse und damit der Verlust von Arbeitsplätzen prognostiziert Wernli in der Mitteilung.

 

Das ZHAW-Gutachten zur Wettbewerbssituation des Autogewerbes ist an einer von der ZHAW organisierten Tagung am 13. März 2012 in Bern präsentiert worden. Es kann online unter www.agvs.ch bezogen werden. (md/pd)

 

www.agvs.ch

 

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