29. März 2011

«Wir wollen nachhaltig wachsen»

Castrol Switzerland gehört zu den Weltmarken in der Schmierstoffbranche, die globale Vorgaben geschickt auf die Schweiz adaptieren. Mit Stärken bei den Marken-Vertretern und Potenzial bei den Freien Garagen, wie Direktor Martin Hochuli im Interview erklärt.

«Wir wollen nachhaltig wachsen»

Martin Hochuli, Direktor Castrol Switzerland.

AUTO&Wirtschaft: Herr Hochuli, was können Sie nach dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 für Castrol für ein Fazit ziehen?

Martin Hochuli: Wir sind kritisch in das Jahr hineingegangen, hatten ein ambitiöses Budget und in den ersten Monaten mit Volumenproblemen zu kämpfen. Das haben wir auffangen können und nun sind wir nicht nur über dem Vorjahr, sondern leicht über Plan. Zu unserer grossen Zufriedenheit entwickelten sich auch die Partnerschaften mit BMW, VW, Volvo, Land Rover und Jaguar.

Was für Herausforderungen erwarten Sie im 2011 für die Schmierstoffbranche und für Castrol?

Für 2011 haben wir uns wiederum anspruchsvolle Ziele gesetzt. Die Herausforderungen sind generell: Konstanz, Kompetenz und Adaption sinnvoler internationaler Programme auf den Schweizer Markt. Dabei kann ich auf ein kompetentes Team zählen. Wichtig ist, dass man sich keinen Moment zurücklehnt, genau weiss was man will und wohin die Reise geht. Prinzipiell stellt sich heraus, dass mittelpreisige Produkte verschwinden. Alles, was sich nicht preisgünstig oder Premium positioniert, hat auch im Schmiermittelbereich auf absehbare Zeit keine Chance. Und Castrol ist ein Premium-Produkt! Wir wollen weiter wachsen, aber nachhaltig und nicht um jeden Preis. Zum Beispiel suchen wir für markenlose Werkstätten nach einer intelligenten Lösung mit dem richtigen Partner.

Inwiefern hatte das Unglück rund um die BP-Plattform Deepwater Horizon Auswirkungen auf die Castrol?

Persönlich hat uns das natürlich sehr getroffen. Aber wir haben keine Auswirkungen auf Castrol gespürt und es wird wohl auch keine mehr geben. Interessant war es zu beobachten, wie gewisse Konkurrenten versuchten, daraus Kapital zu schlagen und wie peinlich das daneben ging. Partnerschaften mit Castrol halten auch bei solchen Ereignissen sehr gut.

Gibt es in der Schmiermittelbranche noch ein grosses ungenutztes Potenzial? Oder ist es eher ein Verdrängungswettbewerb?

Der Markt ist generell ein Verdrängungswettbewerb. Der Markt geht ca. drei Prozent zurück pro Jahr wegen längerer Wartungsintervalle und besserer Motoren. Daraus resultiert, dass alle Nischenanbieter und alle, die technisch nicht fit sind, verschwinden werden. Die Grundstrategie von Castrol ist, dass wir mit namhaften Herstellern zusammenarbeiten und qualitativ hochwertige Produkte entwickeln.

Wohin geht der Trend?

Der Trend geht dahin, dass es zukünftig Motoren gibt, die nur mit einem speziellen Schmiermittel funktionieren. Vor allem der Spagat zwischen langen Ölwechselintervallen und Treibstoffeffizienz ist schwierig. Doch genau da sind unsere Produkte stark.

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