28. Juni 2011

«Stopp-Offroader-Initiative» gestoppt

Der AGVS, Autogewerbeverband der Schweiz, sowie auto-schweiz, die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, nehmen erfreut vom Entscheid des von den Jungen Grünen dominierten Initiativkomitees Kenntnis, die «Initiative für menschenfreundlichere Fahrzeuge», besser bekannt als «Stopp-Offroader-Initiative», zurückzuziehen.

«Stopp-Offroader-Initiative» gestoppt

Offroader dürfen vorerst weiterhin Schweizer Strassen befahren.

Beide Organisationen finden, dass die aktuellsten Entwicklungen bezüglich der Initiative absehbar waren: Die verbindliche Festsetzung von Grenzwerten für den CO2-Ausstoss von neuen Personenwagen durch das Parlament - die umfängliche Übernahme der entsprechenden EU-Richtlinien - mache die Initiative schlicht obsolet. Tatsächlich hätte niemand verstanden, weshalb man einem Volksbegehren zustimmen solle, das einen maximalen CO2-Grenzwert von 250 g/km vorsieht, nachdem für das Jahr 2015 der mittlere CO2-Ausstoss von Personenwagen nur noch 130 g, also nur rund die Hälfte davon, betragen darf.

 

Die beschlossene gesetzliche Regelung der CO2-Emissionen, so sind sich der AGVS und auto-schweiz einig, habe im Gegensatz zur «Stopp-Offroader-Initiative» den Vorteil, dass sie nicht auf Verboten basiert: Wer ein Auto kaufen will, das mehr als 130 Gramm CO2 ausstösst, kann dies auch weiterhin tun. Dies allerdings nicht ohne hierfür kräftig zur Kasse gebeten zu werden. Aus der Sicht des Autogewerbes sei dies zwar stossend, aber immer noch besser als ein Verbot von einzelnen Marken, Fahrzeugkategorien und Modellreihen, wie das die Volksinitiative vorgesehen hätte. «Der Garagist wird sein Beratungsgespräch beim Autoverkauf künftig noch stärker auf die Bedürfnisse und Fahrgewohnheiten seiner Kundinnen und Kunden ausrichten, um so den passenden Neuwagen zu verkaufen», führt AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli aus.

 

Zu einem Urnengang wird es also nicht kommen. Dies findet auto-schweiz vernünftig; alles andere wäre laut der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure von der Bevölkerung als Zwängerei empfunden worden. Umso mehr, als es für jedermann offenkundig sei, dass die Automobilbranche in den letzten Jahren enorme Fortschritte in Sachen Energieeffizienz, Schadstoffausstoss und Sicherheit erzielt habe und diesen Weg auch in Zukunft weiterverfolgen wolle. auto-schweiz erwähnt hinzufügend, dass im Falle einer Durchsetzung der Offroader-Initiative die neue CO2-Regelung gar nicht wie vorgesehen auf den kommenden 1. Januar 2012, sondern erst mit mindestens einjähriger Verzögerung in Kraft gesetzt hätte werden können. Denn die an die EU angelehnte CO2-Richtlinie war bekanntlich vom Bundesrat als indirekter Gegenvorschlag zur Offroader-Initiative ins Spiel gebracht worden, und im Begleittext dazu ist festgehalten, dass dieser Gegenvorschlag nur dann eingeführt werden kann, wenn die Offroader-Initiative entweder abgelehnt oder zurückgezogen wird. auto-schweiz vermutet, dass deshalb diese Konstellation den Rückzugsentscheid des Initiativkomitees mit beeinflusst hat. (pd)

 

www.auto-schweiz.ch

 

www.agvs.ch

 

 

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